Beiträge von Sleipnir

    Hallo!
    Kenne dieses Verhalten auch zur Genüge, meine Beiden zeigen das im Spiel auch immer wieder, und ganz besonders toll finden sie es, scheinen wohl beide kleine Sadisten zu sein :wink: , dem jeweils anderem im Spiel in den Hals zu beissen und ihm die Luft abzudrücken! Aber es sind halt meine eigenen Hunde, die seit über einem Jahr zusammenleben und den Anderen einzuschätzen wissen. Grundsätzlich würde ich dieses Verhalten zulassen, es gehört einfach zum Hundespiel dazu, hast du aber das Gefühl, dein Hund steigert sich da zusehr rein und dem Spielpartner ist es sichtlich unangenehm, ohne das er sich zu helfen weiß, finde ich es durchaus legitim und auch angebracht einzuschreiten um dieses Verhalten zu kontrollieren.

    Ja, Emma ist eigentlich relativ unsicher, deswegen habe ich eigentlich auch immer gehofft, dass sich die Rangordnung noch ändert, da Emma mit dieser Rolle eigentlich etwas überfordert ist und ich außerdem hoffe, dass sie sich draußen noch mehr an Janosch und seiner gelassenen Art orientiet wenn er auch in der Rangordnung über ihr steht!
    Vor knapp zwei Minuten hat er ihr übrigens das erste Mal offensiv gedroht, bin mal gespannt wie das weitergeht, werde auf alle Fälle berichten!
    Haltet ihr es eigentlich für eine gute Idee Janosch in seinen Expansionsbestrebungen zu unterstützen? Wenn ja - wie anstellen?

    Ich frag mich halt, ob ich in irgendeiner Weise eingreifen soll, das Verhalten lenken etc., bisher bin ich ganz gut damit gefahren mich in die Auseinandersetzungen meiner Hunde nicht einzumischen, war auch nie nötig, aber jetzt, weiß nicht so genau...
    Ich muß ja sagen, ich finde das alles hochinteressant, aber ob das so das Wahre ist, wenn die Beiden sich immer wieder hochpushen, provozieren und gegenseitig durch die Wohnung jagen???

    Hallo!
    Nun ist es mal wieder soweit :wink: , ich würde gerne eure Meinung hören:
    Janosch ist jetzt 15 Monate alt und versteht sich nach wie vor mit allen anderen Hunden prächtig, er sieht in jedem fremden Hund einen potenziellen Spielgefährten, geht jedem Streit aus dem Weg und benimmt sich insbesondere in Gegenwart von größeren, souveränen Altrüden sehr unterwürfig und "welpenhaft".
    Bisher war es bei uns zuhause ja ganz klar Emma, die "die Hosen anhatte", vom ersten Tag an hat sie ihm ziemlich strikt ihre Grenzen aufgezeigt, und da Janosch das nie in Frage gestellt hat, haben sie sich auch immer sehr gut verstanden, sie verstehen sich auch im Moment noch sehr gut, doch wird der Ton langsam etwas rauher!
    Lieblingsbeschäftigung im Moment:
    Janosch trägt einen Knochen, ein Spieltau oder Ähnliches im Fang und stolziert damit ziemlich provozierend (mit aufgestellter Rute, gesträubtem Nackenfell etc.), in einigen Metern Abstand, um Emma herum. Irgendwann fixiert Emma ihn und sprintet los, dabei geht es ihr aber gar nicht um das Spielzeug, sondern nur darum Janosch zu jagen und in die Schenkel zu zwicken. Janosch knurrt und brummt dabei so laut als würde es um sein Leben gehen. Gibt Emma die Verfolgung auf, dauert es keine Minute und er steht wieder vor ihr. So geht das manchmal eine halbe Stunde und mehr, immer hin und her, mehrmals täglich. Janosch legt es also ganz klar darauf an Emma zu provozieren und scheint sich einen Spass daraus zu machen sie zu reizen.
    Was mir sonst noch auffällt:
    Emma war schon immer ziemlich schnell dabei mit einem Schnauzengriff zu maßregeln. Bisher hat sich Janosch das immer ganz "ergeben" gefallen lassen. Er stand dann mit angelegten Ohren, hängender Rute und gesengtem Kopf regungslos da, die Körperhaltung ist die Gleiche geblieben, doch fällt mir seit ein, zwei Wochen auf, dass er dabei neuerdings die Leftzen hochzieht (nicht zurückzieht!!!) und die Zähne bleckt.
    Wenn sie draußen toben, spielen beide mit vollem Körpereinsatz und ziemlich grob, dass war zwar schon immer so, ist in letzter Zeit allerdings heftiger geworden, von beiden Seiten!
    Sie liegen zwar noch auf der gleichen Couch, allersdings nicht mehr mit Körperkontakt, Kontaktliegen kam zwischen den Beiden zwar nie wirklich häufig vor, aber hin und wieder doch.
    Die "Verteidigung" unseres Reviers, also das Melden von Fremden, komischen Geräuschen etc. hat Emma bisher immer alleine übernommen, Janosch hat nie wirklich nie gebellt, seit einiger Zeit fängt er auch an, zwar noch selten und recht verhalten, aber immerhin.
    Sind wir draussen unterwegs orientiert sich Emma immer mehr von mir weg und zu Janosch hin, sie bleibt zwar naxch wie vor in jeder Situation für mich ansprechbar, es fällt aber schon auf, war es früher so, dass Emma grundsätzlich in meiner Nähe geblieben ist auch wenn Janosch sich mal etwas weiter entfernt hat, so läuft sie in letzter Zeit mehr und mehr ihm hinterher und achtet die ganze Zeit darauf was er so treibt, das war ihr bisher immer relativ egal!
    Was meint ihr, geschieht da gerade ein ganz heimlicher Umbruch in der Rangordnung, oder sehe ich Gespenster?

