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Beiträge von Lucanouk
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respektlos würde ich einen solchen hund nicht unbedingt nennen. eventuell kann er sich schlecht kontrollieren, hat hunger leiden müssen, hat ein schlecht funktionierendes cortisolsystem usw. usf. aber ich gebe dir recht: daran sollte man definitiv arbeiten, denn jeder hund kann es lernen, sich zu beherrschen.
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Zitat
Ist lustig, ich mache mir gerade Gedanken über genau das. Mit meiner Maus brauch ich das kaum, aber wenn hier ein (zu erwartender) Jäger einzieht, werde ich daran arbeiten müssen. Und ich habe absolut keine "Lust" (Lust heisst, ich glaube nicht so sehr an den Erfolg), mit Schleppleine zu arbeiten. Da kommt das Thema wie gerufen für mich.
Wie würdest Du, Lucanouk, das aufbauen, anstatt mit den Schläuchen?
im detail kann ich das hier natürlich schlecht beschreiben, hängt ja immer vom hund ab...reden wir hier von nem sichtjäger, von nem nasenjäger oder einem, der alles nutzt? geht es um schweißhunde, hetzende hunde, vorsteher, allrounder, terrier?
wie ist der charakter des hundes?wenn es sich z.b. um einen allgemein sehr selbstständigen hund handelt, würde erst einmal mit hilfe der sl ein orientierungstraining beginnen. hiermit würde ich auch den radius des hundes begrenzen. jeder blick zu mir, jedes stehenbleiben, jeder blick in den wald wird hoch belohnt.
zusätzlich dazu würde ich die jagdlichen fähigkeiten des hundes unter signalkontrolle in ersatzbeschäftigungen kanalisieren.
ein funktionierender grundgehorsam und abrufbarkeit in allen situationen ist die grundvorraussetzung für die kontrolle am wild.um diese kontrolle zu erlangen würde ich ein klares stop-/downsignal erarbeiten (das eine tolle belohnung verspricht) bzw. je nach hund auch einen bombenfesten abruf erarbeiten.
manche hunde können lernen durchzustehen, manche müssen liegen, einige müssen abgerufen werden.
ein stopsignal lässt sich wunderbar an der sl erarbeiten und an der reizangel/hasenzugmaschine etc. pp. festigen.
ist das signal verstanden worden, kann es sein, dass man es in irgendeiner form absichern müsste. wie das geschehen müsste, hängt natürlich vom hund ab.die anzeige von wild hoch belohnt, das hinterhetzen würde ich mittels signal und einer für den hund unangenehmen konsequenz aversiv unterbinden, anfangs an der sl.
falls die frage kommt: was für den jeweiligen hund aversiv bedeutet ist sehr vielfältig.
wie das alles im detail aussieht, hängt vom hund, seiner motivation, vom besitzer und dem umfeld ab.
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der radius an sich, als kurzzeitlösung ist o.k. nur der aufbau gefällt mir nicht. ein kurzes meideverhalten ist auch völlig legitim und gehört zum sozialen lernen dazu. dauermeideverhalten und erlernte hilflosigkeit hingegen sind für mich nicht o.k..
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windigelola: in einem rudel teilt keiner das futter ein, da bist du falsch informiert. es wird gemeinsam gejagd, jeder reißt sich ein stück raus und verzieht sich damit. jeder, auch der letzte lumpi im sozialverband, hat das recht, sein futter zu verteidigen. die annahme, dass es eine futterrangordnung gäbe ist aus studien an gehegewölfen entnommen. gehegewölfe leben leben im dauerstress und bilden kein richtiges rudel, sondern eher eine hackodnung, weil sien ihre natürlichen verhaltensweisen nicht ausleben können.
mal abgesehen davon, dass ein richtiges wolfsrudel gewachsen ist, also aus eltern und kindern bestehen und somit mit dem sozialverband zwischen mensch und hund wenig zu tun haben. mehr infos über wölfe und deren sozialverhalten findest du z.b. bei günther bloch und elli radinger.dein hund hat sich unterworfen, weil er als podencomix eben einer gruppe von eher submissiv angelegten hunden angehört. das gleiche hättest du mit meinem malimix nicht machen können bzw. wärst du mit deiner vorgehensweise damit im krankenhaus gelandet. ich kann ihm trotzdem alles abnehmen, weil er ein "aus"-signal kennt und dieses immer befolgt. das hat er komplett über das tauschen von nahrung erlernt.
