Beiträge von Lucanouk

    wenn man das spiel von hunden oder wölfen anschaut, sieht man andauernd spielerische nackenbisse, schnauzenzärtlichkeiten und leichte schnauzengriffe, es wird am fell gezogen, unter welpen sogar noch geschüttelt, es wird geknurrt gebellt, gefletscht, um bzw. auch auf den rücken geworfen, ganze köpfe werden verschlungen, etc. pp.

    spiel ist in erster linie durch eine spielerische körpersprache gekennzeichnet und dadurch, dass jeder jederzeit gehen kann. solange das so ist, ist alles o.k.

    solange man weiß, wann genug ist, ist alles easy. ich weiß, es wird hier auch sehr gerne teilweise gesagt, dass hunde, wenn sie sich auf den rücken legen, immer nur unterwürfigkeit demonstrieren wollen und man sie dann in ruhe lassen solle. wenn körpersprache so eintönig wär, würde sie wohl nicht funktionieren ;)

    auch beim grooming (soziale fellpflege) schmeißen sich die hunde oder auch wölfe sehr gerne auf den rücken und lassen sich von oben bis unten beknabbern.

    diese ganzen pauschalisierungen zum thema schnauzengriff, zerrspiel und co führen immer mehr dazu, dass der mensch sein bauchgefühl im klo herunterspült und total verunsichert ist.

    zur pfefferspray-fraktion: kann ich echt nicht verstehen....sorry...hunde können davon blind werden und andere bleibende schäden davontragen. wer sich nicht ein wenig damit beschäftigt, wie man einen hund vernünftig und ruhig abwehren kann, ohne ihn zu verletzen ist meiner meinung nach nicht als hundeführer geeignet.

    ich kann verstehen, dass man nicht will, dass dem eigenen hund etwas passiert. aber dann sollte man sich wirklich ernsthaft mit abbruchsignalen beschäftigen und diese lernen gegenüber hunden durch zu setzen.

    pfefferspray ist in meinen augen nur für absolute notfälle (hund in tötungsabsicht, treibtäter etc.) geeignet.

    Zitat

    Ich persönlich würde in dieser Konstellation jedenfalls eher Abstand nehmen und mir keinen Hund bzw. einen anderen holen, wenn der Alltag einen derart belastet, man sich so unsicher bewegt und normale Spaziergänge schon zum Spießrutenlauf werden..



    byron, diese denkweise habe ich bisher immer den ganzen der-tut-nix-haltern unterstellt, wenn sie mich und andere hh anschnauzen, dass wir unsere hunde mal "sozialisieren sollten". besonders in berlin-friedrichshain. ich hab mich jedes mal gefragt, was diese leute machen würden, wenn ihre hunde sozial nicht (mehr) ganz rund laufen würden. einige verhaltensprobleme zeigen sich erst später bzw. was ist,w enn man nen erwachsenen hund aufnimmt?
    ich habe mir manchmal überlegt, dass sie vielleicht ihre hunde weggeben würden, wenn diese so massive verhaltensprobleme hätten, dass spaziergänge eben schwieriger werden könnten.

    ich habe auch barfshop in am schwarzen brett schon derartige vermittlungstexte ("..muss meinen hund leider weggeben, da er andere hunde nicht so mag....")gesehen.

    eine solche einstellung finde ich gegenüber dem anvertrauten schützling gelinde gesagt total unfair. wenn du also mit deinem hund ein massives problem bekämst würdest du ihn weggeben?

    maanu, hört sich sehr spannend an, was ihr macht. wo haben deine trainer gelernt? hört sich methodisch teilweise sehr nach canis an, gerade dieses "leckerlie-verbieten", anbinden und die leinenführigkeit.

    eine kleine frage hab ich: wenn du sie mit den schläuchen ausbremst, setzt du das schhhhht vor den wurf oder nicht? gibt es also das abbruchsignal vorher oder nicht?

