Beiträge von Lucanouk

    ich kannte einmal eine huskydame, die leider auch ihre eigene rute "angelegt" hatte...die hat sich damit völlig fertig gemacht.

    unsere kessy hingegen war zwar jedes mal scheinträchtig, aber sie hatte nie ein geschwollenes gesäuge, sondern war immer einfach nur im schrank verschwunden und war dann in ihrem versteck nicht ansprechbar. es war irgendwie lustig: wir haben sie im gesamten haus gesucht, gerufen - null reaktion- und irgendwann fanden wir zwei leuchtende augen in irgendeinem schrank. sie ist unkastriert (allerdings hatte sie drei mammtumor-ops und der merkwürdige ta meiner eltern hielt es nicht für nötig dann da zu kastrieren) fast achtzehn jahre alt geworden.

    lennyx: feddersen-petersen: "ausdrucksverhalten beim hund"...ein interessantes und lehrreiches buch. schon alleine das wort "calming" mit beschwichtigung gleich zu setzen ist ein übersetzungsfehler, der leider immernoch häufig gemacht wird ;)

    calming ist nun einmal beruhigung, nicht beschwichtigung.

    distanzvergrößerndes, sowie -verringerndes verhalten ist noch einmal ein anderes thema. distanzvergrößernde signale sind z.b. das defensivdrohen. distanzverringernde signale sind u.a. spielaufforderungen, aktive unterwerfung etc.

    marta, wozu sollte man (auch aus hundesicht) in einer solchen situation züngeln? eine licking-intention von einem höher gestellten, sicheren tier macht sowieso nur wirklich sinn, wenn dieses dem kontrahenten zeigen möchte, dass der konflikt beendet ist und es trotzdem bleiben darf (mal abgesehen davon, dass eine korrekt ausgeführte licking-intention wohl nur von hunden/wölfen und naja vielleicht noch vom ollen shaun ausgeführt werden kann...).

    stimmt das verhältnis nicht (ist man eben nicht der sichere part), könnte eine solche geste auch als mischmotiviertes defensivdrohen verstanden werden...in einer solchen situation (um den eigenen hund zu retten) wär das absolut quatsch.

    wozu sollte man eine solche botschaft einem fremdhund gegenüber aussenden?

    ich denke schon, dass ein paar körpersprachliche regeln universal gelten: wie z.b. das fixieren als drohverhalten (wird von menschen, hunden und anderen tieren teiweilse als sehr bedrohlich empfunden) oder eine sichere körperhaltung als ausdruck von vitalität, kraft und führungspersönlichkeit. auch das entschärfende blickabwenden ist unter menschen sehr verbreitet und wird sowohl von ihnen, als auch von hunden verstanden.

    und es gibt durchaus hunde, die noch sehr empfindlich auf körpersprache des menschen reagieren.

    anouk z.b. ist da nicht sooo empfindlich: anstarren verzeiht sie menschen durchaus, nimmt das nicht so krumm.

    luca hingegen sieht ein menschliches fixieren als absolute kampfansage an ;)

    auf seine körpersprache zu achten, klar und vor allen dingen bewusst (!!!) mit seinem körper in menschlichen körpersprachlichen signalen zu kommunizieren (wre kann das schon? aufrecht gehen, klare körpersprachliche untermalung der eigenen intention) und dabei hundliche signale nicht außer acht zu lassen (z.b. hund nicht unbedingt durch affenumarmungen zu bedrängen, von oben herab zu knuddeln, zu fixieren etc.) ist wahrscheinlich ein sehr guter weg.

