Beiträge von Iphigenie

    ...man muss wirklich grinsen, wenn man das alles so liest und viele dieser Schrullen erkenne ich wieder.


    Ohja, anhänglich ist sie sehr geworden, obgleich nach wie vor unnahbar.
    Sie klebt an mir, sobald ich mich rühre, aber schmusen haßt sie nach wie vor.
    Wir haben eine Wohnung mit Parkett und Fliesen, und Madame, die sehr schwach auf der Hinterhand ist, rutscht und schlittert permanent hinter mir her. Gerne macht sie dabei auch mal einen doppelten Spagat (Hinterläufe UND Vorderläufe). Bauchlandungen gab es auch schon einige.
    Da da auf Dauer nicht gesund sein kann hab ich hin und her überlegt, wie dem beizukommen wäre.

    Die Lösung: Baby-Söckchen mit Stopp-Noppen.


    Grundsätzlich bin ich strikt dagegen, Hunden Kleidung anzuziehen, es sei denn, aus gesundheitlichen Gründen, aber die sind hier irgendwie ja gegeben... und, naja, ich schäm mich es zu schreiben: es sieht einfach süüüß aus!


    Sie verliert dann und wann einen, aber insgesamt bin ich recht zufrieden.
    Und sie auch!

    So: jetzt heul ich mich mal so richtig aus!
    Wir haben mit unseren alten Dame (15 Jahre, Riesenschnauzer-Mix) auch schon einen Ärzte-Marathon hinter uns.


    So richtig glücklich bin ich noch nirgendwo geworden.


    Sie hat auch sehr seltsame Symptome, auf die sich bisher keiner einen rechten Reim machen konnte (habe ich unter "Alters-Epilepsi+Sundowning" schon beschrieben)


    Das ewige: "Naja, sie ist ja auch schon alt!" höre ich lästigerweise seit 5 Jahren.
    Irgendwie denken wohl einige, dass sich eine Therapie sowieso nicht mehr lohnt, besonders wenn die Sachlage ein bischen kniffliger ist.


    Auch habe ich immer das Gefühl, dass die Ärzte erwarten, dass man mit EINEM Problem zu einer Untersuchung kommt. Meistens habe ich aber 5 bis 6 Symptome, die einer Klärung bedürfen. Das ist doch normal bei älteren Tieren.


    Ich versuche ja schon immer, mich schlau zu machen, aber ich habe es leider tatsächlich schon erlebt, das ich mit meinen laienhaften Selbst-Diagnosen dem TA ein schönes Stichwort in den Mund gelegt habe, auf dem der sich dann ausgeruht hat! Schlußendlich war das dann völlig daneben getippt und es wurde in eine ganz falsche Richtung therapiert. Jetzt trau ich mich gar nicht mehr irgendetwas zu sagen.


    Auch wurde ich noch nie an einen Spezialisten verwiesen, wenn das Problem eine Nummer zu groß für den behandelnden Arzt war. Das ärgert mich am meisten.


    Da ich aus beschriebenen Gründen nun viele TÄ "getestet" habe, hab ich auch schon erlebt, das der eine TA, der mit der Therapie des Vorgängers nicht einverstanden war MICH anquakte!
    "Wie können Sie Ihrem Tier auch diese Tabletten geben?!" mußte ich mir vorwerfen lassen.



    Meine Wünsche an einen TA:


    Bitte das Alter des Hunde nicht Entschuldigung für Krankheit nehmen
    Wirkliches Interesse auch an Tieren, die scheinbar schon mit einer Pfote im Grab stehen (manchmal stehen die nämlich noch ne ganze Zeit so rum...)
    Einschläfern bitte nicht als Therapie betrachten
    Ein fundiertes Wissen um Geriatrie
    Ein gutes Netzwerk zu spezialisierten Kollegen und die Bereitwilligkeit, Patienten weiter zu überweisen, wenn man mit dem eigenen Wissen am Ende ist, (was keine Schande ist).



    @ Jaspi: Interessanter Beitrag, bestärkt mich, auch weiter zu suchen.

    @ Mollrops:
    Ja, haben wir geklärt: weder Schilddrüsenunterfunktion noch Diabetes liegen vor. Übrigens auch keine Herzschwäche.
    Von Ödemen hat keiner der Tierärzte gesprochen. Hab gerade mal nachgeschaut: Ödeme gibt es ja in allen möglichen Variationen. Werde da mal nachhaken – danke für den Tipp.
    ...seufz, ja Sorgen macht sie mir, aber ich möchte lieber noch 10 Jahre voller Sorgen mit ihr haben, als ohne sie zu leben...


