Beiträge von Lucanouk

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    Meine Angsthund zwinge ich teilweise, lasse ihm aber soviel Zeit wie es die Situationen erlauben.. der wird bis heute (fast 2 jahre) noch immer nicht von fremden Menschen auf der Straße angefasst und da ist es auch mehr als Angst..

    zwar OT, aber: umso toller, dass er bei unserem spaziergang einfach so auf mich zugehopst ist, die kleine haselmaus ;)

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    Das Thema finde ich echt interessant obwohl meine Erfahrungen in die komplett andere richtung gehen.
    Am anfang (ich hab Boomer mit 10 Wochen bekommen) hab ich Boomer jeglichen Kontakt zu Artgenossen verboten. Es lief alles super. Ich konnte ihn mit 4 1/2 Monaten neben andere Hunde ablegen und wenn wir im freilauf auf andere getroffen sind ist er ohne das ich etwas sagen muste zu mir gekommen und hat gewartet. Er war perfekt.
    Dann bin ich mit ihm Umgezogen da war er 7 Monate alt. Da ich auch hier wieder zu Hundeschule wollte hab ich einige ausprobiert darunter auch mehrere wo die Hunde miteinander "spielen" sollten. Auf mein Fragen hin sagte man mir dort auch wenn es zoff gibt müssen sie das unter sich regeln. Ich hab den Leuten vertraut aber jetzt hab ich die Schei...e am dampfen. Er hat das vertrauen in mich verloren und versucht alles alleine zu regeln. Jetzt beginnt jeden Tag der Kampf um die Rudelführung ums neue. :verzweifelt: Freilauf ist im moment nicht mehr möglich.
    Deswegen hab ich mir geschworen nie wieder lasse ich Boomer mit andern Hunden "spielen".
    Aber ich denke das muss jeder für sich entscheiden.

    wieso durfte dein hund keinen kontakt zu artgenossen haben? und das in dieser wichtigen phase?

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    Marika ich z.b. lass sie ja mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen, die in meinen Augen sauber sind, wenn ich merke, sie haben überhaupt Bock und wir haben Zeit. Dieses krampfhafte 'die müssen Kontakt aufnehmen' finde ich aber grundlegend falsch.

    Du hast ja nur Juri erlebt. Ich behaupte einfach mal, der hat ne gute Sozialkompetenz und ich behaupte weiter, dass liegt auch daran, dass er nicht zu jedem Hund Kontakt aufnehmen muß/darf.

    kathrin, da bin ich ganz bei dir. natürlich müssen die kontakte dem hund angepasst ausgesucht werden.
    ich denke mal, da sind wir absolut einer meinung.

    ich meine, du hast ja meine beiden auch kennen gelernt, da geht die kontaktaufnahme auch nur mit ausgewählten hunden und ich kann luca eigentlich fast nix wirklich regeln lassen, da er leider nicht gelernt hat, sich auch mal von anderen hunden begrenzen zu lassen.

    was passiert, wenn er etwas regeln möchte, hast du ja auch gesehen...und das live und in farbe (die farbe war auch nicht so schön :verzweifelt: )

    ich muss hundekontakte moderieren, das ist klar. je nach hund und seinem gegenüber sollte das jeder machen, soviel wie eben benötigt wird.

    bei freundlichen hunden, gerade bei junghunden, finde ich es nicht verkehrt auch fremdhundkontakte zu zulassen, solange man die hunde gut im blick hat und das thema kontrolle nicht vergisst.
    was wiederum nicht heißt, dass der jungspund (so wie leider viele junge labbis hier bei uns) von einem lauten "deeeer-tuuuuut-niiiiiix" auf jeden fremdhund zurasen darf.

    das führt auch nicht einem vernüftigen sozialverhalten.

    außerdem finde ich es schon wichtig, dass klein-wauwi von anfang an auch begrenzungen im sozialkontakt erlernt, damit sollte schon in der welpenschule angefangen werden.

