Beiträge von Lucanouk

    das war auch so nicht gemeint...auch bei konsequenten menschen testen einige hunde immer wieder aus, gerade, wenn sie noch jung sind und bestimmten hundetypen angehören. aber wenn hier die antowrt immer wieder ganz konsequent und klar "du kommst trotzdem zu mir und bei mir isset cool" ist, wird das austesten immer weniger werden.

    wenn man hier nicht konsequent ist, werden sie ein leben lang so sein.

    Zitat

    Weil sie den Besitzer nicht für voll nehmen? Das seh ich bei Diego öfter. Bei Menschen, die konsequent auftreten, führt er Kommandos zügig durch, aber bei inkonsequenten Menschen (leider zB auch meinen Eltern) überlegt er sich zweimal, ob ers jetzt macht oder nicht (die Wahl hängt dann davon ab, ob derjenige was essbares in der Hand hat oder nicht )

    genau das denke ich auch. beim erlernen des rückrufes geht es erst einmal um die reine konditionierung. das erlernen ist erst einmal ein prozess, in dem man hochrangige verstärker braucht, um den hund verständlich zu machen, was man möchte.
    ist ein rückruf erst einmal erlernt und in schwierigeren situationen getestet und auch in schwierigeren reizlagen erarbeitet worden, hängt das ausführen des rückrufes eben auch u.a. von wichtigen sozialen faktoren ab: respekt/frühungsqualität, konsequenz und timing.

    natürlich muss ein rückruf sauber aufgebaut werden, sonst ist jede maßregelung/konsequenz einfach unfair. aber auch ein gut aufgebauter rückruf kann missachtet werden, weil hunde nun einmal als soziale lebewesen dazu neigen, grenzen auszuloten, interessen abzuwägen und auch eigenständig zu denken (wär ja schlimm, wenn sie es nicht täten). und hier muss man auch mal grenzen aufzeigen. ich rede hier nicht vom verwirrten hund, der nicht weiß, was man meint und unsicher durch die gegend schleicht, weil sein herrchen/frauchen nicht fähig ist, ihm zu erklären, was er möchte. und es geht auch nicht um starke jäger: das thema jagen bei nem vollblutjäger klammere ich hier mal aus, das ist etwas völlig anderes.

    es geht um ganz normale hunde, die eben auch mal schauen, was passiert, wenn man frauchens/herrchens worte ignoriert.
    ja, und da würde ich eher davon sprechen, dass sie den rückruf nicht als etwas verbindliches erfahren haben und teilweise auch der respekt vor dem menschen fehlt, weil dieser eben inkonsequent ist.


    EDIT: wegschicken finde ich übrigens mittlerweile bei den wenigsten hunden sinnvoll.

    wie gesagt: ich kenne etliche hunde, die sich von mir abrufen lassen, aber vom eigenen besitzer nicht. also wissen sie ziemlich genau, was ein abruf ist, führen den aber nur bei mir zuverlässig aus. einige von ihnen rufe ich in allerhöchster ablenkung ab (rehe, andere hunde, kaninchen, katzen) und zu hause klappt es noch nicht einmal, wenn ein anderer hund 100 m weiter steht. warum klappt es, eurer meinung nach, beim besitzer nicht? weil sie es nicht gelernt haben? wie passt das damit zusammen, dass es bei mir funktioniert?

    viele gassi-services können ähnliches berichten. ich kenne so viele, die hunde führen, die zu hause nicht von der leine können, weil der rückruf nicht klappt, sie aggressionen mit artgenossen zeigen usw. im gassi-service klappt es dann wieder.

    Zitat

    Sie ignorieren ihn nicht, sie haben ihn (noch) nicht gelernt bei großer Ablenkung auszuführen.

    das seh ich komplett anders. hunde, wie madame von frank kenne ich einige. sie hören an sich toll, man ruft in einer situation, in der man nicht sooo interessant ist, wie die umwelt, der blick geht sogar noch mal zum menschen und dann wird weitergemacht. ich bin bei sowas relativ klar, gehe hin, mach auch in dem moment klar, dass ich ein solches verhalten nicht wünsche und nehm ihn mit. wenn es daran liegt, dass hunde es angeblich nicht gelernt haben, frage ich mich doch, warum es beim gleichen hund in der gleichen situation häufig klappt, wenn ich abrufe und wenn andere abrufen nicht...passt nicht so ganz zusammen, ne? gelernt wäre ja gelernt :)

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    Stimmt, weil der Hund gerne bestraft wird, überhört er absichtlich das Komm-Kommado. Schließlich hat jeder Hund das Bedürfnis, hin und wieder Ärger (Brüllen, geworfene Leinen..) vom Besitzer zu bekommen. Vollkommen nachvollziehbar.

    es gibt durchaus hunde, die gerne mal nach grenzen fragen und ein abruf-kommando überhören, weil es spannendere dinge für sie gibt. wieso zweifelst du das an?

    paradox und sehr, sehr schräg sieht etwa so aus: als ruhiger, eigentlich sehr chilliger hund einen anderen hund zum spiel auffordern (vorderkörper-tief-stellung) und dann volle kanne draufhauen (kreischend reinpacken), einen fremden hund beschnüffeln und dann reinpacken. drohverhalten so gut wie gar nicht mehr zeigen und in der regel direkt aus dem meideverhalten heraus zupacken oder aus aufregung/ frust in einer freudig-erregten begrüßungszeremonie eine langjährige hundefreundin im nacken packen und schütteln.

    hinzu kommt eine immer stärkere unverträglichkeit (teilweise mit regelrecht soziopathischen zügen) mit hunden, die nicht von mir persönlich geführt und kontrolliert werden, von mir kontrollierte hunde sind o.k. und werden ignoriert. plötzlich auftauchende reize konnten zeitweilig überhaupt nicht mehr verarbeitet werden - die reaktion war damals ein absolutes hochfahren und das bei einem eigentlich sehr, sehr ruhigen hund.

    mittlerweile bleibt der kopf viel länger noch angeschaltet, man kann aus diesem grunde auch immer besser drohen, ohne gleich komplett auszuticken und diese aussetzer in der erregung hatten wir jetzt erst mal nicht mehr.

    sie ist nicht der hyperraktive schildi, wie man es teilweise kennt, sondern eher ein stilles wasser, das urplötzlich in stresssituationen umschlägt. seit der substituierung schlägt sie aber nicht mehr so schnell um und bleibt auch bei bestimmten schlüsselreizen ansprechbarer.

    ich finde den t4-wert grenzwertig und würde t3, freies t3, freies t4 und tsh bestimmen lassen. ich habe selbst zwei hunde mit grenzgängigen werten, von denen aber nur einer eindeutig psychosoziale probleme zeigt. die sozialen "auffälligkeiten" meines rüden sind eher rassetypisch und normal. das verhalten meiner hündin hingegen ist teilweise paradox und sehr, sehr schräg. substituiert werden beide, da mein rüde wiederum auffälligkeiten im fell zeigt und eine schilddrüsenunterfunktion dauerhaft ungesund für den gesamten körper ist. durch die substitution ist madame sehr viel gelassener und fährt nicht schnell hoch, ist also ansprechbarer. ich bin sehr froh, endlich diesen schritt gegangen zu sein.