Beiträge von Woelfchen

    Ich finde es immer super, einem Notfalltier ein Zuhause zu geben. Gerade bei Möpsen finde ich die gängige Zucht absolut nicht unterstützenswert. Es muss ja kein klassischer Notfall sein, oft werden ja auch erwachsene Hunde von privat vermittelt, weil z.B. keine Zeit mehr da ist o.Ä.... auf diese Weise kam ich zu meiner Hündin.
    Am ehesten in Frage kommen würde für mich, wenn es doch ein Welpe vom Züchter werden soll, evtl. einer aus diesem Verband, die wohl sehr auf gesundheitliche Aspekte achten: http://www.mprv.de/

    Wäre der HUnd 2 jahre alt hätte ich nicht so reagiert, da kannst du dir sicher sein. Aber ein Hund mit 9 Monaten, der gerade mitten in der Pubertät steckt, verhält sich nunmal mitunter so, ohne gleich hypersexuell zu sein.

    Klar ist extremer Stress ein Kastrationsgrund. Nur ist das meistens eben nicht der Fall. ;) Sondern meistens ist die Bequrmlichkeit und / oder Uninformiertheit der Besitzer der Grund, warum kastriert wird.

    Enormer Stress ist aber in den seltesten Fällen gegeben, meistens hapert es schlichtweg an der Erziehung. Vorallem wenn der Hund noch so jung ist (Pubertät), kann man nicht wissen wie er sich entwickelt. Schon alleine deswegen ist eine Kastration in dem Alter nicht indiziert. Wenn man schon meint einen hypersexuellen Hund zu haben, kann man auch erstmal einen Kastrationschip setzen lassen und sehen, ob es nicht doch an der Erziehung liegt, und nicht entgültig und unwiederbringlich dem Hund diese wichtigen Hormone nehmen.

    Zum Thema Katzen: Das kann man nicht vergleichen! Katzen sind nicht im Einflussbereich des Menschen wenn sie Freigang haben, darum kann man eine Vermehrung nicht verhindern, wie das bei Hunden der Fall ist. Außerdem ist bei Katzen die Kastration im Gegensatz zu Hunden sinnvoll, da die Katzen wenn sie nicht gedeckt werden Gebärmutterentzündungen bekommen und Kater extreme Revierkämpfe ausfechten bzw. in der Wohnung unter ihrem unerfüllten Sexualtrieb leiden.
    Katzen sind dafür gebaut, dass jede Junge bekommt. Bei Hunden bzw Wölfen ist es von der Natur so gedacht, dass lediglich das Alphapärchen Nachwuchs zeugt und die restlichen Wölfinnen sich mit um den Nachwuchs kümmern. Eine Hündin bekommt keine gesundheitlichen Probleme, wenn sie nicht gedeckt wird.

    Dass Tierheime oft nur kastrierte Hunde abgeben finde ich schade, aber verständlich. Allerdings könnte man hier durch Sterilisationen auch abhilfe schaffen, und die Hunde hätten weiter ihren normalen Hormonhaushalt.

    Mal ganz abgesehen davon dass es tierschutzrechtlich verboten ist, eine Kastration ohne medizinische Indikation durchzuführen, finde ich so eine Einstellung unter aller Sau. Wer nicht mit den (normalen) Hormonen eines Rüden zurecht kommt, sollte sich keinen halten, so einfach ist das. Dass ein Rüde eine läufige Hündin toll findet und hin will ist ganz natürlich und wenn der Hund nicht hypersexuell ist, auch kein Problem für einen Rüden.

    Vorallem bei einem so jungen Hund, der noch weit davon entfernt ist "fertig" zu sein, kann eine Kastration enorme Probleme bereiten, z.B. kann es passieren dass der Hund von anderen als Neutrum wahrgenommen wird oder sogar für Rüden gut riecht, wie eine heisse Hündin. Und das 365 Tage im Jahr. Mal ganz abgesehen von den gesundheitlichen Folgen.