Beiträge von Lucanouk

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    Josh ist schon ein krasser Härtefall, der beißt Menschen blutig!

    ich finde man muss das immer situativ betrachten.

    der hund im video beißt nicht grundlos, der hat absolute panik, weil er nicht gelernt hat, dass haareschneiden für ihn ungefährlich ist. natürlich tut haare schneiden nicht weh, aber das kann der hund nicht wahrnehmen, da er saumäßige panik hat.

    ich persönlich würde diesem hund erst einmal ruhig verklickern, dass haareschneiden nicht weh tut. und das geht mit viel ruhe, geduld und motivation/bestätigung.

    in diesen momenten so wie er vorzugehen zeugt von wenig einfühlungsvermögen in das wesen des hundes.

    würdest du einige hunde, die ich kenne, so dermaßen in die enge treiben, wie c.m. im video würden die morden und nicht nur schnappen. und das meine ich ganz ernst.

    stell dir mal vor, du hättest absolute panik vor irgendetwas, nehmen wir mal spinnen und da würde ein fremder typ kommen, dich festschnallen und dir tausend spinnen über den körper rasen lassen: würdest du dich nicht wehren?

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    Ich möchte bitte nicht falsch verstanden werden. Dieser Hund in dem Video ist für mich ein Problemhund, denn er tackert aus Aggressionen raus und das bestimmt nicht ohne Absicht. Für mich sieht das nicht einem Versehen aus.

    es ist definitiv kein versehen, er wehrt sich. doch schau mal, WARUM dieser hund tackert bzw. tackern MUSS.

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    Jetzt bitte nicht kleinlich werden. Ich denke schon, dass ihr versteht was ich damit meine. Ich finde nur ein Hund wird nicht erst dann zum Problemfall, wenn er einem Menschen das ganze Bein abbeißt.

    du, das finde ich auch nicht. doch ich finde, dass man immer die situation betrachten sollte, in der der hund gebissen hat - ganz egal, wie heftig er zugebissen hat.

    würde dieser hund rumrennen und einfach so zubeißen, würde ich das ganz anders betrachten, als wenn der hund sich wehrt.

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    Was hast du dann geamcht, als er gezielt gebissen hat?
    Vielleicht seh ich ja auch Josh viel zu eng. Der arme kleine Hund, soll er ruhig beißen. Ist ja kein Problem. Es wundert mich wirklich, dass ein solches Verhalten einens Hundes für euch so normal oder als nicht so schlimm gewertet wird.

    keiner von uns würde es einfach hinnehmen, wenn ein hund beißt. jeder von uns würde daran arbeiten, dass das nicht noch einmal vorkommt. in diesem fall würde ich als hundehalter dem hund auf eine nette art und weise zeigen, dass er mir vertrauen kann. und natürlich würde ich als trainer die hundehalter in der führung ihres hundes anleiten.

    ich finde, eva hat das auch sehr schön beschrieben:

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    Das, was das Tier gegenüber seinen Rudelmitgliedern tut, ist mit Sicherheit nicht nur Angst - da geb ich dir Recht. Aber mit Unsicherheit hat letzendlich auch das "dominante" Verhalten wie wegknurren, Privilegien einfordern und Ungehormsam zu tun. Der kleine Kerl reißt Kompetenzbereiche an sich, die definitiv nicht seine sein sollten, weil er sich, weil ihm seine Halter nicht im mindesten signalisieren, dass sie eine souveräne Führung bieten können (das sagt, wenn ich mich richtig erinnere Cesar übrigens anfangs auch deutlich). Und genau eine solche souveräne Führung brauchen gerade unsichere Hunde und solche, die zum kontrollieren neigen, weil sie sich sonst "gezwungen sehen" Führungsrollen zu übernehmen, die sie dann maßlos überfordern.
    Hier wäre angesagt das Verhalten der Besitzer zu verändern, so dass sie dem Hund die benötigte Sicherheit bieten können und dieser sich "entspannt zurück lehnen" und ihnen die Führung über lassen kann (und will).
    Vor dem Grooming (und mit Sicherheit auch vorm Kontrollverlust) hat er allerdings definitiv panische Angst und dreht völlig frei. Auch hier wäre sicher viel damit gewonnen, wenn der Hund eine Besitzerin hätte, die ihm Sicherheit und Souveränität vermitteln würde - aber trotzdem ist in einem solchen Fall der in meinen Augen einzig richtige Weg, das groomen völlig neu zu konditionieren und/oder in kleinen Schritten desensibilisierend einzuwirken.
    Was wäre denn, wenn es nun ein Hund wäre, der bei Angst nicht "nach vorn" regelt, sondern defensiv zittern in sich zusammen sackt? Wär es da in deinen Augen in Ordnung ihn das groomen aufzuzwingen, auch wenn er vor Angst schon unter sich pinkelt?
    Es gibt eben solche und solche Typen - die einen sind offensiver Natur - die gehen bei Angst präventiv in den Angriff und defensive Typen, die ziehen sich "in sich" zurück. Aber auch wenn ein Hund als Reaktion auf seine Angst eine Aggression zeigt (weil er nach seinem/seiner Wesen/Sozailisation her eben gar nicht anders kann) hat er es doch trotzdem verdient, dass ihm seine Ängste genommen werden und er nicht einfach nur mit Gewalt gezwungen wird diese zu ertragen....

