ich finde auch, dass absprachen das a und o sind. ich regel die meisten sachen nicht nur mündlich, sondern auch vertraglich.
Beiträge von Lucanouk
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eine frühkastra kann infantiles verhalten und unsicherheit extrem verstärken und somit auch das "begrüßungspinkeln" verstärken, deshalb frag ich

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ist luna kastriert?
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wie alt ist luna?
bei welpen und junghunden gehört ein beschwichtigendes pinkeln teilweise noch zum begrüßungsverhalten gegenüber autoritäten.
gerade meine welpen- und junghunde in meinen gruppen pinkeln mich beispielsweise sehr häufig zur begrüßung an, begleitet von einem aufgeregten piepsen, mundwinkellecken und wildem gewedel/rumgekugel - eben das volle beschwichtigungsprogramm, welches welpentypisch absolut normal und im rahmen ist.
bei erwachsenen hunden jedoch kann es ein zeichen von angst, enormem stress oder sozialer unreife sein.viele welpen schmeißen sich ja zur begrüßung eines älteren hundes sofort auf den rücken, lecken die lefzen und zeigen eine wildes durcheinander von aktiver und passiver unterwerfung (wie tanzwichtel schon schrieb: submissives verhalten)
für einen welpen abolut normal.dieses devote verhalten als erwachsener hund hingegen wäre eher nicht normal.
natürlich ist das ein ausdruck von bewältigbarem stress, ich persönlich würde das nicht auf die box schieben, sondern ganz einfach die begrüßungssituation, wenn es sich um einen welpen handelt.
stress ist jede form von erregung - ob sie nun subjektiv positiv oder negativ erlebt wird.
stress ist aber nicht immer etwas schlimmes, es gehört zum leben dazu, diesen zu bewältigen. ich finde es zwar grundsätzlich sinnvoll, den hund erst einmal auf seinen platz zu bringen. aber ich würde das nicht mit hilfe der box machen, sondern mit hilfe eines kommandos, das vorher in ruhe geübt wird. wenn das klappt, wird die reizlage langsam hochgedreht.
bis das zuverlässig funktioniert, würde ich auch die begrüßungssituation nach draußen verlagern, damit kein malheur passiert.
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hallo jana,
ich versuch mal ein paar von deinen fragen zu beantworten.
ZitatAlles anzeigenHallo ihr Lieben,
ich habe jetzt nicht alle 90 Seiten durchgelesen und hoffe, meine Frage wurde nicht schon beantwortet, wenn doch, bitte entschuldigt.
Ich brauche aufgrund ein paar Komplikationen in meiner Schwangerschaft einen Gassigänger für Tobi, der zum Glück zwar ein recht faules Tierchen ist, dem ich Toben und sozialen Kontakt mit anderen jedoch nicht vorenthalten möchte.
In unserer Gegend gibt es verschiedenste Gassigänger, vom unbedarften Teenie bis zum professionellen Sitter ist alles dabei.
Jetzt meine Fragen an die Profis unter Euch:
1. Auf was sollte ich bei der Auswahl achten? Größe der Hundetruppe, mit denen Gassi gegangen wird? Welche Kompetenzen (sprich Erfahrungen, Ausbildungen (? gibts sowas für Gassigänger?), etc.) sollten vorhanden sein bzw sind bei Euch vorhanden?vor allen dingen auf dein bauchgefühl. wichtig ist das vertrauensverhältnis zwischen dir und dem sitter. er sollte all deine fragen fachlich kompetent und freundlich beantworten können bzw. lösungsorientiert arbeiten.
die größe der hundegruppe spielt sicherlich auch eine rolle. allerdings gibt es menschen, die schon mit einem hund überfordert sind und andere, die noch mit zwölf hunden geordnet spazieren gehen können. die ausbildung ist meiner meinung nach schon nicht unwichtig. fort- und weiterbildungen sollten definitiv vorhanden sein, wenn es nach meiner persönlichen meinung geht.2. Auf was achtet ihr bei der Auswahl? Lernt ihr die Hunde vorher bei einem gemeinsamen Gassigang mit den Besitzern kennen?
ich treff mich mit den besitzerin zu einem persönlichen gespräch. dann gehen wir entweder gemeinsam gassi oder ich lerne den hund alleine kennen. wenn ich das gefühl habe, den hund gut einschätzen und führen zu können (manchmal gehören dazu tatsächlich ein paar trainingsstunden), nehme ich ihn das erste mal mit. er wird dann erst mit jedem hund einzeln bekannt gemacht und dann in die gruppe integriert.
danach entscheidet sich, ob der hund betreut werden kann oder nicht.Tobi ist ein sehr verträglicher Hund, prollt jedoch an der Leine, Rückruf ist nicht 100% sicher und er ist teilweise etwas aufdringlich gegenüber Artgenossen. Ich habe aber auch schon einen Trainer auf Tobi schauen lassen, da wir ihn aus dem Tierschutz haben, und der sagte, Tobi ist sozial gut verträglich und passt sich im Spiel mit anderen Hunden und in der Gruppe gut an.
