zum thema ball empfehle ich das verhalten des hundes im spiel in bezug auf folgende grundsätzlche aspekte des spielverhaltens zu hinterfragen:
- rollenwechsel (auch im solitärspiel vorhanden, es gibt hunde, die in geradezu alberner manier sich selbst den ball vor die füße werfen, sich mal mit den pfoten, mal mit dem ganzen körper drauf stürzen, dabei ein spielgesicht aufsetzen)
- entspannte "luxusbewegungen", z.b. in dem fall ein albernes pfötelndes zum-ball-gehopse
- vermischung von funktionskreisen
- und zu guter letzt: spielverhalten als solches ist nur möglich, wenn die situation entspannt ist und nimmt im allgemeinen bei erwachsenen einen geringen teil der tagesenergie ein
enomis, du hattest ja geschrieben, dass dein hund andere hunde nicht mehr wahrnimmt. das er nu auf den moment wartet, in dem der ball rausgeholt wird.
wenn ein hund völlig fixiert auf seinen ball ist, sind die kriterien des spielverhaltens nicht erfüllt. ein ballfixiertes darauf-zuschießen (ohne luxusbewegungen) und umwelt-ausblendends verhalten hat nichts mehr mit spiel zu tun. hier zeigt der hund reine jagdsequenzen und es ist absolutes suchtverhalten, ähnlich einer stereotypie. auch das permanente auf-den-ball-fixiert-sein widerspricht sehr deutlich der tatsache, dass spiel nur einen geringen teil der tagesenergie einnimmt.
suchtverhalten in bezug auf jagdobjekte macht das leben mit einem solchen hund sicherlich um einges leichter, da dieser nichts anderes mehr wahrnimmt. für den hund bedeutet es genauso abhängigkeit, wie für einen alkoholiker oder junkie. das ist heutzutage durch die hirnforschung bewiesen. es ist im endeffekt nichts anderes, als wenn der hund seinen eigenen schwanz jagd.
ob du das in kauf nehmen möchtest?