Zitat
Weil sie den Besitzer nicht für voll nehmen? Das seh ich bei Diego öfter. Bei Menschen, die konsequent auftreten, führt er Kommandos zügig durch, aber bei inkonsequenten Menschen (leider zB auch meinen Eltern) überlegt er sich zweimal, ob ers jetzt macht oder nicht (die Wahl hängt dann davon ab, ob derjenige was essbares in der Hand hat oder nicht )
genau das denke ich auch. beim erlernen des rückrufes geht es erst einmal um die reine konditionierung. das erlernen ist erst einmal ein prozess, in dem man hochrangige verstärker braucht, um den hund verständlich zu machen, was man möchte.
ist ein rückruf erst einmal erlernt und in schwierigeren situationen getestet und auch in schwierigeren reizlagen erarbeitet worden, hängt das ausführen des rückrufes eben auch u.a. von wichtigen sozialen faktoren ab: respekt/frühungsqualität, konsequenz und timing.
natürlich muss ein rückruf sauber aufgebaut werden, sonst ist jede maßregelung/konsequenz einfach unfair. aber auch ein gut aufgebauter rückruf kann missachtet werden, weil hunde nun einmal als soziale lebewesen dazu neigen, grenzen auszuloten, interessen abzuwägen und auch eigenständig zu denken (wär ja schlimm, wenn sie es nicht täten). und hier muss man auch mal grenzen aufzeigen. ich rede hier nicht vom verwirrten hund, der nicht weiß, was man meint und unsicher durch die gegend schleicht, weil sein herrchen/frauchen nicht fähig ist, ihm zu erklären, was er möchte. und es geht auch nicht um starke jäger: das thema jagen bei nem vollblutjäger klammere ich hier mal aus, das ist etwas völlig anderes.
es geht um ganz normale hunde, die eben auch mal schauen, was passiert, wenn man frauchens/herrchens worte ignoriert.
ja, und da würde ich eher davon sprechen, dass sie den rückruf nicht als etwas verbindliches erfahren haben und teilweise auch der respekt vor dem menschen fehlt, weil dieser eben inkonsequent ist.
EDIT: wegschicken finde ich übrigens mittlerweile bei den wenigsten hunden sinnvoll.