Ich hoffe, meine Fragen sind nicht zu blöde, eigentlich sträube ich mich auch bei dem Gedanken mein Hundekind an jemand "Fremden" abzugeben, aber ich möchte Tobi auch nicht 3 Monate nur kurze Pinkelrunden antun.
es gibt keine doofen frage, weißte doch
wenn du mir sagst, in welcher gegend du suchst, kann ich dir vielleicht jemanden empfehlen.Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe.
LG, jana+tobi
ZitatAuch würde ich niemals einen Hund ableinen, wenn man mir vorher gesagt hat ich soll es nicht.
Ich leine aber auch nicht ab wenn die Besitzer mir sagen ich könne ableinen, bevor ich ableine muss ich 100% tiges Vertrauen zum Hund haben.so mach ich das auch.
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man muss es halt absprechen. wenn mir jemand sagt, dass ein hund immer angeleint geführt werden muss, werde ich demjenigen sagen müssen, dass dies in der eingewöhnungszeit ganz klar logisch ist, aber auf dauer innerhalb der gruppe nicht machbar ist.
wenn man sich auf ein gemeinsames training richtung freilauf einigen würde, würde ich den hund unter vorbehalt in der gruppe aufnehmen. wenn das nicht ginge, muss ich ihn ablehnen.
heimlich ableinen finde ich voll daneben, den an absprachen hat man sich zu halten.
es ist halt immer eine sache der absprache.
ich habe auch einen hund in der gruppe, der beschädigend beißt.
die besitzer waren anfangs gegen einen maulkorb und wollten, dass ich diesen hund von kleinhunden fernhalte, da er diese packt und schüttelt.
ich habe mit ihnen gesprochen und ihnen auch u.a. erklärt, dass ein beschädigend beißender hund in meiner gruppe grundsätzlich mit mk gesichert laufen muss und in unserem gebiet immer mal wieder fremdhunde auftauchen. und ich habe ihnen auch erläutert, dass ich keine größenbeschränkung in meiner meute habe.es war klar, dass dieser hund nicht ohne mk mitkommen kann, ich kann weder meine gruppe, noch fremdhunde, noch mich selbst gefährden.
und nun läuft mit mk täglich mit der gruppe mit und flitzt durch den wald.
er hat sozialkontakte und jeden tag ne menge auslauf. und die besitzer sind glücklich.alles eine frage der absprache.
für meine kunden ist klar, dass...
...ihre hunde gewisse regeln innerhalb der gruppe lernen müssen, z.b. dass sie keine hündinnen bedrängen dürfen (wenn ich das nicht regel, regeln das die kerle unter sich - wär unschön :/ ), die anderen rüden nicht provozieren dürfen, nix an fremdhunden/fremden menschen zu suchen haben, keine jogger/menschen/pferde anbellen dürfen.
das ist keine fragen des wollens, sondern eine frage der sicherheit. wenn man mit ner größeren hundegruppe durch die natur stapft, kann ein fehler eines einzelnen absolut gefährlich für die gruppe/unbeteiligte werden.
...die hunde irgendwann frei mitlaufen müssen. ich hab ne relativ bombige gruppe, da muss ich meine hände frei haben. anfangs laufen neuen hunde immer angeleint, aber der freilauf ist ein wichtiges ziel. allerdings nicht ohne absprache.
...ich entscheide, ob hunde, die eigentlich frei laufen können bei mir situativ wieder an die leine/sl kommen bzw. einen mk bekommen, weil es die situation erfordert.
...die hunde ein abbruchsignal kennen lernen, was IMMER funktioniert.