    Zitat

    Lach, Ihr wisst aber schon, dass die Stärke des rüdenhaften Verhaltens davon abhängt, wie stark der Testosteronschub der Mutterhündin pränatal war?

    und nicht nur das: hinzu kommt die frage zwischen welchen geschwistern der hund gelegen hat und auch fragen zum schwangerschaftstressverhalten der mutter, rasse-, individualfragen, sowie die sozialisation an sich, hirnstrukturen, temperament/typ (ein sehr sexuell motivierter a-typ lässt sich beim thema "läufige hündin" noch mal ganz anders lenken als ein ruhiger b-typ). es sind viele faktoren, die letztendlich das individuum hund bilden. all das ist noch gar nicht ansatzweise abschließend erforscht.

    es gibt haufenweise theorien hierzu, einige sind schon bestätigt, andere werden verworfen. so ist das ja nun einmal mit der wissenschaft. glücklicherweise reden wir hier über hunde, nicht z.b. über das universum ;)

    calming signals sind beruhigungssignale. diese werden AUSSCHLIESSLICH vom sicheren hund gegenüber dem unsicheren ausgesendet, um die situation zu entschärfen. niemals andersrum.

    bsp. junghundunterwirft sich aktiv, althund dreht den kopp wech.

    beschwichtigungssignale (wie z.b. signale der aktiven unterwerfung, wie z.b. die infantile babystirn und das dazugehörige pföteln) werden von unsicheren hunden gegenüber den sicheren ausgeführt, um diese mit möglichst infantilen verhaltensweisen davon zu überzeugen, dass sie kleine brötchen backen wollen.

    beschwichtigungssignale sucht man beim sicheren hund in einer solchen situation vergeblich ;)

    allerdings gibt es durchaus hunde, die beschwichtigungssignale stark instrumentalisieren, um ihre bedürfnisse durchzusetzen (die schlauen racker).

    solche signale in einer für den eigenen hund gefährlichen situation zu zeigen würde ihn extrem verunsichern udn macht, meiner meinung nach, überhaupt keinen sinn.

    beruhigungssignale auszusenden (wie z.b. kopfabwenden beim mundwinkellecken) schon eher.

    denn wir sollten doch der sichere part in der mensch-hunde-beziehung sein, oder?

    allerdings: ein signal hat in einer singulären vereinzelten form nicht seine eigentliche bedeutung. viele signale, die ganzheitlich mit dem ganzen körper gezeigt werden, zeigen, was der hund ausdrücken möchte. und da wir nicht der lage sein werden, eine babystirn zu machen, sowie dabei zu pföteln und die augen aufzureißen werden wir wohl niemals hündische beschwichtigungssignale senden können.

    was wir aber als mensch können bzw. lernen können, ist selbstbewusst voran zu schreiten und dem eigenen hund zu zeigen, dass wir das regeln.

    noch mal kurz zum thema "wildhunde":

    echt wildcaniden regeln das durch ihre soziale gruppenstruktur. hierbei handelt es sich allerdings um nicht-domestizierte hundeartige.

    bei streunern u.ä. sieht das ganz anders aus: die poppen, was sie kriegen können, da gibt es teiweilse auch heftige kämpfe. die sind durch die domestikation auf eine höhere fruchtbarkeit hin selektiert - genau wie unsere haushunde.

    da ist es nicht so klar geregelt ;)

    Zitat

    Hoden sind nicht nur Hormone die geil machen, informiert euch bitte bevor ihr euren Hunden aus Mangel an Kenntniss einen wichtigen und gesunden Körperteil amputiert.

    :gut: ein sehr guter satz. ich finde, die leute sollten sich genau darüber informieren,w as sie da tun. aber das, was hier gerade läuft hat rein gar nix mehr mit informationsaustausch zu tun.

    beleidigungen, unterstellungen und pauschalisierungen ohne ende...

    Zitat


    ne, aber mal nachforschen, woran das liegt. Auch bei Hündinnen gibt es andere Therapien als nur ne Kastra, zumal auch viele kastrierte Hündinnen das ganze Jahr über extrem lecker für Rüden riechen. Was macht man dann noch?

    ich sagte ja nicht, dass kastra da die lösung wär ;)