Beiträge von Lucanouk

    für mich liest sich das wie ein konflikt, den man miteinander bewältigen muss. hier musst du beweisen, dass du den längeren atem und die nötige souveränität hast ihn zu führen. ich würde in einem solchen fall über ein abbruchssignal und ein darauffolgendes alternativverhalten arbeiten und den kerl sich nicht in seine schnüffelei hineinsteigern lassen.

    wie reagiert er bei ersatzkonflikten? was passiert, wenn er etwas anderes tun möchte und du unterbrichst ihn?

    ansonsten schließe ich mich abessinerin an.

    hallo kati,

    bevor ich dir eventuell mit einem rat helfen kann, möchte ich dich gerne etwas fragen:

    Zitat

    Huhu Leute,

    Ich hab hier mal ein kleines Problemchen, und wollte ich euch um Rat bitten!

    Also wir haben einen unkastrierten Chi. Rüden (Richy), und eine unkastrierte Huskyhündin, und ab und zu ist die Unkastriete Hündin meiner Schwester da (Übrigens die Schwester von Richy)!
    Immer ist großes Tam Tam wenn eine Läufig ist, in der Zeit wenn unser Huskyhündin läufig ist, schläft sie in meinem Zimmer, und dann sitzt er immer die ganze Nacht vor meiner Tür und jammert, Jault!
    Und in der Zeit makiert er im ganzen Haus alles! Vorallem meine Tür ist am morgen immer Klatschnass.
    Makieren tut er immer nur in der Zeit wenn sie Läufig ist! Fressen tut er in der Zeit auch wenig!

    was macht ihr, wenn er alles in der wohnung markiert? wie reagiert ihr?

    Zitat

    Da wir mit unseren Hunden viel unternehmen, ist das auch immer blöd wenn eine Läufig ist, dann muss er immer Zuhause bleiben, weil er dann keine Ruhe gibt, aber es bricht mir immer das Herz ihn Zuhause zu lassen!

    Wenn wir mit ihm Unterwegs sind, lässt er auch keine "Pipi" pfütze stehn! Und er muss jeden Meter Makieren!

    wie reagiert ihr, wenn er an den pfützen schnüffelt? warum kann er nicht mit den hündinnen zusammen sein, wenn diese läufig, aber noch nicht in den stehtagen sind? die würden ihm schon erklären, was sie von seinen annäherungsversuchen halten.

    Zitat

    Ein zweites Problem ist er Jammert immer jedem Hund hinterher egal ob W oder M! Und das ist auf garkeinen Fall leises Jammern, er macht das immer ziemlich Laut, so das uns die Leute immer anschauen, so in etwas was wir mit dem Hund machen! Dabei machen wir ja nichtmal was, ich versuch immer auf ihn einzureden. Aber nichts das intressiert ihn im diesen Zeitpunkt nicht! Er hört jetzt wieder auf, wenn entweder der Hund weg ist oder er zu ihm hin kann! Denkt ihr das wäre wenn er Kastriert wird nicht mehr so?

    wenn er das bei rüden und hündinnen gleichermaßen macht, ist das höchstwahrscheinlich nicht allein hormonell zu erklären. es klingt für mich ein wenig nach einer gesamten sehr schlechten frustrationstoleranz, die wahrscheinlich nicht durch die kastration verändert wird, sondern vor allen dingen durch eure erziehung und die lösung von konflikten.

    nimm mal etwas tolles, was er haben möchte (leckeres futter, spielzeug whatever), leg es vor ihn und beleg es mit einem tabu. aktzeptiert er dieses tabu?

    wie alt ist der knirps eigentlich?#

    wie ist er sonst charakterlich gestrickt? eher unsicher oder draufgängerisch?

    Zitat

    also, dieser Chip verändert den Hormonhaushalt viel mehr. Wir haben hier nen (eigentlich lieben und ausgeglichenen) Rüden, der nen Chip engesetzt gekriegt hat und damit zum ersten Mal in seinem Leben ausgetickt ist.

    bungee, der chip zeigt, was passieren würde, wenn du den betreffenden hund kastrieren lassen würdest. hunde, die auf den chip so reagieren, wie du es beschreibst, sollten niemals kastriert werden.

    den chip kannst du entfernen, die hoden sind für immer weg.

    es gibt sicherlich zu viele hunde. aber die kastration hat enorme nebenwirkungen in bezug auf das verhalten der hunde.

