dragon, kannst du bitte studien bzw. links posten, in denen es um die gesundheitlichen schäden von leinengängern geht? das würde mich brennend interessieren, hab ja zur zeit wieder so ne schlepptante. dankeschön.
Beiträge von Lucanouk
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es kommt immer auf die kompetenz des trainers an. dieser sollte
1. gut geschult im beobachten und einschätzen von verhaltensweisen sein.
2. genug erfahrung besitzen, um zu wissen, wann und in welcherform eingegriffen werden kann und auch sollte (weder zu früh noch zu spät). weder eine "die sollen das mal schön unter sich ausmachen"- noch eine "die haben hier gar nix zu regeln"-einstellung hilft hier weiter.
3. erfahren genug sein, um die welpengruppe nach wesenszügen, entwicklungsstand, körperlichen vorraussetzungem problemzonen und charaktären zusammen zu stellen.
4. pädagogisch fit sein, um die hh beraten und anleiten zu können.
welpenstunden machen durchaus sinn. es ist natürlich möglich einen welpen auch ohne welpenstunden zu sozialisieren, jedoch erleichtert eine gut geführte welpenstunde diese arbeit enorm und kann eine tolle grundvorraussetzung für die weitere sozialisation bilde3n. für menschen gibt es kindergärten, in denen sie sich mit gleichaltrigen auseinandersetzen können und für welpen eben welpenschulen.
die trainerhundsache sehe ich mittlerweile etwas zwiegespalten. da der trainerhund ebenfalls emotional gefärbt betrachtet wird, fällt es sicherlich den meisten trainern schwer, zu unterscheiden, wann der hund sinnvoll eingreift und wann nicht. es gibt mobbende, kontrollierende und auch sehr gestresste trainerhunde. und es wird häufig nicht gesehen. viele hunde unterbinden jegliche art von auseinandersetzung, was im endeffekt dazu führen kann, dass die welpen sehr wichtige sozialkompetenzen, wie durchsetzungsvermögungen und auch hemmprozesse nicht erlernen können. somit kann ein erwachsener hund hemmend auf wichtige prozesse wirken. in einzelfällen und punktuell eingesetzt sind erwachsene hunde durchaus wichtig.
aber es ist und bleibt eine welpenstunde. und eine gut geführte welpenstunde kann einen wundervollen grundstein in der sozialisation darstellen.
eine schlecht geführte welpenstunde kann die sozialkompetenzen des hundes ins aus katapultieren.
ich denke deshalb, lieber gar keine welpenstunde, als eine schlecht geführte.
ganz schlimm finde ich persönlich welpen (und eigentlich auch erwachsene hunde) auf hundespielplätzen ohne fachliche anleitung, wenn jeder sein eigenes erziehungssüppchen kocht und es dem anderen hh und hund überzieht.
da gibt es die einen, die noch finden, dass die hunde schön spielen, wenn einer vor der meute wegrennt, die ihm mit hetzlaut folgt. da gibt es die anderen, bei denen der hund nicht einmal knurren darf. dann gibt es die, die täglich da sind, weshalb ihre hunde schon relativ feste meuten bilden, die sich auf jeden neuling stürzen.
dann kommen noch die hinzu, die lustig bälle zwischen die spielenden hunde werfen und sich überraufereien wundern.und allgemein sind es oft viel zu viele hunde.
nee, das ist keine gute sozialisationsgrundlage.
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anna, wieso pöbeln die leute dich wegen nem biothanehalsband an??? das ist ja mal völlig bescheuert, leute gibt's

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ich weiß doch, dass du es nicht so meinst. jedoch könnte man es durchaus so verstehen

ich denke auch, wenn man fünf stunden durchgängig durch die stadt hetzt ist es innvoller den hund, wenn er es gelernt hat, zu hause ruhen zu lassen, als ihn mitzunehmen.
meine hunde sind auch täglich sieben stunden alleine und ich habe sie anfangs mit der webcam beobachtet: sie verpennen die gesamte zeit (das war bei anouk ja nicht immer so).
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wie lastest du deinen hund aus?
was macht ihr auf spaziergängen?
erzähl doch mal ein bisschen.
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super, dass du das thema mal reingebracht hast

