keine ahnung, wo der hin ist, mo :/ ist schon sehr lange her. ich kann ja mal suchen.
Beiträge von Lucanouk
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Seitdem ich regelmäßig BorderCollies an Schafen beobachten kann, bin ich der Meinung, das sie auf keinen Fall in private Hände gehören. Es mag Ausnahmen geben, die im Haus glücklich sind... klar, Ausnahmen bestätigen die Regel... aber wenn ich das glänzen in den Augen der hütenden Borders sehe, die Freude, mit der sie ihre Arbeit machen... und dann im Vergleich die vollkommen unterforderten Borders in meiner Umgebung...die zwar zum Teil Sport machen, dabei aber vollkommen ausrasten und hetzen... dann komme ich wieder auf den Gedanken... der gehört einfach nicht in private Hände.
Es gibt keinen schöneren Border als der, der seiner Bestimmung folgen darf.

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es gab doch mal nen fall hier im df, in dem der hovi des hauses den einbrecher an der wade festgehalten hatte. da gab es schmerzensgeld, wesenstest, maulkorb und leinenzwang.
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das wort wehrtrieb ist eine (wissenschaftlich nicht haltbare, da das triebmodell als solches wiederlegt wurde) hundesportliche bezeichung für die selbstverteidigungsaggression.
ist nicht böse gemein, aber diese ganzen triebbezeichnungen sind eigentlich nicht mehr aktuell.
ein übersteigertes wehrverhalten (bsp: ein hund greift einen menschen/einen hund sofort beschädigend an, nur weil er seine individualdistanz ohne bösen absichten unterschreitet) entspricht einer angstaggression.
nicht zu verwechseln mit einem statusbewussten angriff aufgrund einer unterschreitung der individualdistanz.
kram: wo siehst du in dem video eine selbstverteidigung?
der hund im video lässt den menschen nicht in die bude und reagiert primär auf das eindringen und erst sekundär auf den angriff ihm gegenüber: ein klares territorialverhalten.oder meintest du gebrauchshunde in einer solchen situation?
meinst du, dass diese rein aus selbsterhaltung reagieren, also im prinzip (wenn man es runterrechnet) aus angst um ihren eigenen körper?
das kommt letztendlich doch sehr auf den hund, seine anlagen, seine sozialisation und auch seine ausbildung an.
in den meisten fällen mischen sich aggressionsformen letztendlich.eventuell ist es anfangs reine angst vor dem gegner und das bedürfnis, den beiseite zu schaffen (selbstverteidigungsaggression, hundesportartig: "wehrtrieb"), vielleicht gewürzt mit einem territorialen konflikt. und dann, wenn der gegner sich umdreht und geht, kommt es (teilweise auch aus konditionierten verhaltensweisen heraus) zu teilen des beute-fang-verhaltens (packen und schütteln - in der hundesportsprache stellt das den "beutetrieb" dar).
richtig schön sehen kann man solche sequenzen übrigens, wenn man ein solches szenario im video langsam abspielt und sich auf die körpersprache konzentriert. die kann nämlich ganz toll wechseln.
wir hatten auf nem seminar mal ein video von nem hund, dem es scheißegal war, wer ihn an der leine hielt und wer ihn anfasste. man konnte ihn sogar hochheben, ohne gegenwehr. wenn sich jedoch ein mensch vor ihm bewegte, biss er mit aufgestellten ohren und erregtem blick zu, legte diese nach dem biss sofort an und bekam dabei einen sehr gestressten, glasigen blick, verbunden mit einer eher ängstlichen körpersprache. man sah deutlich, wie er gearbeitet wurde.
natürlich gibt es viele hunde, die aus reinem selbsterhaltungstrieb angreifen würden und denen die wohnung als solches total egal ist. dann ist das ziel natürlich komplett anders: "der eindringling soll weg von mir/meinem körper."
aber im endeffekt schwankt die motivation immer situativ.
erst soll der sich verpissen, dann rennt der vielleicht so schön...ZitatIch kenne mehr als einen Gebrauchshund für den der Job nach dem Trennen erledigt ist und der zum Alltagsgeschäft übergeht, da liegt auch der Unterschied zwischen einem Beutegeier und einem ernsthaften Hund.
das denke ich auch. es gibt genügend, die keinerlei aggressionen zeigen und eigentlich reines beute-fang-verhalten aufweisen. das lässt sich wunderbar an der körpersprache lesen: diese hunde werden niemals den helfer mit blicken fixieren, sondern nur auf die beute starren.
ein ernsthafter hund wird sich eher mit dem helfer beschäftigen und dabei auch durchdachter handeln.
im dienst ist ein solcher hund wahrscheinlich sehr viel brauchbarer.
