Beiträge von Lucanouk

    ich würde ihn nicht nackig laufen lassen, immer ne sl dranpacken, also permanent. wenn er deinen abruf immer schlampiger ausführt, wäre das erste, was ich machen würde, dafür zu sorgen, dass er ihn immer ausführen muss - und zwar sofort. sprich: sl in die hand, abrufen und dann den abruf auch durchsetzen.

    zusätzlich dazu würde ich ein anonymes schleppleinentraining machen: also hund an der schlepp, erst mal im drei-meter-bereich und dann chaotisch laufen. pluto wird immer bestätigt, wenn er sich an dir orientiert, ansonsten: scharfe richtungswechsel und eiskalte ignoranz.

    wichtig wäre auch eine rassegerechte auslastung: vielleicht hast du die möglichkeit schleppfährten für pluto zu ziehen= er wird es dir danken.

    wenn du ihn weiter naggich laufen lässt, wird sich sein radius immer schneller vergrößern und der abruf immer schlechter werden, weil du schlicht und ergreifend nicht konsequent sein kannst.

    und das "mal hallo sagen gehen" könnte bei den passenden hunden sehr unangenehm werden.

    ich hab wirklich kein problem mit rauchern und besuche auch rauchende freunde. aber ich finde es nicht toll, wenn hunde passiv rauchen müssen. jetzt mal ganz sachlich betrachtet: wo liegt der unterschied, ob ich einen heranwachsenden menschen oder einen hund in rauchschwaden hülle? rein organisch betrachtet geschieht doch bei den beiden das gleiche: die schadstoffe setzen sich in den organen, insbesondere in den atemwegen fest und führen nachhaltig zu erkrankungen und einer beeinträchtigung der lebensqualität und lebensdauer.

    warum ist das bei hunden o.k. und bei menschen nicht?

    ps: ich rede hier nicht von hunden, die gelegentlich mal im restaurant sitzen, sondern von hunden, die dem rauch dauerhaft nicht ausweichen können.

    ich könnte mir vorstellen, dass es etwas bringt, dem hund all diese tiere in seiner welpenzeit zu zeigen, wenn man am tier an der jagdlichen impulskontrolle arbeitet, also dem welpen schon klarmacht: angucken ist erlaubt und sogar erwünscht (vorstehen fördern) und losrennen/zupacken ist ein no-go. einfach nur mit tieren zusammen zu lassen wird eher keinen effekt bringen.

    Zitat

    ...ich kann doch gegen einen angsthund nicht körperlich vorgehen...ich habe wochen gebraucht, das er meine berührungen als angenehm entfand, dieser pointer wurde misshandelt...und das sehr schwer...er ist mit narben übersäht...was meinst du würde ich ihm antun, wenn ich im training körperlich vorgehen würde...nein danke, ich fahre mit diesen konzept sehr gut...daher versuche ich alles positiv zu verknüpfen...und eben nicht zu bestrafen...vielleicht hab ich dich auch nur nicht richtig verstanden...wer weiss...

    wenn man ein sehr gutes timing hat, kann man es, auch bei einem angsthund, schaffen negative verhaltensweisen zu blocken, um dann das gewünschte verhalten zu fördern.

    das geht, wenn man es richtig macht.

    aber die gefahr hierbei fehler zu machen ist natürlich enorm groß.
    aber ich glaube wirklich, dass du mich ein bisschen missverstanden hast - ich meine keineswegs, dass dieses vorgehen der frau so o.k. war, ich hätte das ganz anders gemacht.

    aber grundsätzlich denke ich, und ich spreche da aus erfahrung, dass es durchaus situativ auch bei einem angsthund sinnvoll sein kann, körperlich zu werden. damit meine ich übrigens keine schmerzen u.ä.

    z.b. arbeitest du beim lakoko auch körperlich und diese art zu arbeiten kann hunden mit ängsten teilweise enorm helfen.

    andererseits betrachtet kann eine gezielte unterbrechung, in den momenten, in denen keine angst gezeigt wird (wie z.b. beim bellenden losschießen) auch bei einem angsthund sinnvoll sein, wenn man es kann und ein alternativverhalten aufgebaut hat.

    da hier viele fehler passieren können, sollte man im zweifelsfall die finger davon lassen.

    einfach mal eben nen schlüssel reinpfeffern kann keine adäquate lösung sein ;)

    ich denke, ihr macht das schon ganz toll :)

    warum ist es für dich so wichtig, dass grenzen eben nicht auch einmal körperlich aufgezeigt werden könnten?

    was spricht dagegen ein verhalten mit einem wirklich guten timing gezielt zu unterbrechen und danach ein alternativverhalten zu bestätigen?

    oder anders gefragt: wieso wird dieses erziehungskonzept als "rein positiv" bezeichnet? das ist es definitiv nicht.

    Zitat

    ich möchte meinen wuff rein postiv erziehen, er wurde in seiner vergangenheit gewalt ausgesetzt, und da ist eine hundetrainerin die solche vorschläge macht ( schlüsselschmeißen etc.)...ich arbeite wirklich fleissig mit raffi, damit er sein angst gegenüber fremden menschen reduziert bzw. ganz ab legt, und dann wird so was vorgeschlagen...ich bin echt sauer!!!

    mal abgesehen davon, dass die herangehensweise der trainerin wahrscheinlich nicht die richtige war. was meinst du mit "rein positiv"?