Zitatsie haben einfach eine andere mimik und gestik. sie kommunizieren viel mit dem ganzen körper.
ich brauche bei meinem hund nicht die rute zu sehen um zu wissen wie sie auf einen hund reagiert, sondern je nachdem wie sie sich hinstellt, wie und und welche richtung sie schaut und wie ihre körperstellung ist.eine rute ist nicht das einzige signal, man muss immer den hund im ganzen betrachten.
klar es ist leichter wenn der hund ohren hat, aber das die hunde eingeschränkt sind dadurch empfinde ich z.b gar nicht.
sie sind eben einfach nur anders.
natürlich muss man den hund immer im ganzen betrachten. ich kenne einige bulldoggen und natürlich siehst du deinem hund die stimmung an und auch andere hunde können erkennen, wenn sie sich z.b. heftig freut, total abgeneigt usw. usf. gerade im bereich der submission können sich plattnasen oft hervorragend ausdrücken. jedoch im drohverhalten wird es schon deutlich schwieriger. viele nuancen zwischen starken gefühlszuständen sind einfach für andere schwieriger zu entschlüsseln, weil sie schlicht nicht dargestellt werden können z.b. ein leichtes anheben der lefzen (geh weg von meinem arsch!), ein leichtes anheben der rute etc. pp. die kommunikation ist damit vergröbert.
selbst zwischen pudeln und wölfen ist dieses phänomen eindrucksvoll zu beobachten. dadurch, dass die kommunikation hier schon vergröbert ist, verhalten sich pudel wölfen gegenüber realtiv schnell sehr aggresiv. während wölfe noch ihr ganzes drohrepertoire abspielen (eine körpersprachliche diskussion zwischen wölfen kann sogar bis zu einer halben stunde dauern) hängen die pudel schon auf den wölfen drauf. das führte bei den wopuprojekten dazu, dass die pudel die absolute vorherrschaft gegenüber den wölfen hatte. die waren schlicht udn ergreifend eingeschüchtert, weil die pudel für ihre begriffe so schnell in kampfhandlungen übergingen.
ich habe einige hunde erlebt, die wundervoll und formvollendet drohen können und dies auch in feinsten abstufungen tun. durch eine ausgeprägte aggressive kommunikation (z.b. ein hund will nicht anal kontrolliert werden: ein steifwerden des körpers - die rute geht erst runter - dann folgt der leichte seitenblick - die ohren werden nach hinten gestellt - die stirn wird erst einmal glatt gelegt - der blick verfestigt sich - ein leichtes brummen folgt - die lefzen werden leicht angehoben - die stirn gerunzelt - die zähne werden noch stärker entblößt - die stirn wird richtig in falten gelegt - die zähne liegen nun komplett frei - die augen sind aufgerissen - die ohren werden mehr und mehr nach vorne bewegt - ein abschnappen erfolgt - ) hat das gegenüber viel zeit angemessen zu reagieren. kann der hund einige nuancen nicht ausführen (oder tut er es schlicht nicht - z.b. drohte luca früher nur mit einem steifwerden, rute hoch ohren vorn, fixieren, feddich - mittlerweile kann er es immer besser) kommt es viel schneller zur eskalation.
wie soll ein hund seine lefzen in feinabstufung anheben, wenn sie schlicht zu schwer und damit nicht so einfach zu kontrollieren sind? wie soll er seine stirn für andere erkennbar in falten legen, wenn sie sowieso von falten überzogen ist? wie soll ein hund einen leichten seitenblick darstellen, wenn seine augen hinter einer dichten matte verborgen sind?
ich sage nicht, dass andere hunde es nicht lernen können, mit dieser anderen körpersprache klar zu kommen. jedoch wird es immer schwieriger sein, als die kommunikation mit einem hund, der alle feinheiten drauf hat. es gibt mehrere studien, die belegen, dass situationen zwischen kommunikativ eingeschränkten hunden sehr viel schneller eskalieren, als zwischen hunden, die anatomisch dazu in der lage sind, sehr feine emotionen auszudrücken.
und ich finde man tut einem lebewesen keinen gefallen, wenn man es so züchtet, dass es erst ein fremdwörterbuch auspacken muss, um von anderen artgenossen aktzeptiert zu werden.