Beiträge von Lucanouk

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    was ich nicht verstehe, wieso scheucht die Frau im Video die Hunde, die sich an den Rand zurückziehen, immer wieder von dort weg?

    sie will sie bestimmt "in stellung bringen" :verzweifelt:

    danke für das reinstellen des videos, dragonwong. es hat ja anscheinend einigen usern die augen geöffnet.

    genau buddyjoy. der cattle sagt im video eigentlich sehr klar, dass er den platz doch sehr gerne verlassen würde. der hund steht ja schon am tor...deutlicher geht es ja gar nicht.

    bei den kommentaren von frau ertel hört man sehr genau raus, dass ihre art der interpretation sehr weit weg von den fakten ist.
    überhaupt: davon zu reden, was ein hund angeblich denkt ist alles andere als objektiv und sachlich. es ist vermenschlichend und typisierend.

    die hunde werden hier extrem manipuliert und es wird von natürlicher stellung gesprochen. passt nun gar nicht.

    natürlich werden meine hunde auch manipuliert (ist bei ihnen auch besser so) und können nicht machen, wie sie wollen. aber ich rede ja auch nicht von natürlichen rudelstellungen.

    auch die vermenschlichten "übersetzungen" sind sehr frei interpretiert und entbehren jeglicher sachlicher grundlage.

    in der vierten minute...wo sieht frau ertel hier eine t-stellung??? die t-stellung gehört zum imponierverhalten. das, was in dieser minute passiert ist eine sexuell motivierte annäherung des ridgebacks gegenüber dem puschelchen. da kann man keine t-stellung finden, auch wenn man noch so sucht. ridgeback findet puschelchen interessant, puschelchen versucht ihn durch drehbewegungen vom hintern wegzuhalten...das hat nix mit t-stellung zu tun.

    an alle seminarteilnehmer: ich kann mir durchaus vorstellen, dass die hunde sich auf dem seminar anders verhalten haben, als sonst (das kann eine menge ursachen haben, seminarsituationen sind ganz anders, als der alltag, denkt doch mal bitte nur an das phänomen "platzgehorsam"). und ich kann mir auch durchaus vorstellen, dass es da interessante beobachtungen gab.
    versucht doch einmal die beobachtungen so wertfrei wie möglich einzustellen, z.b.: hund a, unkastrierter rüde, 6 jahre alt trifft auf hund b, unkastrierter rüde 4 jahre alt. a stellt die ohren auf, hebt die rute, bleibt stehen. b stellt die nackenhaare auf, weicht dem blick aus, legt die ohren an.
    ohne begriffe wie mbh etc. pp.

    und dann interpretiert das ganze geschehen einmal.

    ihr werdet sehen: wenn man zuerst interpretiert, sieht jeder das, was er sehen möchte.
    wenn man sich erst einmal nur das anguckt, was man sieht, ohne zu interpretieren, kommt man auf viel sachlichere, objektive ergebnisse.

    versucht es mal.

    einige von euch sagten, dass der wissenschaftliche gehalt doch egal wäre, denn sie haben da etwas gesehen, das funktioniert.

    dann ist es in dem moment auch eigentlich unwichtig, ob sich der hund so verhalten hat, weil er ein mbh oder so ist oder ob es er sich so verhalten hat, weil er auf die körpersprache des anderen egachtet hat. wenn man schon in der interpretation ist, wird es schwerer, die situation objektiv zu betrachten. da smuss man ja auch nicht, denn es ght nur um den eigenen hund.

    wenn es für eurem hund funktioniert ist das doch o.k. dann braucht es keine wissenschaft. wenn man es aber auf andere hunde übertragen möchte und als allgemeingültige these stehen lassen möchte, sieht das ganze wieder anders aus ;)
    dann nämlich wird es unglaublich wichtig, dass man wissenschaftlich bleibt.

    denn wenn ich eine individuelle, subjektivierte beobachtung (welche durch beobachtungsfehler gekennzeichnet ist) einfach allgemein formuliere, kann ich damit nur falsch liegen.