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eben die motivation eines wesensfesten hsh ist es den eindringlich nicht reinzulassen, fertig. natülich gibt es immer ausnahmen, die diesen punkt überschreiten (entweder weil die nerven nicht stark genug sind, sie überfordert sind oder weil sie spaß am plattmachen haben). aber diese ausnahmen sind eher selten, für die meisten ist das thema beendet, wenn der eindringlich zurückweicht.
ich kenne übrigens nen kaukasen aus russland, der seinen menschen beschützt hat, indem er den angreifer einfach umgeschubst hatte und die pfoten auf den schultern geparkt hatte. der typ hatte keinen kratzer.
diese ansätze kann man im video auch sehr schön beobachten. der hund arbeitet tatsächlich mit den pfoten.
diese hunde lassen sich eben, wenn sie wirklich rassetypisch sind, nicht aus der ruhe bringen. die handeln sehr kopforientiert.
die motivation einiger gebrauchshunde (oder wahlweise auch terrier) wird teilweiser von starker erregung bestimmt. deshalb würden viele von ihnen in einer solche situation in ein anderes verhalten kippen, denke ich. immer, wenn viel erregung im spiel ist, wird der kopf ausgeschaltet.
und das würde in einer solchen situation böse ausgehen. denn in dem moment, in dem der einbrecher flüchtet, werden hier ganz andere funktionskreise angesprochen (beute-fang-verhalten). -
Zitat
Die Frage ist nur wäre die Szene anders verlaufen ohne Korb. Nicht wenige Hunde reagieren wenn sie greifen und schütteln können, deutlich heftiger.
Ansonsten unterscheidet genau das einen Spezialisten von einem Blümchenhund, er erledigt seinen Job mit Hirn und Herz.da hast du auch wieder recht. aber ich finde, dass gerade herdenschutzhunde sehr klar sind in solchen situationen. wenn ich mir eine solche situation mit einigen gebrauchshunden vorstelle, sieht das ganz anders aus.
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natürlich hat der hund auch gestoßen. und ohne mk wär das ganze sehr übel ausgegangen. trotz alledem hat er sofort abgelassen, wenn der "einbrecher" sich zurück gezogen hat. und das finde ich sehr souverän.
es gibt durchaus hunde, die hier die nerven verlieren würden und den menschen noch weiter verfolgen würden.
dieses richtige maß an territorialer aggression zu finden ist einfach toll und liegt herdenschutzen teilweise im blut.
"bis hierher und nicht weiter, sonst bekommst du ein problem."
das ist was anderes als: "du bist vorhanden und ich mach dich platt, egal, was passiert."
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trina, ich finds klasse, dass der gezeigte kaukase dem menschen immer wieder die möglichkeit gibt, zu gehen. ein sehr sauberes territorialverhalten.
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mopsyrüdejohnny: hecuda hat mit sicherheit nichts gegen die möpse, sondern etwas dagegen, dass man gezielt auf körperliche behinderungen hin selektiert.
hecudas aussage zeugt viel mehr von der liebe zum hund (und damit auch zum mops), als die aussage derer, die sie tätigen, indem sie solche qualzuchten auch noch unterstützen. ein hund, der weder frei atmen, noch sich adäquat ausdrücken kann, ist nun einmal in seiner lebensqualität enorm beeinträchtigt.
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birgits: ich habe mir gerade deinen link angeschaut, aber ich finde den körperbau der gezeigten tiere auch nicht unbedingt optimal.
gerade dieses möpschen hat, nach meiner ansicht, eine viel zu kurze nase und eine zu stark ausgeprägte nasenfalte: http://www.retro-mops-johannisberg.de/images/kruemeltiefschlaf-z3.jpg
ist das schon das "endergebnis" der mopszucht?