wenn du dich mit dem gedanken trägst, ein sprühhalsband zu benutzen (was ich persönlich nicht grundsätzlich verurteile, es kommt eben darauf an, wie es benutzt wird), wäre es sehr wichtig, dass du dich einmal mit verschiedenen dingen beschäftigst.
welches verhalten deines hundes möchtest du kontrollieren? das jagen besteht aus zig verschiedenen sequenzen. das jagen an sich unter verbot zu stellen, würde bedeuten, dass du jedes scnüffeln, jedes rennen, jedes buddeln verbieten müsstest. das wäre mit sicherheit absolut tierschutzrelevant und höchstwahrscheinlich nciht konsequent durchführbar.
was sicherlich vernünftig wäre, ist das erarbeiten eines gut sitzenden abbruchsingals, das immer und konsequent durchgesetzt wird, erst einmal abseits vom jagen, gekoppelt mit einem motivierenden alternativverhalten (z.b. dem suchen und bringen des dummys).
also z.b. ein positiv aufgebautes "stop"-signal, ein superpfiff oder ein positiv aufgebautes "down".
je nach hundetyp wählst du das passende kommando aus. dieses wird positiv und klar aufgebaut, erst in nideriger reizlage (zu hause), dann in höherer reizlage (z.b. an der reizangel).
hast du schon einmal mit der reizangel gearbeitet?
in der aufbauphase muss der hund erst einmal lernen, das kommando IMMER zu befolgen, sonst bleibt der erfolg aus.
erst dann kann man sich mit dem gedanken tragen, ein solches kommando abzusichern.
ich würde dir raten hierzu einen trainer zu rate zu ziehen, der sich mit solchen methoden auskennt.
du musst dir also um folgende dinge gedanken machen:
1.was für ein abbruchsignal möchte ich einführen?
2. wie möchte ich es einführen?
3. was ist das alternativverhalten, das ventil für den hund (gaaaanz wichtig!!)?
4. in welchen situationen benutze ich dieses signal?
5. wie steigere ich langsam die reizlage?
6. wie sichere ich es ab?
zusätzlich dazu brauchst du ein saumäßig gutes timing und du musst deinen hund perfekt lessen zu können, um rechtzeitig abzubrechen. hier kann dir ein guter trainer sicherlich behilflich sein.
denn, wenn du hier fehler machst sind die gefahren einer fehlverknüpfung bzw. einer erlernten hilflosigkeit nicht gerade gering, zusätzlich dazu kann es auch völlig nutzlos sein, solche methoden anzuwenden.