...dass ich relativ streng mit der gruppe bin.
das wissen meine kunden und es ist auch klar abgesprochen und teilweise sogar vertraglich geregelt.
wer das nicht möchte, kann seinen hund nicht von mir betreuen lassen. das geht einfach nicht, da wir uns, wie gesagt, in der öffentlichkeit bewegen.Zitatund deswegen heisst sitter und nicht erzieher/trainer
najut ich bin dogwalkerin und trainerin, keine sitterin. wie gesagt: auch du erziehst die hunde, ob du willst oder nicht. was machst du, wenn du einen hund nimmst, der bei dir futter klaut/schuhe annagt/andere hunde anpöbelt/deine möbel markiert?
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Zitat
Wie ich diese Vergleiche liebe.
Wenn ich "nur" die Kinder sitte, vielleicht nicht, aber wenn sie bei mir in der Einrichtung sind,
wo ich schon einen gewissen Bildungs-und Erziehungsauftrag gegenüber Kinder und ihren Eltern
habe, dann sehr wohl. Natürlich immer sehr diplomatisch und nie belehrend.in dem moment, in dem man sich um kinder kümmert, erzieht man automatisch, ob man will oder nicht.
kind nimmt sich schokolade aus dem schrank, obwohl mama das nicht will.
wenn du das kind die schokolade nehmen lässt, lernt es, dass es alles machen kann, was es will, wenn der sitter da ist.
lernerfahrung: ich kann machen, was ich will.
wenn du hier eine grenze setzt, lernt das kind, dass auch du regeln durchsetzen kannst.
lernerfahrung: andere menschen können durchaus grenzen setzen.
in einrichtungen, wie z.b. innerhalb einer kita gibt es auch immer eigene regeln, die der jeweilige erzieher aufstellt und durchsetzen muss, denn eine kita hat auch einen bildungs- und erziehungsauftrag.
und selbst wenn ich hier keine regeln aufstellen würde (was furchtbar wäre, denn sonst gäbe es mord- und totschlag in der kita), würden die kinder eine lernerfahrung sammeln, die sie generalisieren können.
also findet wieder erziehung statt.die kinder müssen lernen, wie man sich bei tisch benimmt. die kinder müssen lernen, dass man beispielsweise hand in hand durch das wohngebiet läuft und hierbei auf die erzieherin achtet.
deswegen heißt der beruf erzieherin und nicht aufseherin.
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Zitat
grundregeln lernen die hunde aber nicht von dir sondern von den besitzern. da bin ich der meinung ist der hundesitter nicht für zuständig, es sei denn du wirst explizit danach gefragt und bezahlt.
wenn man einen hund erwischt der wenig erzogen ist und sich so schwer in die gruppe oder in meinen alltag einfügen kann, dann lehn ich ihn ab.ist doch in ordnung, dass du diese hunde ablehnst.
ich nehme auch unverträgliche und unerzogene hunde in die gruppe auf. solange ich eine beziehung mit ihnen eingehen kann und vertrauen aufbauen kann, ist der rest möglich und ich mach das sehr, sehr gern.
und deshalb lernen die hunde bei mir auch einige grundregeln, die noch in ihrem verhaltensrepertoire fehlen.
die besitzer wissen, was auf sie zukommt und ich lasse mir das nicht extra bezahlen.
ich habe einige hunde in meiner gruppe, die bei mir sehr viel mehr freiheiten haben, als zu hause.
was ist daran falsch?
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ich finde sie sehr schick

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ich müsste einen solche hund ablehnen, da ich die hunde ausschließlich in der gruppe betreue.
eine einzelbetreuung ist bei mir nicht möglich.
wenn du allerdings einen guten draht zum besitzer hast und du gute chancen siehst, den hund sicherer zu machen, spricht nichts dagegen ein offenes gespräch zu suchen, in dem man eventuell eine gute lösung für alle findet.ich bin allerdings schon der meinung, dass man das dogwalker zumindestens einen teil der erziehung mit übernimmt. schon alleine, wenn man sich mit den hunden in der öffentlichkeit bewegt, müssen die hunde zwangsläufig einige grundregeln erlernen (wie man sich z.b. innerhalb der gruppe benimmt, einen guten abruf bzw. ein gutes stop-kommando, eine gute freifolge, die ablage vor fremdhunden, ein vernüftiger umgang mit wild, joggern, pferden, fremdhunden whatever...).
man kann eigentlich kaum eine beziehung zu einem lebewesen eingehen, ohne es zu formen. das geht eigentlich gar nicht. es sei denn, man betreut hunde innerhalb einer pension, ohne, dass man mit ihnen interagiert.
und selbst dann "manipuliert" man sie.