Beiträge von Lucanouk

    800 g fleisch ist viel zu viel, auch für einen 39-kg-hund. das ist, je nach fleisch, etwa die doppelte menge des benötigten proteins.

    80 g verdauliches rohprotein sollte das futter in etwa enthalten, nicht mehr.

    80 g verdauliches rohprotein sind 420 g ganzes hähnchen, 420 g grüner pansen oder 500 g rinderkopffleisch. wenn man hafer oder nudeln als kh-quelle füttert eher noch weniger ;)

    diese 3%-regel entspricht in keinster weise den physiologischen bedürfnissen eines hundes.

    den energiehaushalt von etwa 8,91 MJ müsste man dann über geeignete Kohlenhydrate ausgleichen.

    die alternative wären kompetente menschen, die sich auf das leben mit einem solche hund einstellen würden und sich mit der rassezusammensetzung auskennen.

    menschen, die sagen: "ein hund darf nicht knurren", "ein hund darf niemals schnappen" gehören sicherlich nicht dazu.

    gibt es diese menschen nicht, würden sie sich nicht finden, wäre es sicherlich besser einen solchen hund einzuschläfern, als ihn einzusperren.

    aber erst einmal sollte nach solchen leuten gesucht werden.

    in engen straßen usw. kann man immernoch einen mk nehmen und den hund damit sichern. mir ist es auch schon passiert, dass einer ungefragt seine hand auf lucas kopf gepatscht hat. dadurch ist mein hund z.b. in der innenstadt immer mit mk gesichert.

    Zitat

    Nun hat dein Hund ja noch nie einen Menschen mit wirklicher Beschädigungsabsicht gebissen, eben weil du ihn verantwortlich führst...soweit richtig, oder? Du vermutest nur, dass es so sein könnte, oder?

    es ist noch nie zu einem vorfall mit menschen gekommen, wohl aber (als ich luca bekam) zu zwei beschädigenden vorfällen (einer davon sehr heftig, der hund musste notoperiert werden, da er sonst verblutet wäre aufgrund von schädigungen in den organen im brustkorb und einer mit leichter beschädigung) mit anderen hunden (und die sind sehr lange her), weitere gibt es nicht, da es maulkörbe gibt.

    bei dem vorfall mit der schweren beschädigung: vom ersten drohenden blick bis zur trennung der hunde vergingen maximal drei bis fünf sekunden.
    und wenn ein hund innerhalb dieser kurzen zeit einen anderen hund lebensgefährlich verletzt, ist klar, welches potential dahinter steckt. ich hatte ihn damals zwei bis vier wochen.

    seitdem finden hundekontakte zu neuen hunden immer erst mit mk und unter großer lenkung meinerseits statt. und das funktioniert auch.

    damals wollte er sich auch auf die hündin stürzen mit der ich groß geworden bin, nur weil sie
    körpersprachlich durch demenz und blindheit gehandycapt ist und ihn unwissentlich anstarrte.
    sie saß damals auf meinem schoß.
    ich habe diesen angriff im ansatz verhindert, aber: meine kessy (und das hat mich sehr erschüttert) hätte er auch definitiv getötet, wenn wir nicht reagiert hätten (das ist auch schon lange her).
    woher ich das weiß? ich kenne meinen hund und brauch die endsequenz nicht zu erleben, um zu wissen, was passiert.
    ihr wurde dadurch, dass wir reagierten, kein haar gekrümmt, er kam noch nicht einmal an sie ran.

    also gilt: hundekontakte sehr sorgfältig auswählen und natürlich mit mk sichern.
    bestimmte rassen klammere ich hier komplett aus, da gibt es keinen kontakt, die hat er zu ignorieren (shar pei, chow chow, alles, was plattschnäuzig ist), weil ich weiß, dass es hier aufgrund der kommunikationsbarriere nur schief laufen kann.

    er ist natürlich viel souveräner geworden, er lässt sich abrufen und abbrechen, aber mit kindern ist kontakt absolut untersagt.

    und nun kommt der punkt, warum ich weiß, wie gefährlich das ganze ist:

    1. ich weiß, dass es um das anstarren geht, was kleine kinder nun einmal tun.

    2. wenn er loslegt, hört er nicht mehr auf. er steigert sich komplett hinein.