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    wo genau ist denn jetzt das problem, wenn man sich für eine sache interessiert und Begeisterung zeigt?
    ich verstehe es echt nicht.

    ich, als kritiker, habe damit, sich für eine sache zu interessieren und begeisterung zu zeigen kein problem, wenn man mit dem kopf dabei ist.

    ich begeistere mich auch schnell für sachen, doch hier musste ich lernen, auch gegenargumente wirklich zu durchdenken und nicht an mir abprallen zu lassen.

    wenn ein gegenargument so stark ist, dass es mein argument von den füßen holt, muss ich es aufgeben, wenn ich mich wirklich für die wahrheit interessiere.

    was ich nicht verstehen kann:
    es wurden klare gegenbeweise erbracht, die die tatsache, dass es eine klare stellung bei rudeln gäbe, komplett widerlegen.
    diese beweise fußen auf wissenschaftlich dokumentierten fällen in der natur.
    es wurde darauf hingewiesen, dass spiel keine abnormität darstellet (diese annahme finde ich sehr gefährlich, spiel ist eine vorbereitung aufs leben).
    es wurde von einzelfällen gesprochen, in denen hunde eine extreme etwicklung durchmachten (vom wilden welpen zum souveränen erwachsenen, vom ängstlichen welpen zum draufgänger). das würde nach der rudelstellungstheorie gar nicht gehen.

    ich habe mich mit dem thema befasst und kann ganz klar und sachlich dinge nennen, die nachweislich nicht stimmen.

    ich bin nicht voreingenommen, aber bestimmte dinge haben rein gar nichts mit der realität in echten rudeln zu tun.

    und anstatt sich auch damit zu befassen werden solche argumente (die nun wirklich wissenschaftlich klar sind) ignoriert oder es wird behauptet (das soll jetzt kein angriff sein, sanne), die wenigsten echte rudel wären wirklich so perfekt.

    diese behauptung empfinde ich als haltlos und sehr vermessen.
    frau ertel ist keine verhaltensbiologin, ich nehme mal an, dass sie nicht unter echten forschungsbedingungen mit einem forscherteam im wald gelebt hat, um wirklich rudel zu erforschen.

    wenn man sich ein bisschen mit verhaltensbiologie auskennt, sieht man hier sehr deutlich, wie interpretion vor beobachtung kommt. und das ist der größte beobachtungsfehler (weil er zu subjektiven, falschen schlüssen führt), den es gibt.

    normalerweise beobachtet man ein verhalten und dokumentiert es. erst, wenn es gehäuft auftritt, wird angefangen es situativ zuzuordnen.

    sprich: wenn ich von einem angeborenen verhalten spreche, müsste ich mich erst einmal mit den gencodes auseinandersetzen.

    dann müsste ich eine statistisch relevante menge an beobachtungsmöglichkeiten schaffen (etwa 2000 individuen wären nicht schlecht). diese beobachtungen müssten (unangetastet, quasi am besten in freiheit, denn nur da findet gefahrenabwehr, jagd und alles andere, was rudelrelevant ist, statt. straßenhunde z.b. bilden auch keine rudel, sondern eher lose verbände, es sei denn, sie leben wirklich so im wald, wie z.b. die "pizzahunde") erst einmal rein dokumentiert werden (z.b. hund a läuft neben hund b vor hund c), ohne, dass es hier zu interpretationen kommt.

    erst, wenn die merkmale gehäuft auftreten, kann kombiniert werden. um zu beweisen, dass es sich hier wirklich um angeborene verhaltensweisen handelt, müsste man das gen, das hierfür verantwortlich ist herausfinden und kontrollieren, ob es in allen tieren, die eine solche stellung annehmen, enthalten wäre.

