Beiträge von Lucanouk

    ich kann meinen rüden da auch nicht einordnen, night...mach dir nix draus ;)

    einerseits ist er leicht reizbar, andererseits aber auch nicht wirklich unsicher. hat ne ziemlich schnelle reaktionszeit, kann extrem viel härte zeigen, kann aber auch sausensibel sein und versteht gegenüber anderen unbekannten hunden keinen spaß (es sei denn, es ist ne superscharfe hündin, da kann man so richtig charmant sein)...ich empfinde diese skala als absolut veraltet. die einteilung in gutartig und bösartig kann ich irgendwie sowieso nicht nachvollziehen. was soll denn bitte ein bösartiger hund sein?

    ein hund, der sehr viel schärfe/härte zeigt kann doch im grunde seines herzens auch ne misshandelte schissbux mit deprivationsschaden sein, die nur nach vorne geht, weil sie keine andere überlebenschance kennt. solch einen hund als bösartig zu bezeichnen...ich weiß nicht...

    ich kann verstehen, das es dich als vegetarier anekelt roh zu füttern...ich bin veganerin und füttere roh. anfangs fand ich auch vieles nicht so toll, doch ich sehe, wie gut meine hunde mit dieser art der fütterung klarkommen und wie gesund sie sind.

    mittlerweile füttere ich sogar richtig ekelhafte dinge (gestern gab es z.b. bullenhoden...).

    ich würde ihr an deiner stelle die zähne putzen und festes fleisch zum kauen anbieten, wie z.b. peesenfleisch. um das zu fressen, müssen die ihre zähne komplett hineinschlagen. dabei werden die zähne geputzt und das zahnfleisch wird massiert. vielleicht würde es helfen komplett auf rohfütterung umzusteigen? der hund einer freundin hat durch eine fehlstellung der zähne auch andauernd zahnstein gehabt. seitdem er roh ernährt wird ist es deutlich besser geworden, weil er kauen muss.

    das klingt ja furchtbar!! so eine heftige reaktion! wie geht es deinen hunden inzwischen? ich hatte im märz diesen jahres auch so eine merkwürdige situation mit anouk. sie war in der küche, auf einmal hörte ich es scheppern (so, als ob sie umgefallen wäre) und sie torkelte mir unansprechbar entgegen. nach zehn sekunden war sie wieder ansprechbar. ich hatte sie einen tag vor dem vorfall mit frontline behandelt. da ich überhaupt nicht wusste, warum das sonst passiert sein könnte tippe ich auf das spot on. das kommt mir nicht mehr auf die hunde.

    eine freundin von mir kennt einen hh, der seine (ich glaub) fünf dobis durch einen sehr klaren abbruch von rennenden rehen abrufen kann. um den abbruch aufzubauen hat dieser ein sprühhalband benutzt. er hat allerdings diesen abbruch abseits von reh und co etabliert und dann in höheren reizlagen eingesetzt.

    er hat wahsrcheinlich wirklich sehr sauber aufgebaut. ich kenne den hh nivht persönlich, aber fünf hnde im hetzen abrufen zu können ist natürlich nicht schlecht. dadurch haben die fünf entsprechende freiheiten.

    Zitat

    Es wurde doch nie behauptet, dass Windis kein Interesse an Wild haben, sondern dass sie ebenso auf sich schnell und ausdauernd bewegende Objekte anspringen.
    Da sich weder Bälle noch Dummies sonderlich weit sehr schnell bewegen, sind sie nicht besonderst interessant.
    Die Windis die ich kenne finden einen liegenden Falschenhasen zum gähnen.

    ja, genau das ist es.

    es gibt im jagdverhalten von hunden mehrere sequenzen. früher wurden dieses sequenzen als triebe bezeichnet. heute spricht man vom funktionskreis "beutefangverhalten/jagdverhalten":

    dazu zählen folgende sequenzen:

    orten/aufspüren/orientieren - fixieren/anpirschen - hetzen - stellen - packen - töten - fressen

    durch die gebrauchshundezucht wurden je nach verwendungszweck bestimmte sequenzen verstärkt selektiert und andere regelrecht gelöscht/abgeschwächt. somit kommt es bei verschiedenen hunderassen zu unterbrochenen bzw. unvollständigen handlungsketten.

    hütehunde z.b. zeigen beim hüten das fixieren und anpirschen, sehr kurze hetzmomente gibt es teilweise auch (jedoch ist auch in diesen moment das anpirschen vorrangig vorhanden). es existiert ein abgeschwächtes packen der beute (keulenbiss). das töten ist vollständig herausselektiert und ein hütehund, der dieses verhalten am schaf zeigt ist nicht für diese arbeit von nutzen.