    3. und das ist extrem klar und deutlich: körpersprachlich spielt sich, wenn ihm ein fremder tief in die augen schaut, das gleiche wie im kontakt mit hunden ab, bevor er beschädigend loslegt.
    es gibt ein kurzes fxieren, rute hoch, steifwerden und los geht es. da wird nicht groß geknurrt etc. pp..

    um zu wissen, was bei kindern passieren würde, muss ich das nicht gesehen haben. es reicht, wenn ich weiß, was zuverlässig auf bestimmte signale seinerseits folgt.

    und wenn ich sehe, dass er diese signale gegenüber kindern zeigt, weiß ich sicher, was folgen würde.

    Zitat

    Das kann ich nur unterschreiben.
    Niemand ist unfehlbar und auch unter der kompetentesten Führung kann ein Übergriff nicht ausgeschlossen werden.
    Das Risiko wäre mir definitiv auch zu hoch. Ich möchte nicht verantwortlich sein, das mein bekannterweise aggressiver Hund, einen Menschen, trotz aller Vorsicht, nicht doch mal verletzt.

    da hast du recht, quirina. niemand ist unfehlbar, natürlich nicht.
    kein autofahrer, kein pilot, kein polizist ist unfehlbar.
    und trotzdem gibt man menschen dinge in die hand, die andere schwer verletzen und sogar töten können.
    ein autofahrer macht fehler, piloten machen fehler. auch polizisten können fehler machen und damit eventuell das leben eines menschen gefährden.
    da man fehler niemals ausschließen kann, bleibt das leben in gewisser weise ein risiko.

    Zitat

    Ich weiß, das ich ziemlich alleine dastehe, aber meiner Meinung nach darf ein Hund nicht eingeschläfert werden, weil er gebissen hat, es sei denn er ist krank oder völlig wild und unberechenbar.
    Sätze wie "ein Hund darf nicht beißen" oder "der muss sich das gefallen lassen" finde ich unmöglich. Hund bleibt Hund. Und ich finde auch, ein Hund hat das Recht, sich zu wehren, wenn ein Kind ihm am Fell rumzieht.


    da stimme ich dir uneingeschränkt zu.

    allerdings finde ich hat murmelchen schon recht:

    Zitat

    Bevor der Hund jahrelang im TH sitzen muss oder zu falschen Menschen kommt (weil die Experten ihn nicbt wollen), wuerde ich ihn einschlaefern lassen. Meiner Meinung nach muss nicht jeder Hund 'gerettet' werden (' weil ein Leben im TH fuer mich keine Rettung darstellt..).

    wenn es keine möglichkeit der vermittlung gibt, ist es wiederum eine gnade, den hund zu erlösen. denn ein leben in einem kleinen zwinger darf nicht die endstation sein.
    jedoch finde ich, dass immer erst nach anderen lösungen gesucht werden muss.

    Zitat

    Ein Hund, der ohne größere Provokation mit ernsthafter Verletzungsabsicht zubeißt, bei dem es zu schwerwiegenden Verletzungen kommt, ja, der sollte auf der Stelle getötet werden.

    doch was heißt ohne größere provokation?

    ich habe selbst einen hund, der an sich ein klasse kerl ist.
    nur leider ist für ihn jeder längere blick in seine augen eine absolute provokation, egal, ob dieser blick von hunden, die quasi aufgrund von phänotypischen merkmalen kommunikativ eingeschränkt sind (z.b. schauen boxer, französische bulldoggen und co sehr oft und sehr lange andere hunde frontal an. für die meisten ist das kein problem, für luca jedoch eine offene provokation.), von blinden hunde, von kindern, von besoffenen oder von statuen (!) kommt.

    er versteht solche blicke nur, wenn er jemanden wirklich gut kennt und einschätzen kann.

    deshalb ist er mit kindern absolut nicht kompatibel. denn leider reagiert er auf solche dinge mit sofortiger beschädigungsabsicht :/

    aber ich kann ihn so führen, dass er unauffällig ist. deshalb ist es niemals zu einem übergriff auf ein kind gekommen und das sollte auch so bleiben.
    wäre ich da aber auch nur ein fünkchen leichtsinniger, würde genau das passieren und eventuell sogar mit todesfolge...und da sieht man doch aber, dass es im endeffekt immer am halter liegt aufzupassen.

    wenn ich danach gehe, dass hunde, die sich so verhalten, eingeschläfert gehören, müsste ich meinen hund, der aufgrund seiner haltung unauffällig bleibt, präventiv einschläfern.

    irgendwie finde ich diesen gedanken furchtbar, denn mein hund ist, wie gesagt, für außenstehende ein unauffälliger, toller, gehorsamer hund.