    ansonsten ist die frustrationsaggression vorprogrammiert, mal abgesehen davon, dass kleine hunde lernen sollten, dass der hh die freigabe und auch schutz gibt.

    das hier:

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    Das ist bei uns hier Alltag. Der Welpe/Junghund muss ja unbedingt zu jedem Hund hin, er braucht ja Kontakte. Will der andere Halter das nicht, ist das egal. Die Gründe dazu sind ebenfalls egal. Welpe/Junghund wird groß, hat nie gelernt, andere Hunde auch mal in Ruhe zu lassen, donnert überall rein und ist ja sooo toll sozialisiert.

    ist dann das ergebnis.

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    Die Erfahrung, dass Hunde, die regelmäßig Kontakte in einer festen Gruppe haben oftmals gar kein großes Bedürfnis nach Fremdhundkontakten haben, die mache ich ebenfalls.
    Trotzdem halte ich es für wichtig, dass ein Hund das "kann". In unserem dichtbesiedeltem Land trifft man doch eigentlich auf jedem Spaziergang andere Hunde und ich fänd es einfach anstrengend, wenn ich da jeden abblocken müsste...

    da gehe ich mit dir konform, björn. jedoch wird natürlich der kontakt mit fremdhunden immer durch die einzelner charaktäre der hunde limitiert.

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    Meine Hunde haben ausreichend Kontakte zu Hunden, im eigenen Rudel und bei Hunden von denen ich weiß, dass sie sauberticken.
    Warum ich keinen unkontrollierten Kontakt wünsche?
    Weil ich keine Lust hab auf das Theater, wenn meine Hunde rassetypisch Grenzen setzen. :p

    auch das kann ich absolut nachvollziehen, handhabe es ähnlich.

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    Dementsprechend reagiert sie mißmutig, schnappt ab. Ganz normal (für mich). Die macht keine Löcher, nix, ist nicht übermäßig aggressiv - ein ganz kurzes "Hey Freund, so nicht". Mehr ist da nicht.

    das ist doch absolut in ordnung, lotusliese.

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    Ich hab aber beobachtet, dass Hunde viel feiner kommunizieren können. Mein Rüde muß nicht fletschen um seinen Willen zu bekommen, es reicht wenn er die Tasthaare anlegt, meine Hündin atmet einmal tief ein und die anderen wissen: Oo jetzt besser mal Abstand halten...

    luca kommuniziert ebenso fein. allerdings habe ich festgestellt, dass viele hunde diese kleinen warnungen nicht lesen können bzw. langsamer reagieren als er. und damit wird es schon kritisch.

    es gibt bei ihm einen harten blick, der körper versteift sich und spätestens dann muss der andere hund sofort land gewinnen, es sei denn ich greife ein.

    ich denke allerdings schon, dass eine lange eskalationsleiter, gepaart einer höheren reizschwelle, eine höhere sozialkompetenz darstellt, als die von hunden, die nach einem harten blick sofort in die beschädigung gehen.

    und mal ehrlich: der malinois ist nicht unbedingt die rasse, die auf eine extrem ausgeprägte sozialkompetenz selektiert wurde.

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    Sozialkompetenz ist für mich eindeutig, dass mein Hund weiß, bei welchem Hund er wie agieren und reagieren muss und sein Verhalten entsprechend an die Situation und sein Gegenüber anpasst.

    genau das ist eigentlich sozialkompetenz: sich in sein gegenüber hineinfühlen und eine vernünftige kommunikatiosnebene finden, die der andere auch versteht.
    seinen eigenen stiebel durchziehen und dem anderen auf die fresse hauen, wenn er es nicht rafft ist eher nicht sozialkompetent - was ich als hundehalter händeln muss.

