Beiträge von Lucanouk

    also ich war bei

    daniela sommerfeld (war total klasse), mehrhundehaltung,
    günther bloch (absolut empfehlenswert!!!), offener themenabend wochenende, pizzahunde
    angelika lanzerath (auch total empfehlenswert), welpenstunden
    udo gansloßer (superspannend), entwicklung des hundes, speziell des junghundes/welpen

    auf nem wochenendseminar (zwei tage).

    zusätzlich dazu hab ich vorlesungen vom grewe (spiel, glückspillen für traurige hunde) und alexandra grunow (mantrailing) besucht.

    das menschliche "hunde-farm-eifel-inventar" finde ich absolut empfehlenswert. alexandra grunow hat mir auch einige neue erkenntnisse geliefert.

    es werden noch einige folgen, wolfswinkel würde mich da sehr interessieren.

    ich würde nicht jeden tag furmen. dann ist es kein wunder, dass die süßen immer mehr haaren. durch den furmi wird die haut irritiert und dann schmeißen die eben noch mehr ab. einmal in der woche furmen, ansonsten mit ner weichen bürste durch (oder kämmen) und gut is.

    genialer thread :gut:

    also luca kann ja auch ziemlich gut türen öffnen. und da ich davon ausging, dass ta wissen, dass hunde dieser größe solche dinge potentiell wissen sagte ich nix zum ta, der luca operieren musste.

    tja, falsch gedacht! luca erwachte aus der narkose und öffnete sofort die tür und flutschte ins wartezimer. ähnlich war es letztens in der tierklinik: luca war da in behandlung, weil er blut ausschied. sie wollten ihn röntgen und nahmen ihn mit. zur auswertung gingen sie ins behandlungszimmer. die ärztin wollte sich das bild ansehen und "zack" öffnete luca die tür und flüchtete ;)

    ihn schien nur eine frage zu beschäftigen: wo ist mein frauchen???? :ops:

    anouk hat früher auch geklaut wie ein rabe. dabei war sie ebenfalls recht erfinderisch und ich fragte mich sehr oft wie sie das so wirklich hingekriegt hatte.

    einmal stand auf dem geschirrspüler eine hohe schüssel voll hühnerklein. davor standen in paar gläser. irgendwie schaffte es dieser hund das zeug zu mopsen, ohne, dass die gläser oder die schüssel herunterfiel. und das völlig lautlos, denn cih war in der wohnung. seitdem hat die dame absolutes küchenverbot.

    motive für verschiedene handlungsweisen sind unterschiedlich, aber die handlungsweise und das ziel den anderen einzuschränken bleiben dennoch gleich. und deswegen ist das einschränkende verhalten dem submissiven gegenüber dominanzverhalten ;)

    nehmen wir z.b. aggression: es gibt zig gründe aggressiv zu reagieren. angst bzw. selbstverteidung, ressourcenverteidigung, statusbezogene aggression etc. pp. im endeffekt ist es trotzdem aggressionsverhalten.

    anderes beispiel: spielverhalten. es gibt zigtausend gründe, spielverhalten zu zeigen. sei es aus dem übersprung heraus, um situationen zu entspannen, weil man eben spielen möchte oder sogar auch, um zu täuschen.
    aber es bleibt spielverhalten, da ändert die motivation gar nichts dran.

    wer sagt denn, dass ein dominantes verhalten von existenzängsten gesteuert ist?

    gerade, wenn man sich z.b. die pizzahunde-dvd anschaut, sieht man in sehr vielen sequenzen situative dominanz (ich nenne hierbei einfach mal picasso), die in keinster weise grundlegend von existenzängsten getrieben wurde. im gegenteil: viele einschränkungen finden statt, weil z.b. picasso ganz gerne die stänkerer maß nahm, um ihnen wahrscheinlich u.a. auch klar zu machen, wo grenzen sind udn das er diese nicht zu übertreten hat.

    in manchen hunderudeln bzw. auch gemischten gruppen finden dominanzbezogene interaktionen auch statt, weil z.b. der eine hund der meinung ist, dass ein anderer an dieser pinkelstelle nichts zu suchen. dann wird imponiert und eingeschränkt etc.

    gerade situative dominanz findet schon manchmal im erstkontakt zwischen hunden statt, ein sehr gutes beispiel hierfür ist die t-stellung. da schneidet einer dem anderen den weg ab, schränkt ihn körperlich ein und will (oder wird) seine eigenen bedürfnisse durchsetzen. und da geht es nicht unbedingt ums überleben.

    wo ist hier bitte die überlebenswichtige notwendigkeit?