an yane: stress bei kausachen hat nicht immer etwas mit der beziehung zwischen hund und halter zu tun und gerade die impulskontrolle am napf würde ich persönlich nicht dafür verantwortlich machen. es gibt hunde, die gegentisch futteraggressiver sind als andere (deutsch drahthaar, weimi und co) und hunde, die frühkindliche negative erfahrungen in bezug auf das thema gemacht haben. so etwa sitzt oft sehr tief und ist auch nach einem halterwechsel jahrelang zu merken (sprich hier mal mit den leuten der jagdhundehilfe - die können dir hier einige geschichten von wemis erzählen, die menschen wegen einem krümchen brot an die wand gestellt haben.), ehemalige straßenhunde haben hier beispielsweise auch verschiedene baustellen.
eisvogel: ich würde das thema über das tauschen bzw. zufüttern bearbeiten. sprich: hund kaut, du kommst näher und es fliegt ihm noch etwas leckeres im vorbeilaufen in die schnute. wenn du das häufig machst, wird er schon entspannter werden. nebenbei würde ich mit geringwertigen kauartikeln ein "aus"-signal über das tauschen (anfangs "schlecht gegen super" bis hin zu "super gegen normal")erarbeiten.
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damit hätte ich persönlich gar kein problem. neue gassihunde dürfen z.b. auch erst einmal mit mir mitgehen und mehr nicht (na, atmen vielleicht).
aber dann bitte verbunden mit einem klaren signal, z.b. einer leinenführigkeitsübung, in der der hund erst einmal lernt, den radius einzuhalten. dann das ganze mit schleppleine und schließlich ohne. signal "ran" beibringen und, wenn das signal verstanden wurde, eben ein übertreten des signals sanktionieren.
also erst einmal erklären und dann grenzen aufzeigen. das finde ich fair.
nicht, wie bei der beschriebenen methode, einfach nur etwas sanktionieren, was man dem hund noch nicht einmal erklärt hat...das ist für mich der entscheidende unterschied. die methode funktioniert durch flächendeckende verunsicherung und das ist das, was mir nicht gefällt.
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achso: mal signalorientiert (z.b. "ran") nen kurzen radius einhalten zu müssen und diesen, wenn er positiv beigebracht wurde, auch mal als "muss" durchzusetzen, finde ich wiederum absolut o.k. als dauerzustand fände ich das absolut nicht hundegerecht.
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ich denke mal, dass es gerade mit windigen aufgrund ihrer sensibilität so gut "funktioniert" :/ man sieht dann schnelle erfolge. doch was im hund vorgeht, wird nicht gesehen.
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einen 3-m-radius dauerhaft einhalten zu müssen finde ich absolut nicht artgerecht. ich persönlich hab nix gegen das schmeißen an sich, wenn es zu einem abbruchsignal gehört, weil der hund beispielsweise nicht auf ein signal, das er kennt und auch positiv verknüpft hat, nicht reagiert.
aber den hund dauerhaft zu verunsichern, indem man eine für den hund erst einmal nicht klare grenze von 3 metern zieht und den hund jedesmal ins meiden bringt (erlernte hilflosigkeit), wenn er diese übertritt, ohne ihm vorher konstruktiv zu sagen, was er tun soll, finde ich daneben. da sind mir sogar methoden lieber, in denen stärker aversiv gearbeitet wird, aber dafür über ein sauberes signal existiert, bei dem der hund weiß, was er zu tun hat und nicht nur, was er zu lassen hat.
jäger beispielsweise erarbeiten sich ein down (teilweise sogar mit clicker und so) und viele von ihnen sichern dies mit nicht unbedingt tierschutzkonformen methoden ab.
ich persönlich finde das fairer, als das gezische und geschmeiße, da die hunde ein klares signal haben, was sie befolgen müssen und eben auch die reaktion berechenbar wird. sie fallen nicht in eine erlernte hilflosigkeit, weil sie gelernt haben, dass sie eben down machen müssen, egal was kommt und dann ist die welt o.k.
und das wichtigste: sie dürfen sich ansonsten frei bewegen.in einem radius von 3 metern kann sich kein hund der welt artgerecht bewegen.
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ich hab nen klimatisierten ford mondeo und nen hundeanhänger. trotz klima ist es im hänger viel kühler als im auto, den kann ich nur weiterempfehlen.