670 g fleisch ist mit sicherheit zu viel, ich denke, es wäre sinnvoller die fehlenden kalorien mit kohlenhydraten aufzuwerten.
Beiträge von Lucanouk
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ich denke schon, dass es nennenswerte unterschiede im sozialverhalten von intakten rüden und hündinnen gibt.
intakte rüden neigen eher zu einer ausgeprägten wettbewerbsaggression als hündinnen, das ist auch logisch bei so viel geballtem testosteron.
die wettbewerbsaggression beim rüden ist zwar sehr oft sehr offensiv, aber andererseits mit viel mehr imponierverhalten und geplänkel verbunden.
das macht es leichter rechtzeitig einzugreifen.
streitereien unter hündinnen laufen häufiger sehr viel subtiler ab, da ist es häufig schwieriger rechtzeitig einzugreifen (ein kurzer blick zur seite und los geht das gezicke).bei bestimmten rassen (akita inu, alaskan malamute, cathahoula und co) ist die gleichgeschlechtliche ablehnung bzw. aggression bei rüden um einiges heftiger als bei hündinnen ("same-sex-aggressive").
das liegt übrigens nicht unbedingt an einer schlechten sozialisation. es gibt etliche hunde, die von klein auf mit viele hunden positive und auch vernüftig reglementierte kontakte mit anderen hunden hatten und ab der geschlechtsreife geht es nicht mehr oder nur unter starker kontrolle mit gleichgeschlechtlichen.hormonell begünstigte aggressionsformen treten zwar bei hündinnen und rüden auf, aber eben noch viel häufiger beim männlichen geschlecht.
dafür sind hündinnen öfter ängstlich bzw. angstaggressiv.
in resozialisierungs- und raufergruppen finden sich allerdings doch eher rüden als hündinnen.
in meinem praktikum in der hundefarm hab ich auch mehr bemaulkorbte rüden als hündinnen gesehen, genauer gesagt trugen von ca. siebzig hunden etwa 12 bis 15 hunde im gruppenbetrieb einen mk, davon zwei hündinnen, der rest rüden (davon etwa 90% intakte rüden).
die eine hündin, die in der gruppe einen mk trug war ein rühr-mich-nicht-an-madamchen, also angstaggressiv.
die andere hündin (hovi) mit mk neigte dazu andere hunde mit scheinheiligen spielaufforderungen zum rennen zu bewegen und dann im jagdeifer zu packen.
bei den rüden waren die gründe für den mk im großen und ganzen andere: pure wettbewerbsaggression, sexuelle/hormonelle motivationen.
da wurde die ganze zeit mit blicken und dem ganzen körper demonstriert, wer hier die dicksten eier hat.
eine häufige ursache für verhaltensabbrüche waren hier liebestolle intakte rüden, die kastraten rammeln wollten bzw. andere rüden, die dann klarmachen wollten, dass der kastrat doch ihr schätzchen war.
man muss schon sagen, dass die rüden deutlich mehr bewegung und auch stress in die gruppe brachten als die hündinnen.
da wurde permanent imponiert, provoziert und auch abgecheckt.
die unverträglichsten hunde, die nicht im gruppenbetrieb mitliefen waren hier auch rüden, unter anderem ein kangalrüde und ein riesengroßer malinoisrüde mit gendefekt (ganze 80 cm schulterhöhe und im kopp total der mali).
ich muss schon sagen, dass intakte rüden hier ein anderes potential mitbringen als die meisten hündinnen. und ich kann mir vorstellen, dass deshalb so viele von ihnen im tierheim sitzen :/
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dieses gequietsche spricht aber absolut gegen ein "pöbeln", sondern eher dafür, dass dein hund sehr aufgeregt ist und sich durch aktive unterwerfungsgesten (anspringen als versuch die mundwinkel abzulecken, gewedele, gequietsche) extrem abiedert.
was in diesem fall sehr wichtig ist, ist das stresslevel bei der begrüßung herunterzufahren. in der praxis: also es steht jemand vor der tür und hundi wird ruhig auf seinen platz geschickt und bleibt da. damit das funktioniert sollte deine maus natürlich schon gelernt haben auf ihren platz zu gehen.
erst wenn alles ruhig ist darf sie langsam aufstehen und ihn begrüßen. wenn sie doch ins hopsen kommt: beruhigungsgesten senden (blick abwenden) und in einer leichten drehung das knie hochziehen bzw. total ins leere springen lassen.
das ist souverän und hilft ihr runterzukommen. gleichzeitig verhindert es das anspringen an sich. wenn alle vier pfoten auf der erde sind darf sie beachtet werden.
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warum bist du dir so sicher, dass es pöbeln ist? wie verhält sich dein hund dabei? wie ist die ohrenhaltung, das gesamte gesicht? die rute etc. pp.?
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wieso bezeichnet ihr einen solches verhalten (quietschen und anspringen) als "pöbeln"?
wie kommt ihr darauf, dass ein hund, der die aktive unterwefung im großen stil ohne impulskontrolle zeigt, pöbelt?
