Beiträge von Lucanouk

    ich denke, dass das "bringen" nur geht, wenn es eine klare struktur innerhalb der gruppe gibt, in der der bringende/eingrenzende hund den ton angibt und die anderen eher devot und freundlich veranlagt sind. der einzige hund aus meiner gruppe, der sich "bringen" lassen würde, wär wohl der alberne boxerclown. der rest würde hier sehr schnell klartext reden.

    aber wenn man die gruppe so zusammenstellt, dass das funktioniert ist es doch o.k.

    Zitat

    Kann ich so nicht unterschreiben. Es gibt Hunde, die mit "Billigfutter" gar keine Probleme haben. Ich hab meinem Hund Orijen gefüttert, ein teures Premiumfutter, das von allen hier angepriesen wurde, und mein Hund hat davon gepupst und das nicht zu knapp, er hat geschuppt, Haare verloren, er hat am Hintern eine richtige kahle Stelle gekriegt, die erst nach der Futterumstellung wieder zugewachsen ist, er hat gestunken wie ein nasser Hund aus dem Moor, und zwar so heftig, dass es unangenehm war, sobald er zum Beispiel bei einem unterm Tisch lag und er hat eine heftige Ohrenentzündung gekriegt. Er hat das Futter einfach nicht vertragen und wir probieren nun andere Marken aus. Immer nur stumpf zu sagen, hochwertig wäre gleich gut, ist falsch.

    das wundert mich gar nicht bei dem hohen proteingehalt im orijen. wenn die haut nicht reagiert, machen es halt die nieren. ich empfinde dieses futter als sehr, sehr ungesund, weil es dauerhaft zu viele proteine zuführt.

    also wegen kleinkram wie hundehaufen, hunde ohne leine etc. pp. zum oa zu rennen finde ich ziemlich daneben. was soll das bringen? warum tut man so etwas?

    auch wenn es zu heftigen beißvorfällen kommt: solange der hh danach und dabei verantwortungsvoll und reif handelt (sofort eingreift, sich entschuldigt, die tierarztkosten trägt, sich nach dem geschädigten hund/menschen erkundigt, seinen hund zukünftig besser sicher etc. pp.) würde ich niemals auf die idee kommen, das oa zu informieren, selbst wenn es sich um einen unfall mit todesfolge handeln würde. selbst wenn ich gebissen werden sollte, entscheidet das verhalten des hundehalters darüber, ob ich ihn beim oa melde oder nicht. wenn derjenige den vorfall bedauert, hilfsbereit ist und im nachgang verantwortungsvoll handelt (seinen hund in zukunft besser sichert und aufpasst), würde ich nicht einmal dem behandelnden arzt den namen des hh sagen, selbst wenn der beißvorfall nicht von mir verschuldet war.

    was anderes wär es, wenn es zu schlimmen vorfällen käme, in denen jemand verletzt werden würde und der täter/hh uneinsichtig wär, wie in den von euch geschilderten fällen (also einfach abhauen würde, sich nicht kümmert, die tierarztkosten verweigert, keine kontaktdaten rausrückt usw. usf.) oder bei wiederholungstätern, die sich zwar immer entschuldigen, aber einfach nie aus ihren fehlern lernen (ihren hund trotz beißvorfällen und ungehorsam einfach weiterhin ungesichert freilaufen lassen, ihren hund andauernd auf die straße rennen lassen etc.). dann wäre so ein gang schon eher angebracht, weil man damit schlimmeres verhindern kann.

    aber wegen ein paar kackhaufen oder nervigen freilaufenden hunden?????

    Zitat

    Ich will gar nicht soviel schreiben, nur an dieser Stelle, weil es oft missverstanden wird: Charlie unterwirft sich nicht. Wenn er sich wirklich und ehrlich unterwerfen würde, dann würde er still liegen bleiben, den Kopf abwenden und auch noch ruhig (!!!) liegen, wenn der andere Hund sich entfernt. Ich denke, Charlie hat bereits gelernt, dass dieses Verhalten von Euch akzeptiert wird und der alte Rüde ist damit überfordert. Bei der Rassemischung ist das auch so zu erwarten und es bedarf der Führung durch den Menschen.

    Sucht Euch einen Trainer, der nach Hause kommt bevor der junge Macker das Spiel herumdreht und richtig die Sau rauslässt.

    Viele Grüße
    Corinna

    ein sehr wichtiger hinweis, corinna :gut: . gerade sehr statusbewusste hunde verlangen gut und gerne mal ein sauberes unterwerfen, das nur vom dominanten part aufgelöst wird. häufig hört man dann: "mein hund lag schon unten und hat gezappelt und geschrien, aber der andere hat einfach weiter auf ihn eingedroschen...dabei hat er sich doch unterworfen!"
    solange gezappelt, gewurschtelt oder geflüchtet wird, kann man nicht von einer sauberen passiven unterwerfung sprechen.
    mein rüde z.b. kann mit einem so unklaren verhalten auch nichts anfangen und würde einen konflikt, wenn der andere sich so verhalten würde, wie du das beschrieben hast, niemals als gelöst ansehen.

    da der alte rüde nicht in beschädigungsabsicht auf den jungen kerl losgeht, gehe ich davon aus, dass eine saubere unterwerfung ausreichen würde, um die situation aufzulösen.

    ich würde gucken, wie die aggressionen entstehen. sind es wirklich sozialmotivierte aggressionen, würde ich das regeln und allen hunden klarmachen, dass ich immernoch über mich selbst verfügen kann. geht es um die stellung innerhalb der gruppe würde ich balu schon zugestehen, kurz klartext zu reden, wenn es angebracht ist. aber verfolgen wäre bei mir ein no-go, genausowenig wie attacken, weil der andere gerade irgendwo rumliegt. was ich machen würde? ich würde ein abbruchsignal einsetzen und das verhalten konsequent abbrechen. wie der abbruch aussieht, hängt von der situation ab.

    ich finde, man sieht bei anne krüger sehr gut, warum border collies aus arbeitslinien einfach nix in den händen von otto-normal-hundehaltern/hundesportlern ohne hütemöglichkeiten zu suchen haben...wahnsinn, was diese tiere leisten können. ich frage mich immer wieder, warum einige leute denken, dass agility auch nur ansatzweise den anlagen dieser wundervollen hunde entspricht.