    Bobtail-Bär: Nein, momentan bekommt sie keine Medikamente, nur ihr Nieren-Diät-Futter.

    Hej,
    bin neu hier und möchte gerne mal die Altersprobleme meiner 15-jährigen Riesenschnauzer-Mix-Hündin niederschreiben, vielleicht erkennt ja der ein oder andere die Probleme wieder und kann sich dazu äußern.


    Die kleineren Zipperlein, wie sie wohl viele kennen:


    Sie hört schlechter, wobei ich unterstelle, dass sie aussortiert, was sie hören will und was nicht.
    Ihre Hinterhand ist schwach, sie rutscht oft weg, läuft aber dennoch gut mehrstündige Spaziergänge.
    Sie ist unglaublich stur geworden, aber nicht senil.
    In der Wohnung klebt sie mir buchstäblich am Bein.
    Nach dem Schlafen ist sie sehr tatterig und zittert stark.
    Verfressenheit hat zugenommen (aber ich bleibe hart, ihre 19kg dürfen nicht überschritten werden).
    Eine leichte Niereninsuffizienz seit 2 Jahren.
    Überall bilden sich kleine Knubbel und Beulen, die aber harmlos sind.
    Die Augen sind trüb, aber anscheinend sieht sie noch gut, zumindest, alles was sich bewegt.
    Sie niest sehr viel, hustet und röchelt ab und zu, hab ich abklären lassen, ist nichts bedrohliches; außerdem schnarcht sie, das sich die Balken biegen.



    Die echten Probleme, bei denen ich ratlos bin:


    1. Unruhe
    Abends befällt sie große Unruhe, es wird alle 3 Minuten (!) vom Sofa auf den Sessel und zurück gewechselt, und das ca. 2 Stunden lang (Hab manchmal das Gefühl, es handelt sich um das Sundowning-Syndrom, falls es das bei Hunden gibt?)
    Diese Unruhe kann sich (eher selten) bis zu starken Erregungszuständen steigern, wenn ich z. B. meine Tasche packe, oder wir autofahren. Dann ist sie teilweise kaum zu bändigen, hechelt und röchelt und ist für Befehle nicht aufnahmefähig.
    Manchmal liegt sie auch nur irgendwo und fiept ungeduldig vor sich hin.


    2. Epilepsie
    Sie leidet an einer Art Epilepsie, allerdings an einer Form, die nicht von starken Krämpfen geprägt ist, sondern von minütlichen Zuckungen, mal schwächer, mal stärker.
    Es ist nicht geklärt, ob diese Epilepsie durch das Alter oder durch eine (ausgeheilte) Erlichiose entstanden ist.


    Wir haben sie in den letzten Jahren in verschiedenen TA-Praxen und Kliniken vorgestellt, eine Computertomographie von ihrem Schädel machen lassen, viele Blutbilder erstellen lassen, sie wurde geröngt, usw. aber leider konnte nicht geklärt werden, woher diese Epilepsie, das Zittern und die Unruhe stammen.
    Die CT war ohne Befund, organisch scheint sie (bis auf die Nieren) gesund zu sein.


    Eine Therapie mit Luminal und Prednisolan wurde letztes Jahr verordnet, mit so grauenerregendem Resultat, dass ich kaum noch Mut aufbringe, weiterzutesten, was die Ärzte mir raten. Wobei raten hier das Stichwort ist: Jetzt sollte ich es mit Selgian versuchen. Die Tabletten habe ich zuhause, gebe sie aber (noch) nicht.
    Momentan leben wir mit den Umständen, aber natürlich versuche ich weiterzuforschen, und ich denke darüber nach, sie einem neuen TA vorzustellen, der unvoreingenommen ist. Da sich meine Hündin dabei aber immer über die Maßen stark aufregt, wollte ich diese Untersuchung noch bis zum Sommer hinauszögern, wenn es den alljährlichen Geriatrie-Check und die Impfungen gibt.


    Es wäre sehr interessant für mich zu erfahren, ob jemand schon ähnliche Erfahrungen gemacht hat.


    Viele Grüße, Iphigenie.