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    Hier werden Goldis, Beagle und ähnlich stapelbare Hundetypen mit einem Hovi, Hsh und anderen eher distanzierten Hunden in einen Topf geworfen.

    man kann nicht alle hunderassen einfach in einen topf werfen, das kann nicht funktionieren. die unterschiede in der reizschwelle, sozialverhalten, aggressionsverhalten, individualdistanz und auch in der ekalationsleiter sind enorm.

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    Und heute wieder..
    Pan allein mit mir unterwegs und es kommt uns ein Hund an der Flexi entgegen. Ohne Leine klappt das vorbei laufen noch nicht so, also würde er angeleint. Der Flexihund macht schon zig Meter vor uns Theater. Als die Leine dann bis zu uns reichen würde, sagt die Dame 'ach ja dann geh doch Hallo sagen'. :skeptisch: Was soll das? Warum soll ein keifender Hund einem anderen Hund sagen? Ich hab ihr gesagt, ich möchte keinen Kontakt zw. den Hunden und nachdem sie meinte 'ach der will nur mal hallo sagen' und der Hund so richtig schön angepisst auf uns zu kam, wurde er geblockt. Und was war? Ich bin der Arsch, weil das liebe süße Hundilein nicht an meinem Hund wollte..
    Begegnung Nr. 2: Der Hund - recht groß, also nichts kleines - kommt (ohne Leine) knurrend auf uns zu. Pan (angeleint) schon leicht verunsichert, Halter kümmert sich nicht drum. 'Falls der packt, dann nur weil ihrer nicht ganz sauber ist!' Bitte was? Der Hund hat meinen Schlüssel abbekommen und sein Halter hat den Wald zusammengebrüllt :nixweiss:

    Aber Es gibt bei meiner Oma GsD auch andere Hunde und Halter. Wir haben ne Hundegruppe getroffen mit total coolen Hunden. Da durfte Pan nach Absprache hin. Ebenso durfte er heute zu einem Dalmatiner, auch nach Absprache mit dem Halter.

    ich hätte hier ganz genauso reagiert. :gut:

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    Wo hat hier jemand von sowas gesprochen? Es geht darum, solche Dinge den Hunden zu überlassen, sie entscheiden zu lassen, ob sie Bock haben oder nicht. Kein Hund wird zu einem fremden geschleift, um Hallo zu sagen. Und wo ist es krampfhaft, durch den Hundewald zu gehen, und die Kontaktentscheide den Hunden zu überlassen? Im Gegenteil, es ist viel entspannter....

    Voraussetzung ist natürlich, dass die Hunde das lernen konnten. Und die Kommunikation müssen sie bekanntlich üben, die ist ihnen nicht angeboren. Drum entstehen auch die grossen Unterschiede einzelner Gebiete: wenn sich da vornehmlich entspannte Halter mit in Kommunikation geübten Hunden bewegen, ist alles locker und es entsteht wenig Stress. Ungeübte Hunde und Jungspunde lernen die Regeln dann von den andern Hunden, das geht oft erstaunlich schnell.

    ich denke, da bringst du es auf dne punkt. genau so meine ich es auch. aber um den hunde-knigge zu lernen, muss das gegenüber auch eingermaßen sozialkompetent sein.

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    Komisch auch, dass gerade viele "Raufer" durch selbstbewusste, klar kommunizierende Hunde innerhalb eines Wochenend-Seminars "therapiert" werden - etwas, dass die Halter/Trainer vorher in mehreren Jahren nicht geschafft haben...
    Komisch...
    Komisch...
    Komisch...

    das stimmt aber nicht uneingeschränkt. auf einem rauferseminar können innerhalb eines wocheendes eigentlich nur sehr frustrative, unsichere hunde "therapiert" werden, also eher die marke "ich stürm da jetz mal kreischend und bellend hin und hab eigentlich volle kanne schiss".

    selbstbewusste hunde, die ernsthafte, übertriebene wettbewerbsaggressionen zeigen können ein vernünftiges verhalten nur in einer vernüftig zusammengestellten gruppe über einen langen zeitraum erlernen. und das auch mit erfolg.