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    In dieser Situation würde ich den Haltern klar machen, dass allein ein anderes Verhalten im Alltag mit dem Hund (souveräne Führung im Sinne von klaren Regeln, ruhiger Konsequenz, Verständnis für und Befriedigung der Bedürfnisse des Hundes) eine nachhaltige Besserung seines Verhaltens nach sich ziehen kann.
    Ferner würde ich (wie schon erwähnt) kleinschrittig Gegenkonditionieren und Desensibilsieren. Sowas braucht aber eben viel Zeit für's Training (und die hat man - Haare schneiden ist nun nichts, was irgendwie besonders schädlich ist, wenn es für einige Monate nicht geschieht), Ruhe, Geduld und Einfühlungsvermögen und ist nicht mal eben mit einem Besuch eines sogenannten Hundeflüsterers getan.

    heirateste mich jetzt, eva??? du bist wirklich klasse!!

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    Das ist eine ernstgemeinte Fragen die mich wirklich interessiert.
    Der Hund kam ja schon mit einem solchen Aggressionspontential zu der Frau. Mag sein, dass der Hund durch "Falsche" Erziehung noch noch mehr bestärkt wurden. Dennoch frage ich mich, ob so ein Hund bei einer kleinschrittigen Gegenkonditionieren oder Desensibilsieren, wie Brazzi es vorschlägt, überhaupt mitmacht, oder gleich dicht macht.

    ich kann dir aus erfahrung sagen, dass das wunderbar funktioniert, gerade, wenn es um angst geht :)

    beim cushing werden die hunde eher dick, dragon.
    sie haben zwar vermehrten appetit, aber sie werden eigentlich nicht dürr, sondern legen zu.
    der vermehrte appetit ist bei janosch ja nicht völlig "unbegründet", der rüde verstoffwechselt anscheinend falsch, da er saudürr ist. das passt gar nicht zum cushing, da nehmen die hunde ratzefatz zu. passt eigentlich nicht so. aber trotzdem danke, dass du helfen möchtest, anna :)

    aber bei addison hätte er keinen appetit. und er wäre er schon längst tot, das das vollständige fehlen von cortisol zur addison-krise führen würde. die symptomatik passt auch nicht ganz richtig, da ein addison-hund eher ruhig, lethagisch, untertemperiert und futterunlustig wäre. ich hatte das thema gerade bei nem hund einer freundin.

    dank, dass ihr helfen wollt. vielleicht fällt euch ja noch etwas ein, was wir nicht auf dem schirm haben.

    kurz OT: getestet wird auf epilepsie (anfälle), schilddrüse (nicht ansprechbar unter erhöhten reizen, fellstörungen u.a. an den ohren, liegeschwielen, extreme hibbeligkeit, konzentrationsstörungen, t4 im unteren referenzbereich, andere werte aber voll o.k.), herzprobs (er hat rhythmusstörungen, ist nicht belastbar, hechelt enorm viel) und probleme mit der bauchspeicheldrüse (ca. 10 kg zu wenig auf den rippen, dauerhunger, aber kein durchfall), sowie leider auch auf krebs.

    es ist ein wundervoller labbi-molossermix, der leider zarte 36 kg statt 45 auf die waage bringt und seine wirklich tolle besitzerin, die ihn vor drei monaten aus dem tierheim geholt hat in den wahnsinn treibt, weil sie sich extreme sorgen macht. wer mich kennt, weiß, dass ich die meisten hunde zu dick finde. wenn ich mal sage, dass einer dünn ist, ist das eher dürre. wer noch anregungen hat, bitte per pn, ich will den thread ja nicht komplett sprengen :) vielen dank.

    einfach nur albern, hab selten so einen blödsinn gesehen...der guten frau würde ich ganz gerne den futteraggressiven hund aus meinem einzeltraining zeigen, der vor lauter hunger metalldosen verschluckt (wir forschen gerade wie verrückt nach den gesundheitlichen ursachen, denn der arme kerl ist leider bis auf die knochen abgemagert und keiner weiß warum). der würde einem tatsächlich für eine leere hundefutterdose in den arm gehen. und trotzdem ist auch er kein böser red-zone-dog.

    haha dogwhisperergermany...nee, ich könnt mich kringeln, wenn es nur nicht so traurig wäre, dass solche leute an hunden herumfummeln.