    und andersrum gefragt: ist es nicht absolut überlebenswichtig, dass ich als mensch meinen hund in dieser mensch-hund-beziehung als formal dominanter klarer sozialpartner durchs leben führe? gerade hier ist doch am ehesten der überlebenswichtige anspruch erfüllt (der meiner meinung nach mit dominanz eigentlich nichts zu tun hat). wenn ein formal gruppenmitglied nur das eigene überleben im sinne hätte, würde es sich sicherlich nicht um behinderte, kranke, alte und schwache gruppenmitglieder kümmern.

    es geht bei sozial lebenden wesen immer um das überleben der gruppe.

    und ich als führungsperson im mensch-hunde-team bin für die gesundheit und die unversehrtheit meiner gruppe verantwortlich.

    also muss ich mein team auch führen und dafür braucht es situative, sowie formale dominanz.

    warum siehst du die beziehung zwischen mensch und hund als total außen-vor und siehst dominante verhaltensweisen und beziehungsinhalte lieber zwischen hund und katze?

    wir sind nichts anderes als säugetiere - nicht mehr und nicht weniger. das, was uns von anderen säugetieren unterschiedet ist unsere relativ ungestörte evolution.

    ich glaube es geht hier im endeffekt um das missverstandene wort "dominanz".

    das wort an sich ist nicht strittig, es ist klar definiert. für den beigeschmack kann es nichts.

    Zitat

    Wenn ich als Mensch aber meinen Hund "dominiere" - ihn Futter gebe, wann ich es für richtig halte, ihn ableine, wann ich es für richtig halte, ihn zum Deckakt bringe, wann ich es für richtig halte- dann tue ich das doch nicht, damit es mir zuerst besser geht oder damit ich überlebe.

    denkst du wirklich, dass du das alles nicht u.a. auch zum eigenen vorteil machst?

    Zitat

    Guter Grundgehorsam hat nichts mit Status b.z.w der Dominanz des Besitzers zu tun. Wenn in der Ethologie Begriffe wie Dominanz oder Status benutzt werden, beziehen sie sich immer auf Individuen gleicher Art, die in stabilen, länger bestehenden sozialen Verhältnissen stehen.

    das ist fachlich nicht korrekt. woher hast du die information, dass nur individuen gleicher art in dominanzbeziehungen leben können? selbst wildschweine und wildhunde (quelle: pizzahunde) leben im prinzip in einem solchen system: eine art verdrängt/kontrolliert hier die andere, in diesem fall waren es die wildschweine, die die hunde dominierten. diese art der domianz hat jedoch nichts mit führung, sondern mit situativer dominanz zu tun (in diesem fall war es tyrannei).

    Definition Dominanz (Biologie):

    Zitat

    Individuum A schränkt die Rechte und Freiheiten von Individuum B ein und gesteht sich selber diese Rechte und Freiheiten zu, was von B akzeptiert wird. Dominanz ist immer beziehungsspezifisch und ist zeit- und situationsabhängig.

    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Dominanz_%28Psychologie%29

    dominanz ist beziehungs- aber nicht artspezifisch. das habe ich noch niemals in einem fachbuch gelesen.

    man muss auch erst einmal klar unterscheiden zwischen

    -formaler dominanz und

    -situativer dominanz.

    formale dominanz entwickelt sich durch das vermitteln von schutz und sicherheit. mit formaler dominanz ist eine wichtige beziehungseigenschaft zwischen führenden und geführten individuen (z.b. auch hund und mensch) gemeint. durch eine klare ruhige führung, ritualisierte handlungen (spiel, grenzen abstecken u.ä.), schutz vor gefahren und vorrausschauendem überlegtem handeln entwickelt sich diese art von dominanz zwischen zwei individuen. das, was du als führung bezeichnest ist nichts anderes als formale dominanz in einer beziehung. der andere part verhält sich hier natürlich subdominant. (weitere informationen hierzu kannst du in büchern von dr. gansloßer bzw. günther bloch finden.)

    die situative dominanz bezeichnet im prinzip das durchsetzen eigener bedürfnisse im moment. dies musss definitiv nicht gewaltsam sein, kann auch über umwege (täuschungsmanöver z.b.) geschehen. fakt ist: setze ich meine bedürfnisse gegenüber den hündischen durch, wenn auch nur durch die leine handel ich situativ dominant.
    setzt mein hund seine bedürfnisse mir gegenüber durch handelt er situativ dominant.

    auch das hat nichts damit zu tun, dass er die weltherrschaft an sich reißen möchte.

    auch interspezifische beziehungen können und sollten situativ dominanz und subdominanz enthalten (sonst können sie gar nicht funktionieren).