darüber denken wahrscheinlich die wenigstens hh nach. es geht immer sehr stark darum, wieviel auslastung ein hund braucht. das ein hund eigentlich den ganzen tag verschläft wird oft nicht gesehen.
ich denke auch, dass man einen hund sehr leicht überfordern kann. gerade, weil es eben verschiedene hundetypen gibt, deinige von ihnen merken nicht, dass sie eigentlich ruhe bräuchten.
allerdings denke ich, dass es für hunde auch schön ist die ruhezeit gemeinsam mit ihrer familie verbringen zu können, zumindestens teilweise. sie deshalb in der kompletten ruhezeit alleine zu lassen fände ich jetzt nicht artgerecht. natürlicherweise würden sie in dieser zeit kontaktliegen.
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anouk würde definitiv schreiend fliehen...bei luca weiß ich es nicht, er neigt ja allgemein zum größenwahn.
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ich finde auch, dass es wirklich nicht besonders clever ist, wenn hh mit ihren hunden auf einer spielwiese ball spielen. aber es geschieht und man sollte es meiner meinung nach als ablenkung betrachten und dementsprechend auch das ignorieren der bälle üben. durch vollständiges ballvermeiden wird das nicht klappen. da ist impulskontrolle und gaanz viel training gefragt. und erst, wenn das wirklich sitzt, kann man beginnen in dosierten einheiten eine solche wiese zu betreten.
hab letztens eine situation erlebt, in der ich mir einfach an den kopf gefasst habe:
zwei verschiedene hundegruppen trafen auf einem feld aufeinander. alle hunde rannten wild durcheinander, einer hatte einen stock. so kam es zu prügelei nr. 1
der böse stockhund wurde von seinem halter ausgeschimpft, durfte aber seinen stock behalten (seeehr sinnvoll
)danach schmissen die hh noch stöcke in die wild durcheinander laufende meute, prügelei 2 und 3 folgten. anstatt mit dem schmeißen von beute aufzuhören wurden die hunde angeschnauzt udn die leute machten munter weiter

zwischen all diesen hunden befand sich noch eine leinenaggressive hündin, die sehr viel zeit bekam, um die anderen hunde munter zu fixieren. als sich diese dann in der folge die anderen hunde durch drohgebärden vom leib halten wollte, wurde auch sie angeschnauzt....
die leute dachten bestimmt: haaach, wie schön die spielen..
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noch mal kurz zum thema motivation: motivation ist total wichtig, ohne frage. und es gibt sicherlich viele wege hunde zu motivieren. aber doch nicht um jeden preis, oder? ich kannte mal eine hh, die nicht mit leckerlies arbeiten konnte, weil ihr hund (ne franz. bulldogge) am ganzen körper zu zittern begann und sabberte, sobald die bestätigung kam...dieser hund ist mehrmals vor aufregung umgefallen!
bio, das mit der hf kenn ich, hab selbst lange danach gearbeitet. irgendwie finde ich es wahnsinnig unfähr und, wenn überhaupt nur bei erwachsenen hunden in absolut schwierigen situationen irgendwie vertretbar. aber letzendlich ist es wirklich heftig für den hund.
ich kann trotzdem verstehen, warum du es so machst.
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meine hündin anouk ist genauso eine jagdhündin wie beschrieben, die merkt einfach nix, wenn es um wild geht. und genau deshalb wäre sie höchstwahrscheinlich kein guter jagdhund, weil sie auch nicht empfänglich für kommunikation jeglicher art ist.
der hund im video könnte theoretisch, bei gezielter förderung luca sein. ich muss ehrlich sagen, dass mir dieser hund absolut leid tut. er verhält sich wie ein junkie, der alles für seinen schuss tut.
man muss schon differnzieren zwischen "spiel zwischen hund und halter" und dieser art des balleinsatzes. denn mit spiel hat das verhälten des schäfis im video nichts zu tun. auch hunde, die einem ball wie ein porsche hinterherjagen in völliger fixierung auf den ball spielen nicht, denn es fehlen wichtige spielelemente.
man kann natürlich auch mit bällen spielen - aber das sieht definitiv anders aus.
was für mich nicht ganz klar ist:
warum wird die arbeit mit einem so starken suchtmittel wie z.b. dem ball immer als nur nett bezeichnet? es wird ja sehr gerne gesagt, dass es grausam sei, einen hund einzuschränken und immer lieb und nett sei, ihn in solch hohe trieblagen zu bringen, weil er ja motiviert wird. der stress, den die hunde dabei erfahren wird irgendwie nicht gesehen.
ist eine sehr häufige gegenüberstellung.zum thema handfütterung: sehe ich auch nicht unkritisch, gerade bei welpen und junghunden, die ja im natürlichen rudel gratis versorgt werden..die so "sanfte" erziehungsmethode funtiert auf der basis "mal sehen, wann/ob ich wieder was zu essen bekomme"...ist das wirklich sanft?
ZitatIch verstehs trotzdem noch nicht, irgenddwas muss der Hund ja "toll" finden, ansonsten könnte man ja keinen Hund ausbilden.
toll finden ist doch super. doch zwischen "toll finden" und sich aufgrund des objekts der begierde "aus dem fenster stürzen zu wollen" liegen welten.