Beiträge von Lucanouk

    und es gibt immernoch andere möglichkeiten. als ta würde ich mir in meine praxis eine zwingeranlage bauen und solche hunde verwahren, bis ein wesenstest gemacht werden kann. wenn die besitzerin dagegen ist ("nee, sofort einschläfern!" - was wohl kaum jemand ist, der einfach keine lust hat steuern zu zahlen.) würde ich mir das mit allen risiken unterschreiben lassen.

    ich denke, dass man damit einen gangbaren weg geht. und ich kann mir nicht vorstellen, dass solch eine maßnahme für einen gestandenen ta nicht finanzierbar wäre. und wenn ich kein gestandener arzt bin kann ich immernoch netzwerke schaffen, wenn mir das wohl der tiere am herzen liegt. es gibt zig tierschutzvereine, mit denen man als ta zusammenarbeiten könnte.

    zum thema schaden durch unterlassung: ich kann mir nicht vorstellen, dass bei einer solchen vorgangsweise der ta wirklich automatisch dran ist.

    klar, wenn er einfach nur "nein, ich mach das nicht." sagt schon. aber wenn er unter zeugen dem besitzer verschiedene handlungsmöglichkeiten vorliegt, ihm anbietet den hund zu verwahren oder, oder, oder dann müsste das doch gehen.

    schließlich ist er sachverständig, genau deswegen sollte er möglichkeiten finden, dem hund zu helfen.

    was ist denn mit seiner verantwortung gegenüber dem tierschutzgesetz?

    was ist denn, wenn ein hh mit seinem angeblich aggressiven hund kommt und die zähne gezogen haben will. und der ta das nicht macht. ist er dann auch verantwortlich für den nächsten beißvorfall?

    wenn ich als erzieherin einen verdacht bezüglich kindesmisshandlung habe, gibt es auch mehrere wege die situation aufzudecken. ich muss nicht sofort bei einem blauen auge die polizei in die kita rufen, obwohl ich die zuständige bin. ich kann zurst eine verdeckte ermittlung durch die jugendamt einschschalten, den amtsarzt/einen kinderpsychologen konsultieren und durch gespräche näheres herausfinden.

    denn es gibt eben auch verletzungen, die heftig aussehen und beim spielen entstanden sind. da hab ich schon sachen gesehen...wenn man da jedesmal die polizei eingeschaltet hätte, hätten die kinder ein heftiges trauma und die eltern ebenfalls.

    manchmal ist es besser nicht sofort spontan handeln zu müssen, sondern als zuständiger einen notfallplan zu haben, bevor dieser fall eintritt.

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    also eine freundin von mir hat auch getreide gefüttert- also industriefutter und die hund bekamen auf einmal komische beulen.
    seit barf sind diese weg, auch sie füttert ohne getreide und ich selbst habe das buch natural dog food.
    die dame findet auch, dass getreide nichts in der barf-fütterung zu suchen hat

    es muss ja nicht unbedingt getreide sein, es gibt auch andere kohlenhydratquellen. vielleicht hat auch speziell dieser hund eine allergie gegen das ein oder andere getreide. deshalb getreide generell zu verteufeln ist ja nun auch nicht richtig.

    kohlenhydrate wie kartoffeln, getreide u.ä. sollten, ja nach gewicht des hundes, etwa die hälfte des gemüseanteils ausmachen.

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    ein barfshop sagt sogar, dass man nur fleisch füttern soll, sprich nichts anderes.

    ja, solche dinge sagen die leute im barfshop bei mir um die ecke auch. aber diese leute sind keine ernährungsexperten, sondern einfach verkäufer, die barfen. nicht mehr und nicht weniger. und die bezahlen ja nicht deine ta-rechnungen, wenn die nieren irgendwann versagen ;)

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    ich habe soviel gefüttert, weil sie vorher sogar bei 700g Fleisch noch abgenommen hat. irgendwie mußte ich ja zusehen, dass sie nicht wie ein gerippe rumrennt.

    was hast du denn für fleisch gefüttert? gerade eine überversorgung mit proteinen führt zwangsläufig dazu, dass hunde immer mehr abnehmen durchfall bekommen und eben "nix auf die rippen kriegen".

    das ist normal und logisch. je mehr fleisch du dann reinstopfst, desto schlimmer wird das problem. das liegt einfach daran, dass hunde soviel proteine nicht mehr verstoffwechseln können.

    wichtig ist es nicht viel fleisch zu füttern, sondern sehr fettreiches fleisch zu verwenden: der fettanteil sollte, je nach aktivitätsgrad, zwischen 15 und 20% der fleischration liegen. dazu ein wenig kohlenhydrate und der hund kann sein gewicht halten.

    im abnehmfall sollte sich das fett natürlich an der unteren grenze orientieren.

    schnauzermädel, es gibt aber immer einen ausweg. und den hund von der polizei/dem amtsvet abholen zu lassen geht. niemand kannn einen ta zwingen ein tier ohne wesenstest einzuschläfern. man könnte auch der frau raten, das tier bis zum test in einer hundepension unterzubringen, oder, oder, oder...

    dann kann man den hund aber immernoch vom vetamt/ordnungsamt abholen lassen. und dieses verwahrt den hund und ordnet einen wesentest an. das passiert ja auch bei beißunfällen. das wäre verantwortungsvolles handeln.