    diese anlagen werden in der ausbildung noch verfeinert und gelenkt. macht man das nicht, generalisieren sich dieses verhaltensweisen eventuell auf jogger, kleinhunde oder eben wild.

    vorstehhunde zeigen eine lange orientierungsphase und ein hochverstärktes fixieren, in dem fall vorstehen. normalerweise werden dieses darauf selektiert, sich beim vorstehen anzupirschen. das hetzen ist genetisch unterdrückt (bricht jedoch auch bei vorstehern gerne noch mal hervor).

    podencos z.b. zeigen die komplette palette bis auf das töten: sie spüren den hasen/das kaninchen auf, fixieren es, pirschen sich an, hetzen es in den nächsten busch. dort wird das tierchen durch gebell so lange bedrängt, bis es herausprescht. einer der podencos packt es dann und bringt es im idealfall unverletzt dem jäger.

    einige nomadenhunde zeigen das gesamte repertoire. sie sind in der lage, das wild selbstständig aufzuspüren und dann im ernstfall auch zu erlegen. hierbei ist die hetzphase jedoch häufig verstärkt, da es sich meistens um schnell flüchtendes wild handelt.

    terrier sind wiederum meister im packen und töten. sie können eine maus oder eine ratte auch selbstständig aufspüren, jedoch sind sie nicht für eine sehr schnelle oder intensive hetzphase gemacht. auch das lange vorstehen wurde nicht gesondert selektiert, da der eigentliche kampf mit der beute z.b. bei der baujagd um längen wichtiger ist. terrier4me: der jack russel wurde doch früher fast nur zum ratten-/mäusereinhalten verwendet. warum sagst du, dass sie nciht packen und töten durften?

    bei gesellschaftshunden (bei denen jagdverhalten höchst unerwünscht ist) wurde die gesamte kette in seiner eigentlichen form wegselektiert. man findet noch gelegentlich relikte des packens im zerrspiel oder des hetzens im ballspiel, jedoch verhalten sich mops und co hier nicht sonderlich vehement.

    viele familienhunde haben heutzutage noch jagdliche wurzeln, jedoch fehlt den meisten wildschärfe und vehemenz (glücklicherweise). so kommt es dann eher zu einem lustigen hinterherhopsen, als zu einem rauschähnlichen zustand beim hetzen von wild.

    das töten steht bei diesen hunden nicht zur debatte und so kommt es dann auch zu einem lustigen "ich hops mal der katze hinterher...oh, die dreht sich um...ich bleib mal lieber stehen"-verhalten. ein hund, der noch komplett jagd würde dieses stehenbleiben entweder zum packen oder töten nutzen oder die katze durch bestimmte bewegungen zum weiterrennen animieren (obwohl diese animierversuche eher bei sehr großem wehrhaftem wild stattfinden).

    es ist also genetisch fixiert, ob ein hund andere lebewesen als beute betrachtet oder nicht. diese fixierung bestimmt das jeweilige beuteschema. für den dackel sind es, je nach größe, füchse, kaninchen oder sogar dachse. für den jack-russel-terrier sind in der ursprünglichen verwendung ratten und mäuse (heute auch gerne mal dachse´, die allerdings nur noch gestellt werden).

    pointer fetzen total auf federwild ab und barsois hetzen sogar wölfe.

    es gibt rassen (und auch bei jagdhunden gibt es individuen auf die das zutrifft), die keinerlei ernsthaftes jagdverhalten an den tag legen. für diese ist das töten anderer tiere unwichtig.

    Zitat


    Das kann man an der Körpersprache erkennen....wenn sie bei der Vorderkörpertiefstellung steif und nur nach vorne gerichtet ist..dann heißt das nichts gutes.

    Eine Spielaufforderung sieht kurvig aus und die Beine sind nicht parallel nach vorne ausgerichtet.

    genau!

    beim spielen sehen die hunde albern aus, der blick ist freundlich oder manchmal auch ungerichtet.
    die beine werden auf den boden geschmissen, die hunde grinsen von einem ohr zum anderen, zeigen ein spielgesicht, um ihre absicht kund zu tun.

    beim jagen gehen sie eher ins fixieren, können sogar zittern bei der vorderkörpertiefstellung...der ganze hund sieht verspannt aus. sie gehen eher langsam in diese stellung hinein, es hat etwas lauerndes.