    ich bräuchte für ein solches projekt, neben meiner these:
    verhaltensforscher, verhaltensbiologen, kameras, ein team, freilandbeobachtungen, genetiker, kontrollgruppen, überprüfbare messdaten (die immer funktionieren), und das wichtigste: eine objektive beoachtungsabe. in der dokumentation würden:
    1. die lebensumstände der gruppe dokumentiert werden
    2. das alter, geschlecht, die gesundheit der gruppenmitglieder dokumentiert werden
    3. das revier dokumentiert werden (größe, artenvielfalt, feinde, konkurrenz)...rudelbildung variiert, je nach lebensumstand
    4. und vieles mehr

    hier habe ich aber eine voreineingenomme beobachtung (interpretation vor deutung, geht nicht), eine hundehalterin, die ihre eigenen hunde und ein paar mal wilde hunde (straßenhunde? waldhunde? echte wildcanicen? vewilderte haushunde? wo wurden sie beobachtet? in welchem zeitraum? wie alt waren die hunde? welches geschlecht? wie waren die lebenbedingungen?bitte genauer definieren), sowie filmmaterial von wölfen beobachtet hat.

    kein forscherteam, kein genetiker (obwohl dieser wirklich wichtug wäre, wenn es um angeborenes verhalten geht), keine kameras, keine dokumentation, keine genaue beschreibung der beobachtungsvorraussetzungen, keine vier fragen, nur interpretation aus eigener sicht.

    und daraus soll nun eine handfeste theorie entstanden sein?

    bis jetzt ist es nur eine behauptung, mehr nicht.

    und deshalb kann ich nicht einfach nur sagen: es ist toll, dass ihr euch dafür begeistert.
    ich muss auch sagen: beschäftigt euch mit der materie "verhaltensbiologie". und dann ist es für jeden ersichtlich, warum eine solche art der beobachtung niemals eine allgemeingültige these untermauern kann.

    wenn barbara nur sporadisch wilde rudel beobachtet hat bzw. aufnahmen von wolfsbeobachtungen: wie kann sie dann sagen, dass diese kostellation nur in perfekten rudeln zu finden sei, die aber viel unauffälliger wären und daher schwer zu beobachten.

    also ich hab mich mal mit jemandem eingehend unterhalten, der gemeinsam mit herrn bloch wölfe beobachtet.
    du sitzt da drei wochen in nem auto, stapfst durch den schnee, bevor du überhaupt mal wolfskot zu gesicht bekommst, geschweige denn einen wolf.

    und das bei einem, in ihren augen, "auffälligen" rudel. bis du aufgaben und alles andere dieses einen rudels studiert hast vergehen viele jahre, in denen das forschungsteam nix anderes tut, als zu filmen und zu dokumentieren.

    wenn das bei einem, nach ihrer meinung, unharmonischen rudel, was ja leichter zu entdecken sei, so einfach geht: wie soll das erst recht bei einem "perfekten" rudel gehen?

    wie lange hat sie die rudel denn beobachtet?

    in welchem forschungsteam?

    ganz ehrlich: hört ich für mich extrem unglaubwürdig an...

    woher weiß barbara denn, wie ein perfektes rudel aussehen soll, wenn selbst die natur (in der alles, was nicht funktioniert sofort wegrationalisiert wird) nicht perfekt genug sein sollte?

    wie kann sie bei einem rudel (das aus einem elternpaar un dem dazugehörigen nachwuchs besteht) von einem losen verband sprechen, nur weil ihre vorstellungen nicht erfüllt werden?

    welche echten rudel hat sie denn studiert? wo und wann?

    und wieder weiß der mensch besser als das tier, was die perfekte natürliche lebensform des tieres wäre...

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    Trotzdem habe ich mich oft gefragt warum es zwischen manchen Hunden gut, zwischen andern gar nicht klappt - vorausgesetzt das "hündische Verhalten" ist noch normal vorhanden.
    (Und abgesehen von irgendwelchen Dominanztheorien, "der unterwirft sich nicht und zappelt noch" und ähnlicher Blödsinn)

    warum ist es so abwegig, dass die hunde alleine von körpersprache und chemischer kommunikation zu dem schluss kommen, dass sie mögen oder nicht?