    und gerade in der mensch-hund beziehung ist es zudem sehr wichtig, dass auch formale dominanz vom menschen ausgehen sollte.

    selbst in einer liebesbeziehung zwischen menschen, entscheidet immer mal wieder der eine, mal auch der andere und manchmal werden dabei situative einschränkungen der persönlichen freiheit (bsp: partner a möchte gerne fußball gucken und hasst soaps. partner b liebt soaps und hasst fußball. wenn die beiden aber einen gemeinsamen fernsehabend verbringen wollen muss sich einer unterordnen. und dieser verhält sich situationsspezifisch subdominant, der andere dominant. dafür muss man weder gewaltsam agieren, noch sonst irgendetwas.

    Zitat

    Der eine gewinnt regelmäßig in Konflikten, während der andere bewusst und gewollt submissiv reagiert.

    das, was du hier gepostet hat bezeichnet die entwicklung formaler dominanz durch ritualisierte handlungen. formale dominanz ist eine wichtige grundlage für nicht-partnerschaftliche beziehungen, also wenn man durch situative dominanz immer wieder die freiheiten des anderen individuum beschneiden muss (auch zu dessen schutz)

    Zitat


    Ich persönlich finde ohnehin diesen Begriff veraltet, weil wir nunmal keine Hunde sind.

    wir sind keine hunde, trotzdem schränken wir die bewegungsfreiheit unserer hunde enorm ein, womit wir sie praktisch in vielen situationen (nicht in allen!!) dominieren. das bedeutet jedoch nicht, dass dominanz durch körperliche strafen etc. durchgesetzt wird. veraltet ist der begriff "rudel" bzw. "rudelführer" zwischen mensch und hund, u.a. weil ein rudel nur aus artgleichen individuen besteht. vielleicht meintest du das?

    wenn hund a gerne hund b fressen möchte und ich das unterbrechen kann, bin ich in dieser einen situation der dominantere (entscheidende) part, ich setze situativ meine bedürfnisse durch.
    vertraut mir mein hund stellt er meine führung nicht in frage ist das für hund durchaus entspannend. dies geht aber nur, wenn ich souverän genug bin, um formal dominant gegenüber meinem hund aufzutreten, was wiederum nix mit unterwerfen u.ä. zu tun hat.

    Zitat

    Ich nenne es Führungspersönlichkeit, besser gesagt die Fähigkeit, andere zu Aktivitäten b.z.w. Handlungen zu animieren, die sie von sich heraus nicht gezeigt hätten (Yin, 2007).
    Der Mensch wird zur Führungspersönlichkeit, indem er klare Spielregeln und Grenzen für den Hund aufstellt.
    Deshalb ist er noch lange nicht der dominante Part....

    richtig, wir stellen die regeln im zusammenleben mit dem hund auf und der hund lernt, nach diesen regeln zu leben. in dem moment, in dem er nach unseren regeln lebt, verhält er sich diesen gegenüber unterwürfig.

    Zitat

    Definition "Unterwürfigkeit": Unterwürfigkeit bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch eine Disposition und ein Sozialverhalten bei dem das eigene Handeln dem Willen einer anderen Person untergeordnet, oder der Autorität einer anderen Person Glauben geschenkt wird. quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Unterw%C3%BCrfigkeit

    und da wir die regeln aufstellen, diese durch gemeinsame aktivitäten ritualisieren, in denen wir die entscheidungsträger sind, sollten wir, im günstigsten fall, in der beziehung zwischen unserem hund und uns der formal dominante part sein. was nicht heißt, dass da gewalt u.ä. im spiel sein sollte. im gegenteil: tyrannen können zwar situativ sehr häufig dominant sein, entfernen sich aber mit permanenter gewaltsamen situativen dominanz immer weiter von der formal domianten führungspersönlichkeit.

    Zitat

    Wenn ein Hund " bewusst ungehorsam" ist (aber wer will das schon so genau wissen, welche Motivation hinter solchem Verhalten steckt), kann es sein, dass er nach höheren Status strebt.
    Wenn ich als Mensch nun meine Dominanz zeigen würde, müsste ich das auch auf dem Niveau einen Hundes tun und nun sage mir, ob du das kannst?

    dominanz muss man nicht auf dem niveau eines hundes tun, wozu auch? in dem moment, in dem ich die entscheidungen treffe, ich die regeln aufstelle, meinem hund schutz biete und auch mal situativ dominiere (z.b. ihn vom jagen abzuhalten) bin ich die person, die sich in dieser speziellen beziehung formal dominant verhält. dazu brauche ich keinen hund "alpharollen" oder sonstewas.