    sehr schwierig wird es allerdings für hunde, die in hoher erregung keine bremse ziehen wollen/können und einfach weiter draufkloppen. die lernen in eienr raufergruppe für gewöhnlich nix und müssen innerhalb einer gruppe geschlossen oder gelenkt geführt werden, d.h. der halter muss den hund in hoher erregung stoppen.

    mein rüde lernt in solchen situationen z.b. nix, weil die erregung sehr schnell zu hoch wird, wenn er "reglementiert". er lernt allerdings wunderbar über den abbruch durch mich im richtigen moment und hat durch eine sehr viel bessere reizschwelle erworben.

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    was bringt es meinem Hund, Kontakt zu fremden zu haben, wenn er nach 10 sek entweder sagt "ok, dich lass ich leben, ich geh dann woanders schnüffeln" oder "ey du Ar***, verpiss dich"

    mein hund lernt durch diese kurzkontakte, wenn ich "übertriebene" verhaltensweisen (wie z.b. fremdhunde direkt zu verjagen) blocke, aber angemessene verhaltensweisen zulasse (wie z.b. dem fremden hund klar zu machen, dass er am hintern nicht erwünscht ist), wichtige verhaltensweisen, sozialkompetenzen.

    eine wichtige sozialkompetenz ist u.a. der umgang mit fremden hunden.

    ich finde es wichtig hunde zu blocken, die dem eigenen schaden können. allerdings muss man hier höllisch aufpassen, dass man seinem eigenen hund nicht vermittelt, dass fremdhunde per se scheiße sind. denn dann hat eben auch sehr schnell eine leinenaggro.

    auch bei leinenaggressiven hunden finde ich es deutlich günstiger, den hund mit mk zu sichern und ihm beizubringen freundliche fremdhunde zu ignorieren, als diese zu verscheuchen. also hund ins fuß, zügig weitergehen, wenn es irgendwie möglich ist. oder eben, ja nach hund, ableinen.
    denn während der mensch den anderen hund verscheucht, kann es durchaus sein, dass der eigene leise hinter dem menschlichen rücken mitmacht.
    und dann hat man ein verhalten verstärkt, dass unerwünscht ist.

    an alle, die 1000 euro für geldmacherei halten.

    ein guter züchter nimmt deswegen soviel geld, weil:

    1. die elterntiere, die großeltern, tanten und onkel deines hundes auf erbkrankheiten untersucht werden. diese untersuchungen kosten viel geld.

    2. die hunde, sowie der züchter selbst unterschiedliche prüfungen ablegen müssen, die ebenfalls geld kosten. hierbei spielt auch das wesen der hunde eine erhebliche rolle. ängstlichkeit und aggression können sich weiter vererben. auch diese prüfungen kosten eine stange geld.

    3. der züchter auf fortbildungen und seminare geht, um sich weiter zu bilden, damit er den kleinen einen perfekten start ins leben ermöglichen kann. auch diese seminare verschlingen eine menge geld.

    4. ein gutes futter verfüttert wird. billigfutter schadet der gesundheit der hunde.

    5. die hunde gechippt, geimpgft und entwurmt abgegeben werden müssen.

    6. der züchter im zuchtverein ist, um sich auszutauschen, was sehr gute verpaarungen betrifft.

    7. züchter teilweise etliche kilometer fahren, um den passenden deckrüden zu finden. das ist sehr wichtig, um inzucht zu vermeiden.

    8. die welpen auf genetische erkrankungen untersucht werden müssen.

    9. der züchter sozialisiert die welpen auf die wichtigsten umweltreize. das kostet enorm viel zeit.

    das alles muss der züchter bezahlen. denkt ihr wirklich, dass man das alles für n appel und n ei haben kann?

    billigkauf ist ein kauf auf kosten der hunde.