Beiträge von Lucanouk

    ich hab nen ford mondeo, in dem sich 4 boxen befinden und einen hundeanhänger, in dem ebenfalls noch einmal vier boxen sind.

    bei mir sitzen alle hunde einzeln in ihren boxen, es sei denn, sie kennen sich wirklich sehr gut (leben z.b. zusammen) und mögen das kontaktliegen sehr (z.b. die zwei von lenniewish).

    ich nehme allerdings allerhöchstens zehn hunde in meine gruppe (inklusive der eigenen).

    ich finde laynia hat es super ausgedrückt: labradore sind, aufgrund ihrer unempfindlichkeit gegenüber menschlichen einwirkungen (mal nett ausgedrückt) und ihres übertriebenes optimismus sehr gute familienhunde, wenn sie gut erzogen werden.

    diese übertriebenes freundlichkeit, sowie die unempfindlichkeit sind allerdings eigenschaften mit zwei seiten.

    freundlichkeit kippt gerne in absolute distanzlosigkeit, unempfindlich gegenüber kindlichen versehentlichen fußtritten geht eben auch mit gerne mal mit ner guten portion sturheit gegenüber erzieherischen einwirkungen einher.

    ich finde auch, dass labrador retriever sehr unterschiedliche verhaltensausprägungen haben, was die geschlechter betrifft.

    während hündinnen sehr häufig sehr devot, ruhig bis teilweise sogar unsicher auftreten sind rüden gerne mal sehr aktive rambotypen mit machoallüren, die viel auslastung benötigen und einer sehr stark entwickelten sexualität.
    durch die labbitypische distanzlosigkeit holen die sich auch mal ganz gerne ne blutige nase bei anderen hunden.

    labradorhündinnen empfinde ich persönlich als leicht erziehbar mit einem hang zur trantütigkeit, rüden hingegen können schon eher schwieriger sein. natürlich hängt der charakter eines hundes auch sehr stark vom einzelfall ab, aber so erlebe ich diese rasse im großen und ganzen.

    die showlinie allerdings lässt nur noch sehr wenig jagdliche charakterzüge vermuten, es gibt bei ihnen keine arbeitsprüfungen mehr, im gegensatz zur arbeitslinie. natürlich gibt es auch showlinien, die wild hinterherrennen, aber das machen auch viele andere hunde und hat in meinen augen nix mit echtem jagdverhalten zu tun.

    wer schon einmal deutsch drahthaar, beagle und co in action erlebt hat, weiß, was ich meine.

    und auch die arbeitslinie ist, im gegensatz zu zu vorstehern/terriern und co, ein apportierhund und kein vollgebrauchshund, sondern eher ein jagdhelfer, der wild apportieren sollte und nicht unbedingt stellen, hetzen oder töten.

    ich kenne einige labradore, die absolut wesensfest und durch nichts aus der ruhe zu bringen sind. die sind aber auch allesamt aus wirklich guten zuchten und genau dort sollte man sich seinen labbi holen (nicht irgendwo in irgendwelchen kleinanzeigen).

    es sind allerdings keine arbeitslinien, sondern showlinien bzw. dual purpose.
    ich kenne einige führhunde und der labbi ist genau in diesme bereich absolut beliebt, weil er, wenn er aus gutem hause kommt, ein nervenstarker, wesensfester hund ist.

    und diese hunde würde ich persönlich uneingeschränkt als familienhund empfehlen.

    Zitat

    Da werden wie im Buch beschrieben zwischen drei und fünf Geruchsartikel in kurzen Abständen hintereinander gelegt und der Hund wird drüber geführt. Fast alle Hunde fangen direkt an sich zu dem nächsten Geruchsträger zu suchen und so dann auch zur Versteckperson. Erst dort gibt es direkt die Belohnung. Dabei wird wahnsinnig viel Wert auf einen entspannten, ruhigen und konzentrierten Start gelegt. Hätten wir das bei meinem mit einer wegrennenden Person gemacht hätte ich a) einen Hund der gar nicht sucht, sondern nur hinter stürmt und b) würden wir vll. gar nicht mehr Trailen können weil er so massivst auf 180 ist.

    Man wird vor allem überrascht sein wie platt und ausgelastet der Hund nach zwei bis drei solch kleiner Trails anfangs doch ist!


    genauso haben wir auch aufgebaut und es klappt hervorragend.

    Zitat

    Daher schrieb ich ja, je nach Hund. Meiner braucht das auch nicht, der muss eher Ruhe haben, aber auch das klappt so man muss eben dann ruhiger machen und den Hund nicht so sehr animieren.
    Aber da gibt es ja, je nach Hund verschiedene Methoden und ein guter Trainer benutzt die die fuer den jeweiligen Hund am angemessensten ist.

    es geht nicht nur um ruhe, sondern auch eben um den fokus auf der spur. viele hunde, die auf sicht aufgebaut werden kombinieren sich über frischwitterung/bodenverletzungen zum helfer hin. und genau das wird vermieden, wenn man von anfang an über die spur komplett ohne sichtkontakt aufbaut.

    das buch heißt "mantrailing" von alexandra grunwo und rowena langkau. ich kann ich wärmstens die seminare von lydia borgers empfehlen. durch sie habe ich das trailen noch einmal ganz anders entdeckt.

    ich mach es ähnlich wie murmelchen. ein bisschen anders schon: ich habe den hund angeleint neben mir, bleibe stehen. wenn der hund steht, bestätige ich den hund (geht auch mit nem clicker, ich mach das mit stimme und leckerlie).wenn der hund relativ zuverlässig steht, kommt mein kommando hinzu, dann wird das ganze an der sl ausgearbeitet.

    wir trailen auch und ich kann nur sagen, dass es sehr viel spaß macht und für den hund eine geniale auslastung ist. ich gebe allen vorschreibern recht: du wirst überrascht sein, was dein hund alles leisten kann.

    allerdings finde ich diesen aufbau, hier von zossel beschrieben, für trailer nicht sehr günstig:

    Zitat

    Bei uns rennt die ZP am Anfang weg, je nachdem wie der Hund drauf ist mit mehr oder weniger Gekreische und Gehopse.
    Dann bekommt der Hund den GA. Irgendwann verknuepft er das und die ZP geht ohne Verabschiedung weg. Er weiss dann was er suchen muss.
    Das geht meistens schon nach wenigen Malen.

    viele hunde hibbeln durch einen solchen aufbau am start sehr heftig und lernen erst sehr spät, der spur zu folgen. hätte ich z.b. luca so aufgebaut, hätte ich jetzt einen stürmer par excellence. so unterstützt man sehr schnell stürmer und kombinierer und arbeitet keine spurtreuen hunde heraus. im k9-trailbuch wird ein aufbau beschrieben, der meiner meinung nach, sehr viel günstiger ist, da kommen die hunde über die geruchsartikel selbst an, was beim trailen relativ wichtig ist.