    Zitat

    Klar verfüge ich über die Ressourcen, die ich dem Hund zu teile. Das hat für mich aber nichts mit Dominanz zu tun.
    Ich als Mensch nutze diese Dinge nicht, um den Hund zu zeigen, wer der Boss ist, sondern zur Motivation, zur Sicherheit etc.
    Ich nutze die Ressource Futter nicht, weil ich sonst nicht überleben kann....aber genau das tut ein dominanter Hund, denn nur darum geht es- ums Überleben (das ist die Motivation eines dominanten Tieres)- war übrigens nur ein Bsp.
    Man könnte es noch mit dem Schlafplatz, Sexualpartner etc. fortsetzen, wird dann aber zu lange.

    das es für dich nichts mit dominanz z tun hat ändert aber nichts an der tatsache, dass du, indem du deinen hund in seiner freiheit einschränkst dominant handelst. wenn du entscheidest, wann er sein futter erhält bist du derjenige, der situativ dominiert. und er ist derjenige, der sich deinen entscheidungen beugt.

    ich kann sehr gut verstehen, warum du dich gegen diesen begriff so sehr wehrst. schließlich bedeutet er für viele menschen unterdrückung, gewalt oder völlige entrechtung eines lebewesens.

    in der verhaltensbiologie und auch in der grunddefinition dieses begriffes hat dieser begriff erst einmal nichts mit all diesen attributen zu tun.
    er sagt eigentlich nur aus, wer entweder situativ oder formal entscheidungsträger in einer bestimmten beziehung ist. mehr nicht.

    der begriff dominanz wurde missbraucht: auf einschlägigen hundeplätzen ("nun musst du dem mal zeigen, wer hier dominant ist."), in einschlägigen büchern, in denen immer wieder die rede davon ist, dem hund zu zeigen, wo der hammer hängt und nicht zuletzt in irgendwelchen absurden dominanztheorien, in denen der hund die weltherrschaft an sich reißen wolle, weil er sein futter verteidigt (ein absolut normales fressverhalten von caniden, das nichts mit statusbestrebungen zu tun hat), schnappt oder sonstewas.

    das, was aus diesem begriff gemacht wurde ist natürlich blödsinn. und ich kann schon irgendwie nachvollziehen, dass sich so viele davon komplett distanzieren wollen.

    aber trotz alledem gibt es dominanz und subdominanz; als eigenschaft von beziehungen bzw. im situativen kontext zu sehen. und trotz alledem ist dominanz enorm wichtig in der hundehaltung und -erziehung, nicht weil es den bösen dominanten monsterhund gibt, den man permanent unterdrücken müsste: sondern weil dominanz ein wichtiger teil von führung ist.

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    Eine Dominanz zwischen Mensch und Hund gab es noch nie und wird es nie geben!

    natürlich gbt es situative dominanz zwischen mensch und hund. oder wie würdest du es nennen, wenn du entscheidest, ob der hund jetzt in diesem moment hundekontakt haben darf oder nicht? wenn du entscheidest, wann der hudn an sein futter darf?

    was es nicht gibt ist dominanz als pauschaler charakterzug, der immer und permanent vorhanden ist, denn es kommt ja immer auf das gegenüber an. aber dominanz gibt es zwischen mensch und hund, hund und hund, hund und katze etc. pp.

    ich habe mal eine wirklich untergewichtige dobihündin aufgenommen: die süße hatte bei 66 cm schulterhöhe 20 kg...wie der hund aussah brauch ich wohl niemandem zu sagen. als sie dann 27 kg wog war sie eine wunderschöne, toll proportionierte dobihündin.

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    Du meinst Wölfe, oder? Dies ist kein Vergleich, da Wölfe wesentlich sozialer agieren als Hunde. Hunde haben viel Sozialverhalten verlernt. Und unter den Affen gibt es auch Ammen ;)

    ich meine hunde, ich dufte mir als fallbeispiel hierzu eine kuvaszfamilie anschauen. hierzu kann ich auch die dvd "die pizzahunde" empfehlen. man sieht auch hier sehr genau, wann diese phase beginnt. der unterschied zwischen wolf und hund ist hier: die versorgung der welpen wird nicht von allen hunden getragen. doch bei der eziehung und beim schutz wieder wieder von allen mitgemischt. bei wölfen kommt die phase, in der alle miterziehen erst ca. 3 wochen später ;)

    unter affen gibt es ammen, aber es ist primatentypisch unüblich, dass rangniedrige gruppenmitglieder die kinder ranghöherer zurechtweisen. im gegenteil: es ist den "prinzen und prinzessinnen" durchaus erlaubt erwachsene rangniedrige zu ärgern.

