Beiträge von Lucanouk

    Zitat

    - ich schaue flüchtig zu der Person und schaue dann demonstrativ von der Person weg (um zu zeigen "Pah, die ist ja sooowas von unintressant, überhaupt kein Grund zur Beunruhigung")
    - ich schaue mit gerecktem Hals "neugierig" in alle Richtungen, nur nicht zu der Person (so durch die Gegend schauen würde nur ein entspannter Hund, niemals ein bedrohter)
    - ich gähne und/oder lecke mir schmatzend (um mit dem Schmatzen Happys Blick darauf zu lenken) über die Lippen
    - ich atme tief seufzend in einem langen beruhigenden Stoß aus

    das würde ich in einer solchen situation niemals machen, denn es signalisiert meinem hund, dass ich als frauchen auch noch total verunsichert. und ein unsicherer hund braucht ein sicheres frauchen, um sich daran zu orientieren.

    ansonsten schließ ich mich meinen vorschreibern an: ein guter trainer kann dir sicher helfen ;)

    ich denke, dass es an sich schon möglich ist. hunde sind sehr anpassungsfähige wesen, die im prinzip auch von essensresten überleben könnten...ich sag bewusst überleben.

    denn ob es den hunden gesundheitlich wirklich gerecht wird ist eine ganz andere frage. langzeitschäden u.ä. wurden bisher nicht erforscht.

    was mir am veganen hundefutter nicht gefällt ist die tatsache, dass es noch immer nicht eine einizige wissenschaftliche studie über den gesundheitszustand veganer haushunde gibt.

    die peta-studie finde ich persönlich absolut lächerlich: keine medizinsichen untersuchungen, keine kontrollgruppe, nur aussagen der besitzer a là "das fell glänzt".

    das stört mich wirklich. gäbe es untersuchungen, die lückenlos beweisen könnten, dass es hunde wirklich gut vertragen wär das etwas anderes.

    genauso finde ich es ziemlich gefährlich sich bei der fütterung eines tieres einzig und allein auf aussagen aus dem internet zu verlassen. oft auf aussagen von ziemlich dogmatischen menschen.

    ich bin selbst veganerin, kenne aber einige, die sich bezüglich ihrer eigenen gesundheit dermaßen in die tasche lügen, dass einem fast schlecht wird. da wird dann z.b. von einem "intelligenten darm" gesprochen, der gelernt hat vitamin b12 selbst herzustellen. und es gibt kaum gegenstimmen.

    ist ein bisschen wie in der anti-impf-bewegung. da werden masern-parties für kinder zelebriert und es wird einfach jede einzelne impfung komplett verteufelt.

    das einige impfungen nicht notwendig oder sogar schädlich sind ist schon klar...aber alle per se zu verteufeln?

    ich steh da mehr auf köpfchen als auf dogmatismus. ich möchte die dinge hinterfragen und verstehen. ich möchte vorher wissen, ob ein tier vegan leben kann ohne gesundheitliche einschränkungen. und es nicht ausprobieren und dann ist es eben schief gelaufen...

    ich bin in einer internetgruppe, in der es um die vegane ernährung von haustieren geht. wenn man da anfängt ernsthafte fragen wie z.b. über die absicherung des gesundheitlichen zustandes oder nach studien stellt bekommt man polemische, dogmatische antworten.

    oder worst-case-szenarien...so nach dem motto: "mein hund könnte auch von fertigfutter mit geringem fleischanteil leben also geht es auch so..." oder "die futtermittelindustrie arbeitet ja nur mit abfällen, da kann ich genausogut vegan füttern".

    das nächste, was mich stört ist die andauernde zusätzliche gabe von synthetischen vitamine, sei es durch hundefuttersupplemente oder externe präparate. das stört mich aber auch bei anderen fertigfuttersorten.

    synthetische vitamine und mineralstoffe sind als alleinversorger nicht geeignet.

    ich finde das thema sehr schwierig, weil die vegane hundeernährung im endeffekt ein versuch am tier bleibt.

    was für mich als ganz wichtig im kopf bleibt ist die tatsache, dass caniden in der natur jagen gehen würden und ihre verdauung darauf ausgelegt wurde. das lässt sich leider nicht wegdiskutieren.

    was ich noch dazu sagen möchte: ich habe anouk und luca anfangs drei bis vier monate lang vegan ernährt, weil ich auch nicht so recht wusste, wie ich mit dem konflikt hundeernährung so leidfrei wie möglich zu gestalten umgehen könnte. ich fütterte sie mit amidog, einem veganen hundefutter. ja, auch ich fand ihr fell glänzend, ihren output o.k. usw...für mich war es aufgrund der wissenschaftlich bis heute nicht abgeklärten situation nicht tragbar sie weiterhin vegan zu ernähren. also ging ich zum barfen über.

    und was soll ich sagen: das fell, was ich vorher gerne als glänzend bezeichnet hätte war zu veganen zeiten doch eigentlich struppig und hart im gegensatz zum neuen barf-fell. der output war ebenfalls im endeffekt übermäßig heftig, wenn ich sehe, was jetzt für minimengen aus den hunden heraus kommen.
    der damals als gering empfundene mundgeruch war im vergleich zum heutigen maulgeruch doch eher heftig. anouk hatte damals schon als junghündin gelbe stellen an den zähnen...nach der umstellung war alles weg.

    ich weiß also ziemlich genau, wovon ich rede, wenn es darum geht, sich selbst dinge schön zu reden ;)

    anouk und lucas geburtstag hab ich bis jetzt noch nicht zelebriert..ist ja sowieso nur ein geschätzter geburtstag und ich vergess ihn auch andauernd ;)

    kessy's geburtstag haben wir bisher jedes jahr gefeiert, da kam die ganze familie zusammen. kessy bekam immer ein geschenk zum auspacken mit geburtstagslied, immer einen tag vor weihnachten. es war immer total schön.

    vor diesem jahr grusel ich mich total, sie wäre nächsten monat 18 jahre alt geworden...

    unter hunden laufen ganz andere muster ab. kleine kneifende welpen werden souverän verwarnt und sie drehen sich selbst auf den rücken. es gibt sicherlich hunde, die andere umdrehen, kenne selbst so ein exemplar, aber da laufen vorher noch ganz andere interaktionsmuster ab, die wir gar nicht nachahmen können.

    deshalb würde ich einen welpen niemals einfach so auf den rücken drehen.

    das hat auch nix mit plüschmethoden vs. harte hand zu tun. es ist einfach interaktionsmäßig nicht nachvollziehbar für hunde.