Beiträge von Lucanouk

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    Damit hätte ich auch kein Problem, aber Hand aufs Herz, wann sieht die denn so aus? Meist stimmen doch weder Timing noch Intensität.....

    Und bei manchen Welpen ist auch einfach nicht zielführend, körperlich zu werden, zumindest in gewissen situationen nicht.

    ich geb dir absolut recht. aber deshalb pauschalaussagen, wie "der arme hund fürchtet um sein leben" zu machen, finde ich doch eher blöd.

    ich bin auch, genau wie nighstalcer, der meinung, dass man sich gründlichst über die rassespezifischen besonderheiten eines jeden hundes informieren und sich fragen sollte, ob man ihnen gerecht werden kann. hinzu kommen natürlich die individuellen charakterzüge, bei denen man genauer hinsehen sollte, ob sie zu einem selbst passen.

    bestimmte spezialisten, wie beispielsweise den bodercollie, möchte ich nicht ohne schafe sehen, es sei denn es handelt sich um ein absolutes ausnahmeexemplar.

    ein schwieriges thema...eine blinde freundin von mir sagte letztens (ein berühmtes zitat, von wem weiß ich nicht):

    "blind sein trennt dich von den dingen, taub sein trennt dich von den menschen."

    ob das wirklich so ist? schwer zu sagen. wenn jemand von geburt an blind und taub ist, ist das ja seine ganz normale realität. taub-blinde menschen beispielsweise können sich durch lormen verständlich machen und somit mit der außenwelt kommunizieren, allerdings nur mit denen, die des lormens mächtig sind - und das sind im zweifelsfall therapeuten, pfleger und familie. ob das ausreicht? das kann man sicherlich niemals allgemein gültig beantworten. doch gerade bei hunden gibt es ja immernoch ein ganz besonderes sinnesorgan, welches im zweifelsfall viele andere funktionen ausgleichen kann: die nase. und die kann einem solchen hund ein fast normales leben ermöglichen. mit anderen dürfte ein solcher hund irgendwie schon klarkommen. man könnte sicherlich auch signale durch gerüche konditionieren, so dass man mit einem solchen hund irgendwie kommunizieren kann.

    ich würde in einem so sozialen lernprozeß, im gegensatz zu anderen dingen, eher nicht mit futter bestätigen, sondern mit dem, was der hund eigentlich wollte: nämlich spiel. runterfahren lassen und wieder ins spiel gehen, aber nur so lange, wie der hund sich beherrscht. wenn es zu arg wird: kurze spielpause (mit "au" weggehen/ den hund kurz und ruhig festhalten - wichtig: er darf nicht wieder losdüsen, solange er hampelt/ hausleine an die wand klicken etc. pp.) und wenn alles cool ist, geht es weiter.

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    Zu der Frage, wieviel Zeit nach dem Wegtreiben bis zur Einladung verstreichen soll: Lt. meinem Trainer soll ich meinen Hund noch gut 10-15 Sekunden lang mit Blicken dort festhalten (er wird bei Leinenaggro mittels Schreckreiz und Körpersprache von mir weggetrieben, soweit es die Leine zulässt (natürlich auch vom Fremdhund wegtreiben) und dann blicklich fixiert und dann drehe ich mich ein, gehe leicht in die Knie und bietet die Einladung an meine Seite an.

    hallo night,

    diese art zu arbeiten hat bei meinem rüden damals (ist schon ne ganze weile her) zu stressbedingtem übersprungsbeißen geführt. wenn es für euch passt, ist es o.k. ich persönlich würde es nicht unbedingt empfehlen, wenn man einen hund führt, der in hohen erregungslagen in die aggression kippt.