aussiboomer, ich hab dir ne pn geschrieben, weil mir das thema (gerade wegen den hundewelten-leuten) extreme magenschmerzen bereitet.
vielleicht möchtest du noch einmal über einen anderen umgang mit dem thema nachdenken.
zu den raufergruppen:
erst einmal muss man ganz klar zwischen raufergruppen und rauferseminaren unterscheiden. hunde, die aufgrund von frust oder sozialer unsicherheit bzw. fehlender führung raufen (ganz typisch für diese hunde: die sehen einen artgenossen, stürzen, ohne die nase einzuschalten laut kläffend los, springen im hopsgalopp auf die anderen zu, starten scheinattacken) sind in einem rauferseminar sehr gut aufgehoben, gehören aber nicht unbedingt in eine raufergruppe.
so ein seminar bei thomas baumann dauert in der regel drei tage. in diesem drei tagen werden mehrere punkte erarbeitet:
-ein kleinerer konflikttest, in dem man sehr gut erkennt, wie sich der hund in neuen situationen verhält.
-unterordnung in stressituationen
-und schließlich der umgang mit artgenossen in der konfrontation
in der konfrontation werden die hunde nicht einfach aufeinander losgelassen, man schaut ganz genau, welcher hund mit wem und in welcher reihenfolge den platz betreten darf.
so durfte der junge kastrierte labbi, der aus frust andere hunde anging beim seminar, auf dem ich war, mit dem malamuterüden, der nur unkastrierte rüden plattmacht auf das gelände. es war interessant zu beobachten, wie der labbi laut bellend in den malamute reinknallte und dieser ihn einfach nur mit der schulter abbremste, als wollte er sagen: "hey, süße, komm mal runter."
die szene endete damit, dass sich herr labrador, als alles nix nützte auf den rücken warf und vom liebestollen malamute abgeleckt wurde.
herr labrador hat übrigens in der raufergruppe ehr nix verloren, das sagte auch thomas. aber das seminar wra gold wert für hund und halter.
und so werden die hunde stück für stück dazu geholt. wichtig ist hier, dass alle hunde voneinander lernen können.
hunde, bei denen vorprogrammiert ist, dass sie nichts positives mitnehmen können (ja, für manche hunde ist auch mal sauber eins auf den deckel bekommen sehr positiv), werden nicht zusammen gelassen.
mobbing, hinterherrennen, nachstellen und plattmachen von gegnern, die gehen wollen wird natürlich unterbunden.
die gruppen von thomas baumann werden nicht einfach zusammgewürfelt. die hunde werden erst einmal in die unterordnung genommen. damit meine ich nicht die hundeplatz-unterordnung mit anhimmeln, sondern ein komplettes runterfahren der hundegemüter.
in den gruppen sieht es ähnlich aus, nur finden sich hier eher hunde, die ernsthafte wettbewerbsaggressionen austragen wollen.
also eher der typ "ich komm leise, imposant und fixierend näher und falte dich zusammen, wenn du nicht sofort spurst".
diese hunde können, sofern sie nicht in zu hoher erregung sind, durch ritualisierte auseinandersetzungen mit artgenossen lernen, wie man dinge vernünftig regelt.
das geht bei solchen hunden aber nicht mal eben an einem wochenende.
ich finde thomas baumann große klasse. und seine arbeit mit seinen hunden ebenfalls. aber ich kann mir vorstellen, dass es viele nachahmer gibt, die das nicht können und somit viel unheil anrichten.
leider hat er zur zeit keine raufergruppen.