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    Meine Kleine weiss sehr wohl, wann sie mir weh tut und wann nicht. Sie hat mich in 3 Jahren noch nicht ein einziges Mal angeknurrt, bzw. gebissen. Nicht mal dann, wenn ich sie ausversehen erschrecke.

    dein hund weiß, wann er dir wehtut. kinderhaut ist ein ganz anderes thema ;)

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    Es ist kein "normales" Verhalten, sondern der Hund hat sich erschreckt.

    Für mich hinkt der Vergleich Rudel mit Familie deutlich. Der Hund weiss, dass er nicht mit seinesgleichen zusammen lebt und hat andere Verhaltensweisen adaptiert als die im Rudel. Wie diese aussehen, wäre zu diskutieren.

    ich hatte ja schon gesagt, dass ich eher von nem erschreckten abschnapper ausgehen würde bei der geschichte. eine maßregelung passt, meiner meinung nach, nicht.
    trotzdem wollte ich nicht unerwähnt lassen, dass es allgemin auch noch ganz andere möglichkeiten gibt.

    sicherlich haben hunde andere verhaltensstrategien im zusammenleben mit menschen entwickelt, trotzdem legen sie ihre hündischen verhaltensweisen nicht ganz ab. und in vielen familien herrscht das denken, dass das kind doch über dem hund stünde immernoch vor. wenn schon hündisch, dann bitte richtig.

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    Wo spare ich Leid?
    Ich drücke mich nur weiterhin vor der Verantwortung für Kind und Hund.

    eben...wie kann ein neues leid ein anderes wieder gut machen? wird durch die weggabe des hundes die tat rückgängig gemacht? ist dann die verletzung weniger schlimm?

    wenn mein hund jemanden beißt bin ich als besitzer dafür verantwortlich. ich war nicht umsichtig genug. und dann seinen hund dafür zu bestrafen finde ich ziemlich verwatwortungslos.

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    Ein Hund handelt instinktiv, wir Menschen handeln in vollem Bewusstsein. Das gibt uns doch die Möglichkeit es besser zu machen, wir sollten uns der "Unzulänglichkeiten" unserer Hunde bewusst sein. Ein Hund kann nicht abwägen und entscheiden, ob seine Reaktion angemessen ist, oder welche Auswirkungen sein Tun hat. Wir können das sehrwohl. Und nur weil ein Hund mal nicht funktioniert, wie wir das aus menschlicher Sicht gerne hätten, sondern seinem Naturell entsprechend, können wir ihn doch nicht einfach entsorgen, nur weil wir nicht in der Lage sind, ihn als das zu sehen und zu behandel was er ist, nämlich ein Raub- und kein Kuschel-Tier und uns darauf ein einzustellen und dementsprechend zu handeln. Warum ist es eigentlich immer die Schuld des Hundes? Der geht doch nicht einfach hin und denk sich: "So nun beiße ich das Kind mal ins Gesicht, ich hab ja grad nichts besseres zu tun." Er tut das doch nicht aus Bosheit. Aus meiner Sicht ist die Ursache für solche Vorfälle, immer das Versäumniss von Menschen. Wir sind diejenigen die vorausschauend denken können (müssten). Und es ist unsere Aufgabe, dass solch schlimme Vorfälle nicht passieren! Das kann man nicht auf den Hund abwälzen.

    :gut: genau so sehe ich es auch.

    was ich mich die ganze zeit auch frage: wo wollt ihr denn den hund, der gebissen hat, hingeben? wer nimmt einen solchen hund? ab ins tierheim, wo er als unvermittelbar gilt?

    Zitat

    Aus meiner Sicht ist ein Hund der noch nie gebissen hat und sich sonst auch alles gefallen lässt genauso ein "potentieller Beisser" wie der, der einmal in drei Jahren gebissen hat und auch sonst nicht verhaltensauffällig ist. Sollten Menschen mit Kindern also gar keine Hunde mehr halten?

    diese frage möchte ich gerne weitergeben. an all die, die ihren hund weggeben würden, wenn er, aus welchen gründen auch immer, einmal ein kind beißen sollte: warum habt ihr euren hund noch? potenziell ist er dazu in der lage zuzubeißen.

    silke, dich könnt ich beömmeln.

    es geht eben nicht darum irgendwen über irgendwen zu stellen - gar nicht. es geht darum verwantwortung für kind und hund wahrzunehmen - nicht mehr und nicht weniger. weder kind noch hund können ahnen, welche tragweite ihre fehler teilweise haben.

    aber wir können es.