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Zitat
Der Thread ist langsam unübersichtlich geworden und ich schrieb mehrfach, dass ich keine 20-30 Minuten intensiv trainiere, sondern ich spiele mit ihm, er muss jedoch bevor ich etwas werfe bspw. ins Sitz gehen und erst dann geht es los.
für den hund ist das apportieren von wurfgegenständen kein spiel.
spielen ist u.a. durch lockerheit, entspanntheit und luxusbewegungungen gekennzeichnet.
das werfen eines balles u.ä. ist kein spiel an sich, sondern für den hund nichts anderes als eine reine hetzjagd.
dabei werden unterschiedliche hormone/neurotransmitter ausgeschüttet, wie z.b. adrenalin und dopamin.
die hunde kommen in einen regelrechten rauschzustand mit suchtcharakter.der stress, der bei diesem "spiel" zustande kommt, muss hinterher wieder abgebaut werden. deshalb sucht sich dein hund höchstwahrscheinlich einen schnuller.
ihm diesen schnuller zu nehmen wäre eine reine symptombekämpfung und würde gar nichts an seinem stresszustand ändern.ZitatWenn ein Hund im Sport ne Prüfung versaut ist das ärgerlich, wenn er im Alltag nicht händelbar ist oder einen Hund packt ist das viel schlimmer.
danke für diesen wichtigen satz!!! -
ZitatAlles anzeigen
Ein neuen Monate alter Hund kann ein solches Programm nicht verkraften.
Vielleicht bekommst Du das Symptom in dem Griff. Es wird sich dann aber recht schnell ein anderes zeigen.
"Meine" Rasse ist legendär dafür, dass sie dauernd beschäftigt werden müssen. Sagt man. Ein Ende kennen die nicht. Ist ja züchterisch so erwünscht.
Als meine letzte Hündin neun Monate alt war, konnte sie noch kein Fuss, kein Platz und wurde noch gar nicht beschäftigt. Wir haben alles ruhig und langsam angehen lassen und sie hat den Alltag kennengelernt. Ganz besonders haben wir geübt nichts zu tun, wenn wir irgendwo unterwegs waren.
Heute ist sie drei Jahre alt und nicht grad schlecht ausgebildet. Und sie hat sich keine "Beruhigungshandlungen" angewöhnt, weil sie die nicht braucht.
Vielleicht denkst Du doch nocheinmal ein wenig in diese Richtung, denn irgendwann sind die Symptome nicht nur für Dich störend, sondern gehen auch an die Gesundheit des Hundes.
Viele Grüße
Corinnadiesen beitrag kann ich nur unterschreiben.
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achso, ich meinte natürlich, wenn der hund das ohne leckerchen und co auch unter ablenkung kann und nur unter dem einfluss der pubertätshormone "vergessen hat".;)
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zu cool. das hätte auch meine anouk sein können, die klettert auch sehr gern

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Zitat
Mal so als Frage, wie stellt man denn fest, ob Hund die Kommando wirklich kann?
Wohl doch nur durch langsames Steigern der Reizlage und dann - ausprobieren.ob ein hund ein kommando verstanden hat oder nicht hat erst einmal nicht so viel mit der reizlage zu tun.
hat ein hund in ruhe verknüpft, dass "sitz" hinsetzen heißt, hat er das kommando erst einmal verstanden.
wenn ein hund aufgrund von unkonzentriertheit ein kommando nicht ausführt hat das erst einmal nichts damit zu tun, ob das kommando verstanden wurde oder nicht.
die erhöhung der reizlage dient in erster linie dazu, die konzentration des hundes auf das kommando bzw. den hundeführer zu fixieren.er kann (oder möchte) es gerade nicht ausführen, weil sein focus in diesem moment woanders liegt, nicht weil er nicht weiß, was er machen soll.
der grund kann eine zu hohe erregungs bzw. ein zu hohes stresslevel sein. dann sollte man den stress noch einmal herunterfahren.
es kann aber auch genauso gut sein, dass der pubertierende hund einfach mal austestet, wie durchsetzungsfähig herrchen/frauchen ist.
und dann ist es angebracht sich auch durchzusetzen. und natürlich ohne einschüchterungsversuche, sondern souverän und konsequent.bsp: ein kind hat von klein auf höflichkeitsformen gelernt.
mit 13,14 jahren spricht es auf einmal alle mit "alde"/"alder" an, hat anscheinend vergessen, dass es wörter wie "bitte" und "danke" gibt.
liegt das jetzt daran, dass dieses kind nicht verstanden hat, dass es höflichkeit gibt?
oder liegt es eher daran, dass jugendliche gerne herumexperimentieren und schauen, was das gegenüber dazu sagt?ich als pädagogin würde einem jugendlichen in einem solchen fall höflich aber bestimmt zeigen, dass sich ein solches verhalten nicht lohnt bzw. auch konsequenzen hat.
ich würde ihm nicht noch einmal beibringen, was bitte und danke heißt (denn das weiß er). ich würde es einfordern.
und das schaffe ich bei hund und kind ohne einschüchterung.