    @ freileben:
    Aber überleg doch mal, wir sind jung, wir haben relativ viel Zeit und wir sind ziemlich hundeverrückt!
    Die Threadstarterin hat allerdings vier Kinder (!!!), und ohne dich dannymause jetzt dirket ansprechen zu wollen, es geht mir mehr um eine allgemeine Aussage, glaubst du wirklich, da hat man noch Zeit, Geduld und Muse sich nebenher noch intensiv mit der Problematik eines schwer traumatisierten Hundes auseinander zu setzen.
    Wie ist es denn meistens, die Kinder wünschen sich einen Hund, die Eltern sind auch nicht abgeneigt, glauben, dass ein Hund das Familienleben bereichen könnte und ein Ansporn ist mal wieder mehr raus zu gehen, der Hund kommt, der Hund wird hoffentlich geliebt, vielleicht geht man noch in die Hundeschule, zu Welpentreffen etc. aber im Grunde genommen läuft der Hund "einfach so mit".
    Dieses Szenario finde ich mit einem "einfachen", unkomplizierten Hund auch erstmal gar nicht schlimm.
    Jetzt überleg dir aber einfach mal, der Hund ist nicht sooo lieb und nicht so einfach, der Hund will bei den Spaziergängen, die doch so entspannt werden sollten, jeden anderem Hund an die Gurgel, der Hund verschwindet für Stunden sobald er von der Leine gelassen wird, der Hund hat panische Angst vor fremden Menschen usw. usw.
    Schon ist die Katastrophe perfekt, und genau aus diesem Grund sage ich, dass man bei der Auswahl eines Second-Hand-Hundes sehr, sehr vorsichtig sein sollte!

    @ danymause:
    Recht hast du!!!
    Mal anders gefragt:
    Es gibt über 300 Hunderassen, von denen sich relativ viele, bei entsrechender Vorbereitung und rassegerechter Auslastung auch als Anfängerhunde eignen (nur mal als Beispiel, weil es hier gerade so gut passt: wenn ich begeisterter Ausdauersportler bin, einen Hund zum joggen und mountainbiken suche und mich mit den rassetypischen Besonderheiten auseinandersetze, warum dann nicht vielleicht auch einen Husky???) was schwebt dir persönlich denn vor?
    Was habt ihr mit dem Hund vor?
    Seid ihr sportlich aktiv?
    Könntet ihr mit einem stark ausgeprägtem Jagdtrieb und/oder einem starken Schutztrieb umgehen?
    Und auch nicht unwichtig, welche Hunde gefallen euch?

    freileben:
    Schwachsinnig finde ich RiotTheRats Argumentation eigentlich gar nicht. Ich finde man darf einfach nicht zu sehr verallgemeinern. Natürlich gibt es zahllose vollkommen unproblematische, anfängertaugliche arme Seelen in unseren Tierheimen, aber es gibt in diesen Tierheimen auch mindestens genauso viele hochproblematische, schrecklich traumatisierte Hunde die meiner Meinung nach nur in erfahrene Hände gehören und jeden "Hundeanfänger" schier überfordern würden! Nur mal als Beispiel meine Hündin Emma: absolut nicht stresstolerant, hypersensibel, beschissen sozialisiert und sehr unsicher. Ich habe mit ihr eine wirklich schwere Zeit hinter mir, habe immer wieder gezweifelt und mich schlussendlich doch durchgebissen. Heute habe ich sie auf einem relativ niedrigem Niveau stabilisiert, und ja, ich möchte sie auf gar keinen Fall missen, aber wenn ich den Aufwand und die Einschränkungen betrachte dir mir das Leben mit Emma schon beschert hat und das in Relationen setze zu dem Aufwand, den ich mit Janosch hatte, der perfekt aufgezogen und sozialisiert mit 8 Wochen bei uns eingezogen ist, dann ist das einfach ein himmelweiter Unterschied und ich bin mir relativ sicher, dass Emma jedem (oder fast jedem!!!) "Hundeanfänger" bis weit über seine Belastungsgrenzen gebracht hätte. Das Schlimme an der ganzen Sache ist ja, dass ihre ganze Problematik erst auftrat als sie schon einige Wochen bei mir war, das Tierheim hätte sie jedem Anfänger vermittelt, den die haben mixch auch nixcht nach meiner Hundeerfahrung befragt.
    Von daher würde ich zwar nicht sagen, dass sich ein Anfänger keinen "Second-Hand-Hund" zulegen sollte, aber man sollte einfach vorsichtig sein, und ganz ehrlich, meiner Meinung nach hat man es mit einem topsozialisierten Welpen oftmals einfacher!

    So weit ich Bescheid weiß, ist der "Hundeführerschein" die Vorraussetzung um seinen Hund in Hamburg überhaupt noch, allerdings nur auf den ausgewiesenen Freilaufflächen, ohne Leine laufen zu lassen. Einen "Freifahrtschein" deinen Hund weiterhin überall laufen zu lassen hast du damit leider nicht!