    Zitat

    Ich finde nunmal, dass es dem Körper besser geht, wenn er den Hormonhaushalt selber regelt als durch externe Eingriffe.
    Deshalb entweder Kastra oder meinetwegen auch Sterilisation. (je nach Hund)

    versteh ich nicht: eine kastration ist doch wohl ein externer eingriff hoch tausend und zudem irreversibel (im gegensatz zum chip).

    bitte lies dich doch mal in die materie ein: udo gansloßer ist ne tolle lektüre zum thema. in dem buch von ihm wird die wechselwirkung der verschiedenen hormone wunderbar beschrieben.

    kastration ist alles andere als ein kleiner eingriff.

    ich kann martin rütter als hundetrainer nicht wirklich ernst nehmen. gerade dieser permanente kastrationswahn geht mir gehörig auf den zeigen, zumal eine kastration nicht nur vorteile hat, sondern bei vielen hundne zu verhaltensproblemen führen kann.

    was wirklich instanzen in sachen kynologie von ihm halten, sag ich mal besser nicht :hust:

    Zitat

    Kann ich so nicht stehen lassen. Es gibt schlicht Hunde die eben nicht den Ärmel sondern den Helfer annehmen und dieser Typ Hund wird immer egal wie sauber ich aufbaue dazu tendieren in Konfliktsituationen oder Situationen in denen der Helfer Schwäche zeigt aus dem Ärmel zu gehen und diese Hunde sind alles andere als unsauber in der Birne, diese Hunde schalten unmittelbar nach dem Trennen wieder völlig runter. Das diese Hunde keine idealen VPG-Hunde ( von Ringsport sprechen wir nicht) sind leugne ich nicht.
    Anders sind tatsächlich Hunde die mit der Arbeit am Helfer überfordert sind und aus Nervigkeit, Angstaggression nach oben gehen, was leider bei vielen Hütehunden der Fall ist.

    dem stimme ich absolut zu. ich meinte aber eher hunde, die extrem hochdrehen und dann richtung kopf hopsen und nicht ernsthafte hunde, die den helfer als bedrohung wahrnehmen und deshalb unschädlich machen wollen bzw. dachte ich, dass diese bc und pudel gemeint waren.

    das es ernsthafte, in sich ruhende hunde gibt, die helferfixiert sind, bestreitet wahrscheinlich keiner ;)

    war also n missverständnis.

    Zitat

    Genau. Hand rein, Maul auf. Dabei klemme ich ihm versehntlich die Lefzen zwischen Finger und Zähne, was natürlich gehörig wehtut.

    also wenn ich das mach, tut das nicht weh. ich kann auch einen hund notfalls auf die seite bugsieren, ohne ihm weh zu tun. warum sollte das alles weh tun??

    Zitat

    Na gut. Mein Hund frißt nen Giftköder. Zum Beispiel den von Abessinierin. Also nen Giftköder. Ich sag "Aus" mein Hund machts nicht? Was tun? Mit Leckerlis winken? Noch einpaar Giftköder auslegen um es weiter zu trainieren?

    management betrieben und dem hund das ding einfach aus der schnüss ziehen. hatte ich mit nem hühnerbein und dem herdi aus meiner gassitruppe auch. hund festhalten, kein ton sagen, ding rausziehen, halten bis er wieder cool ist, feddich - das ist souveränes handeln.
    der hat geknurrt und die zähne gefletscht. na und? kann er doch..ich hab ihn so gehalten, dass er nix ausrichten kann, ihn noch zwei sekunden fest gehalten, bis die schnute wieder glatt aussah, ins auto gesetzt und gut war es.

    ich hab nicht gemeckert, geschimpft oder sonstewas. wozu auch? um ihn auf 180 zu bringen? um ihm zu zeigen, wie unsouverän ich bin?

    und in zunkunft über tausch und signale trainieren.

    also einen labbi, einen hund mit so viel will-to-please so erziehen zu müssen ist ein echtes armutszeugnis.

    und aversiv zu arbeiten, ohne auch nur eine minimale ahnung vom aufbau verschiedener signale zu haben ebenfalls.

    ich wünsche dir von herzen einen hund, der deine unsouveräne art zurückgibt.

    Zitat

    Man muß ja auch dazu sagen, daß es nicht ohne Vorwarnung kommt. Als Beispiel würde es so ablaufen: "Sitz." "Sitz." "SItz." "SITz." "Mach Sitz." "SITZ SOFORT." Und dann zwiebelts eben.

    genau das hier ist übrigens ein sehr schönes beispiel für eine völlig falsche anwendung von aversiven methoden. der hund weiß in dem fall absolut nicht, wann die strafe erfolgt, wenn man es so schlecht aufgebaut hat.

    er weiß eigentlich gar nicht, was er machen soll.

    tut mir leid, aber mit einem so schlechten aufbau eines normalen kommandos sollte man sich niemals an aversive methoden klammern, sondern erst mal die lerngesetze und seinen hund als solches verstehen.

    wenn sich reizlage erhöht wirst du sehen, was die konsequenz ist.