Beiträge von Lucanouk

    ich würde mir an deiner stelle einen sehr guten trainer suchen, der einfach mal auf eure gesamte beziehung drauf schaut. mir fallen einige dinge auf, die grundsätzlich verändert werden müssen.

    es geht hier um wesentlich mehr, als nur um futter.

    Zitat

    Ich hab da eine ganz klare Linie.
    Fällt ein Hund ein Kind an, welches normal an ihm vorbeigeht. Kommt der Hund lebend nicht mehr nach Hause.

    was heißt "normal"?
    was ist, wenn der hund sehr schlimme erfahrungen mit kindern machen musste? ich denke da nur an den hund, der von jugendlichen gehäutet wurde und dann von ner orga wieder zusammengeflickt wurde.
    was ist, wenn der hund extreme schmerzen hat?
    was ist, wenn er krank ist, z.b. eine ausfallserscheinung hat?

    ist es dir komplett egal, warum der hund gebissen hat?
    willst du dem motiv nicht auf den grund gehen?

    lecken kann pflegeverhalten sein, was bindungspartner einfach tun. das ist es in den meisten fällen.
    manchmal wird geleckt, weil hunde etwas besonders lecker finden.
    einige hunde lecken, um stress abzubauen. daraus können sich auch stereotypien bilden.
    und einige tun es, um dem gegenüber zu sagen, dass es das gefälligst dulden sollte, sozusagen als dominanzgeste.
    lecken kann auch sexueller natur sein.

    es ist immer individuell verschieden, warum hunde lecken.

    Zitat

    Im übrigen, mein "Lieblingsfreund" hier, mit Rottimix und Jackrussel, ist auch einer derjenigen, der seine Hunde noch extra hinlaufen lässt wenn man anleint. Weil seine tun ja nichts.
    Vor ein paar Monaten ist es dann eskaliert - sein Rüde versucht auf meine STandheiße Hündin zu springen, ich hab den Hund entfernt, Kerl wird auf einmal schnell und fügt mir eine Zerrung der Halswirbelsäule zu.
    Verfahren wegen Körperverletzung wurde eingestellt, weil zwei Damen mit ebenfalls unerzogenen Labradoren das alles ganz anders sehen.

    hat der typ dich geschlagen? heftig sowas, wirklich...

    Zitat

    Wie meinst du das?
    Das Wütend werden nicht Hilfreich ist das hab ich ja auch schon festgestellt. Da werden die anderen Halter eher noch Ignoranter und rufen ihren Hund erst recht nicht zurück.

    ein lautes rufen kann für den hund sehr schnell als "jetzt geht es los" verstanden werden.

    ein grund, warum ich mittlerweile nur noch, wenn überhaupt: "hund abrufen." in zimmerlautstärke sage ist der, dass ich nicht diskutieren möchte.

    ich möchte mich so flüssig wie möglich weiterbewegen, sowie mit den gassihunden, als auch mit den eigenen, um ein langes fixieren der hunde zu verhindern.
    und da ist es am sinnvollsten, wenn man selbst nicht die ganze zeit rumsteht und auch noch zum fremdhund hinguckt, weil man dem besi was erklären muss, während der andere hund staksend und fixierend näher kommt (oder auch wahlweise rennend).
    mal abgesehen davon können die meisten leute ihre hunde sowieso nicht abrufen, so ist es leider.
    wozu sollte ich mich bei solchen menschen auf eine diskussion einlassen?

    eine freundin von mir hat mal einen mann im wald gebeten seinen hund anzuleinen, ich bin großflächig ausgewichen, weil ich keine diskussion wollte.
    dieser mann wurde pampig und hat uns sage und schreibe eine halbe stunde lang mit seinem cairnterrierrüden verfolgt, um uns dann den weg abzuschneiden und sich 5 cm vor mich zu stellen und zu bedrohen.

    das war ziemlich ätzend und ich bin froh, dass ich luca nicht dabei hatte.

    anders ist es, wenn ich sehe, der andere hh nimmt blickkontakt zu mir und möchte kommunizieren. da lässt sich dann alles regeln.

    aber so ein gebrülle zu nem hh, der seinen hund sowieso nicht abrufen kann oder will bringt in der regel nix.

    dem anderen etwas zubrüllen, gleich welcher art, wird sehr schnell zum startsignal für die pöbelei. besser ist es, den eigenen hund zu sichern und so ignorant wie möglich weiter zu gehen. wenn es gar nicht anders geht, muss man eben abblocken.
    natürlich ist es gut, dem anderen hh zu signalisieren, dass man keinen kontakt möchte. doch mal muss eben darauf achten, dass man damit nicht versehentlich noch etwas anderes signalisiert.

    es kommt immer auf den hund an. es gibt da mehrere möglichkeiten:

    1. den hund hetzen lassen, ohne, dass der hund die beute bekommt. es erfolgt kein kommando, nix. erst, wenn der hund von sich aus kurz stehen bleibt, darf er die beute haben. das stehen (vorstehen) wird nun verlängert und mit einem kommando belegt. teilweise bekommt der hund nach dem vorstehen die beute an der angel, teilweise eine alternativbeute.
    wichtig hierbei: der hund darf die beute niemals im hetzen bekommen.
    diese variante ist ausdrücklich nicht für malis und co geeignet, da diese die beute entweder sehr schnell bekommen, ohne kommando völlig abdrehen können, zu übersprungshandlungen neigen und sich eher schwer verletzen, als stehen zu bleiben.

    2. den hund langsam an das stop heranarbeiten. erst auf kommando losgehen lassen, die angel dabei langsam bewegen. mit kommandos arbeiten, der hund sollte schon vorher stop, go, bring etc. pp. erlernt haben. die vorarbeit hierzu sollte ohne angel erfolgen.
    diese variante ist schon eher für die heißblütigen packwütigen hunderassen geeignet ;)