    "bleibt der bei dir?" ist auch eine frage, die ich stelle bzw. ein kappes "bitte nicht ranlassen, dankeschön." wer daraufhin seinen hund nicht zu sich holt muss damit leben, dass dieser von mir weggeschickt wird.

    auf diskussionen jeglicher art gehe ich gar nicht ein, nicht im geringsten.

    angeleint muss kein hund sein, das ist mir ehrlich gesagt schnurz. nur bei seinem halter bleiben, das sollte er.

    warum ich das mache? meine hunde sind bei fremdhundkontakten etwas schwieriger. aber sie haben trotzdem viele hundekontakte und wenn ein fremder hh wirklich freundlich ist und seinen hund gut einschätzen bzw. unter kontrolle hat, kann man immer noch die nummern tauschen und einen ruhigen und langsamen kontaktversuch wagen. über solche hundekontakte freuen sich meine hunde und ich.

    ich denke, worüber man sich beim malinois im klaren sein muss, ist einfach die tatsache, dass er eine sehr niedrige reizschwelle hat, verglichen mit anderen hunden. es sind eben hunde, bei denen man sehr viel vorraussichtlicher handeln muss als bei anderen hunden, sonst kann es unter umständen zu sehr unschönen situationen kommen. es sind eben spezialisten für schnelle reaktionen, allerdings auch spezis für übersprungsaggressionen, die aus reinem stress/frust ihrem nachbarshund (oder dem nachbarsmenschen) eine knallen.

    dieses "alles-tackern-was-neben-mir-steht" ist ein persönlichkeitszug dieser hunde, den man sehr gut kanalisieren muss.

    und das macht sie nicht unbedingt zum idealen familienhund, da hier u.a. auch management gefragt ist.

    ehrlich gesagt würde ich, wenn sie dieses verhalten zeigt einen schritt zur seite gehen. aus der deckung heraus hacken geht meiner meinung nach genausowenig, wie vom schoß herumzicken. wenn du ihr deckung bietest, sollte das meiner meinung nach reichen. wenn deine kleine maus aus der deckung zickt, würde ich ihr diese in diesem moment nehmen.

    Zitat

    Meiner Meinung nach sollte man mit einen Mali im ersten Jahr gar nichts machen ausser Umweltverträglichkeiten,und vielleicht grobe Dinge,mit Spielzeug würde ich im ersten Jahr auch nicht arbeiten...

    Ja ich bin pös....

    :gut:

    ich find dich gar nicht pös.

    sicherlich kann man schon gewisse dinge erarbeiten, sollte man auch, wie z.b. abrufbarkeit, unterordnung. usw. aber einen jungmali auf den platz zu packen und "trieb, trieb, trieb!!!" finde ich mehr als denkwürdig.

    dann brauch man sich nicht wundern, wenn der hund immer mehr zum durchgeknallten monster mutiert.

    ich denke ruhige aufgaben, sucharbeit und co kann man schon früher beginnen, damit der mali nicht arbeitslos ist.

    typisch mali ist meiner meinung nach auch nicht ein dauerhibbeln u.ä. das ist eher typisch schildidobi ;)

    malinois können sehr ruhig sein, aber sie können eben blitzschnell hochfahren und viele von ihnen finden keine grenze (z.b. auch in konfliktsituationen - da wird schon gerne mal draufgehauen, bis sich nix mehr regt).

    ich finde diese hunde klasse, sie sind intelligent, arbeitsfreudig und eigentlich auch nicht unfreundlich. jedoch sind sie die perfekten "befehlsempfänger" und empfangen aber auch "befehle", die gar nicht bewusst gegeben wurden: sie spiegeln einen selbst zu 100%. und befehle können in diesem fall auch von hormonen wie adrenalin im menschen gegeben werden, sowie von einer unsicheren körpersprache ("was, frauchen? der typ macht dir angst? das riech ich doch...ich mach den für dich platt!")

    es sind tolle hunde, jedoch muss man sich darüber im klaren sein, dass sie eben schneller und extremer reagieren als andere hunde. zur auslastung denke ich: auch ein mali kann ruhetage wunderbar gebrauchen. wenn man von anfang darauf achtet, ihm nicht jeden tag ein fettes programm zu liefern, bekommt man auch kein überdrehtes hysterisches paket, das die ganze zeit um sich beißt.