Beiträge von Brazzi

    Das ist ja ne interessante Frage....

    Ich nehme, ähnlich wie viele andere hier, am Wort "Hundefüher" so meinen Anstoß, eben weil auch ich finde, dass das irgendwie sehr negativ belegt ist (Drill, bedingungslose Unterordung, Alphagehabe, Starkzwang) - dennoch sehe ich mich in gewisser Weise als solchen. Schließlich "führe" ich meinen Hund durchs Leben, ich leite ihn, gebe ihm einen Weg vor, nehme ihm (zur eigenen Sicherheit und um ihm Stress zu ersparen) alle wichtigen Entscheidungen ab.

    Vielleicht trifft es aber auch "Rudelführer" etwas besser - ich leite das Rudel (wenn auch nur aus 2 Mitgliedern bestehend) und mein ewigwährender Schnösel Skadi ist frei von Verantwortung.

    Orientiere ich mich in diesem Zusammenhang an einem Wolfsrudel bin ich damit verbunden natürlich auch "Mama".
    Natürlich bin ich liebevoll wie eine Mutter und auch mütterlich besorgt. Ich bezeichne mich ab und an auch scherzhaft als solche.
    Ich distanziere mich jedoch von (fast) allem vermenschlichenden mammrigen Getue.

    Als "Frauchen" bezeichne nur ich mich selbst in der Öffentichkeit- und das auch nur weil's der gängige Begriff ist...."Hundehalter" bin ich vor allem für alle "Nicht-Hundehalter".
    Als "phöses Frauchen" bezeichnet mich Skadi mit Sicherheit ab und zu.

    Ich bin mit Sicherheit häufig "Chef" oder "Boss" , jedoch versuche ich ein gerechter, humorvoller und nachsichtiger Vorgesetzter zu sein.

    Den Begriff "Abteilungsleiter" halte ich in Bezug auf meine Situation mit Hund und den Umgang mit Hunden im Allgemeinen für zu menschlich, steif und bürokratisch.

    Zum Begriff "Freizeitkrauler" habe ich irgendwie keine Meinung. Vielleicht versteh ich den Begriff auch einfach nur nicht...

    "Tierfreund" bin ich mit Sicherheit - lasse mich aber in keine Fall auf "Dosenöffner" oder "Kacktütchenträger" reduzieren - weder von meinem Hund, noch von Außenstehenden.


    Wie man sieht, bin ich in meinen Augen vieles, wenn auch nicht alles ;)

    Ich hab mich jetzt nach und nach durch diese 44 Seiten gelesen und bin einfach nur gerührt von euer Story :gut:
    Wahnsinn, was ihr schon alles durchgemacht habt.
    Respekt dafür und alles Gute für euch und Pincho!

    Ich kann mich nur anschließen: Das hast du wirklich sehr schön geschreiben! :smile:
    Aber du solltest nicht nur stolz auf deinen Hund sein, vor allem solltest du stolz auf dich sein! Denn wärst du damals nicht hart geblieben und hättets auf deinen "Problemhund" bestanden, wär er eventuell heute imme rnoch im Tierheim oder eventuell, noch schlimmer - besonders bei einem so ängstlichen Hund, durch zig Hände gewandert....
    Und nicht zuletzt hast du mit dem Hund gearbeitet, ihm damit all diese neuen Chancen gegeben!
    Hut ab davor! :gut:

    Ich diskutier mit solchen Menschens chilcht und einfach nicht mehr. Bringt weder mir noch den anderen was...:ka:
    Wenn ich grad auf ne schlagfertige Antwort komme, bekommen sie die alleridings denn doch ab und an an denKopf geworfen - von den depperten Gesichtern hab wenigstens ich was :lol:

    Das kommt sicher drauf an, was in Abgabevertrag steht (so vorhanden) und ob auch für die Behörden wie Ordungsamt (wegen Lämbelästigung) oder Veterinäramt ( wegen schlechter Tierhaltung), die ich im Zweifel einschalten würde, die Situation so beurteilen, wie ihr das tut.