    und ein ta, der einfach einschläfert aufgrund einer schilderung gehört für mich nicht in diesen job.

    ohne wenn und aber.

    ich kann mich motte nur anschließen: also bei 35 kg zielgewicht solltest du keinesfalls so viel fleisch füttern. 490 g sollte der tierische anteil allerhöchstens sein. darin sind knochen, innereien und muskelfleisch schon enthalten.

    der rest sollte mit gemüse bzw. auch kohlenhydraten ergänzt werden. das geht auch getreidefrei: gekochte kartoffeln sidn ein hochwertiger kohlenhydratlieferant.

    warum fütterst du 600 g bzw. vorher sogar 800 g?

    wie stark zieht denn dein hund dabei?

    ich kann dir das windhundgeschirr von camiro empfehlen, natürlich maßangefertigt. wichtig ist, dass du dieses geschirr nur zum trailen benutzt und sonst nicht. somit hast gleich eine signalverbindung hierzu.

    ich kennne einige, die mit dem safety trailen, das ich persönlich nicht so geeignet finde, da es meiner erfahrung nach entweder am hals oder am körper nicht richtig sitzt. wichtig ist beim trailen mit nem stark ziehenden hund:

    die halsung sollte auf dem brustbein liegen, nicht darüber!

    der rippengurt sollte über dem harten teil des brustkorbes liegen und sich nciht ziwschen dne weichen rippen verheddern.

    das geschirr darf nicht scheuern.

    die schulter sollte nicht behindert werden.

    grüne brechbohnen sind absolut nicht für hunde geeignet. im rohen zustand sind sie giftig und im gekochten können sie zu blähungen und damit sogar zu magendrehungen führen.

    ich würde einfach so weitermachen wie bisher, ihr macht das doch ganz gut, oder? langsam und stetig abnehmen und ihrem hunger eben nicht nachgeben...und männe auf die pfoten hauen!

    unsere kessy war auch so ein hund: total souverän, sozial und einfach klasse, hat nicht unbedingt jeden hund gemocht, aber ungeliebte ignoriert und bei ganz aufdringlichen saubere geniale, klare, kurze ansagen verteilt.

    ich hab sie als zehnjährige erzogen und habe mich immer in meinem jugendlichen leichtsinn extrem über aggressive, pöbelnde und ungehorsame hunde gewundert.

    der knall kam für mich mit der dobihündin, die ich dann als sehr junge erwachsene (gerade dem teeniealter entsprungen) als notfall aufnahm, um sie weiter zu vermitteln: hyperaktiv, bis auf die knochen abgemagert und mir fiel von anfang an ein merkwürdiges verhalten auf, das ich damals leider noch nicht so recht deuten konnte...sie begrüßte andere hunde nicht, sondern ging sofort in ein wildes jagdspiel über, in dem sie meistens der jäger war.

    dadurch, dass sie trotzdem "freundlich" und auch aggressionslos auf andere zuging verkannte ich leider, was hinter ihrem merkwürdigen verhalten steckte...bis sie sich (für mich damals "völlig aus dem nichts") einen an ihr vorbeirennenden kleinen hund griff und realtiv heftig verletzte, da sie sich in ihm sofort verbiss und ihn versuchte tot zu schütteln.

    bis zu diesem tag hatte ich ein absolutes urvertrauen in hündische interaktionsmuster und fand alle möglichen menschen hysterisch, die bei kleineren auseinandersetzungen dazwischensprangen (ja, es war wirklich arroganter jugendlicher leichtsinn ;) )

    das war der knall. riesengroß und mit einem lauten krachen kam er. wie ein vulkanausbruch.

    dieser hündin folgte anouk, durch die ich lernen musste, dass freilauf eben ein hart erarbeites privileg ist (kessy lief ihr ganzes langes leben lang in allen situationen permanent frei) und hundekontakte eben nicht so unkompliziert und selbstverständlich sind wie sie für mich früher waren. als luca hinzukam war der knall schon verdaut und im klo hinuntergespült, trotzdem war es erst einmal sehr heftig, sich auf die zusammenarbeit mit einem hund ohne bzw. mit extrem schlechter beißhemmung und so niedriger reizschwelle einzulassen.

    die gruppendynamik hat mich anfangs auch stärker gefordert, als ich dachte.

    mittlerweile weiß ich, dass es einfach einige hunde gibt, die einen glauben lassen, hundeerziehung wäre nicht allzu schwierig. es sind hunde, bei denen der knall niemals kommt: hunde, die ein ruhiges klares wesen und eine hervorragende sozialisation haben.

    und wer einen solchen hund hat, sollte nicht nach dem knall fragen, sondern sein hundekind ganz fest an sich drücken und sich einfach darüber freuen, dass es so toll ist, wie es ist....jetzt werd ich wieder sentimental, kessy war auch einfach ein einmalig toller hund.

    denn der knall kommt vielleicht irgendwann bei einem anderen hund.

    achso, nicht, dass einige denken, ich liebe meine knalligen hunde nicht: natürlich liebe ich die beiden chaoten heiß und innig, schließlich sind es MEINE chaoten :D