Beiträge von milospeed

    Zitat

    Also tut mir Leid, aber ich finde diese Lilly mehr als nervtötend!

    So denkt ihr Frauchen ja auch, und darum ist der Hund wahrscheinlich so niedergedrückt und traut sich nix. Sehr schade.

    Ausserdem, gescheiten Rückruf lernt der Hund, indem man ihn konsequent dazu bringt, beim ersten Mal rufen zu kommen (zur Not mit Schleppleine oder sie holen), viel übt, und jeden Erfolg bestätigt. Wer schon jahrelang 10 mal ruft und dann auch noch meckert bis der Hund endlich da ist, bringt dem Hund nur bei, dass es halt so läuft. Klar braucht man da nicht erwarten, dass er beim nächsten Mal angewetzt kommt wie Lassie. Das muss bei Lily wahrscheinlich ganz neu aufgebaut werden. Vielleicht lief sie früher einfach der anderen Hündin nach, wenn gerufen wurde und hat das Kommando nie richtig gelernt (zumal das ja immer anders lautet bei Frau R.)

    Na ja, ich denk mal, wer seinen Hund jahrelang nebenher laufen lässt (bzw mit der anderen Hündin) und nie was mit ihr allein macht, der braucht sich auch nicht wundern, wenn das alles nicht auf Knopfdruck funktioniert.

    Vor allem ist die Dame selber alles andere als begeistert von ihrer Hündin - was soll da bitteschön an Begeisterung zurück kommen?

    Die Hündin ist hochgradig unsicher, wenn ihr Frauchen sie ruft, und ich meine, ich hätte das nicht nur bei dem Dummy-Training gesehen, sonder schon in der Spaziergang-Szene, als sie sie hundertmal rufen musste. Wenn der Hund sensibel ist und Frauchen schon von vornerein genervt, ist es vielleicht kein Wunder, wenn sie nur schleicht und an jedem Grashalm schnuppert, also beschwichtigt.

    Genauso wie da, wo sie nicht recht weiss, was sie mit dem Dummy machen soll. Was tut sie? Sie geht zu Frauchen und legt sich mit dem Rücken zu ihr neben sie. Sprich, sie haut nicht ab, sie macht keinen anderen Käse, sondern sucht die Nähe zu ihrem Menschen, aber weiss nicht was sie tun soll, bzw traut sich nicht. Und was macht Frauchen? Statt sich wie Bolle zu freuen, als sie den Dummy beim ersten Mal fast sofort aufgehoben hat, hat sich Frauchen nicht gerührt. Woher soll sie dann wissen, dass das genau die Aktion war, die sie hätte liefern sollen?

    Die Frau hat einfach keine Ahnung und versteht die Arme völlig falsch. :sad2: . Ich glaub, dass das gar nicht so ne Temperamentsfrage ist, sondern die Hündin ist es einfach nicht gewohnt, Initiative zu zeigen.

    Kann man nur hoffen, dass der Rütter da mit noch mehr weiterhelfen kann als nur mit Dummy-Training. Warum lässt er die beiden keine Schnüffel-Spiele machen wie in den Normalo-Folgen? Vielleicht interessiert Lily sich da mehr für.

    Generell mag ich auch alle Hunde, und Hässlichkeit wär für mich kein Hindernis ;)

    Besonders (sympathisch-)hässlich finde ich:

    Schnauzer
    Blue-merle Shelties und Aussies (die Farbe sieht irgendwie so high-tech aus)
    Langhaar-Collies generell (dünner Kopf mit aufgeplatztem Sofakissen)
    Bullterrier
    Nackthunde
    Showlinien-Labradore und andere schwere Retriever (Presswurst lässt grüssen)
    Duck-Tolling Retriever (vermutlich nur weil die hier grad Mode sind)
    Setter und Pointer (die Froschaugen! :schockiert: )

    Und alle Qualzuchten mit Hautlappen und Hängelidern, aber die tun mir dann eher leid.

    Mein Geschmack ändert sich aber ständig. Früher fand ich Spitze, Eurasier und Huskys zum Gähnen, jetzt find ich sie cool. Dagegen fand ich Belgische Schäferhunde spitze, und jetzt nur so na ja....

    Ich finds schön, dass Geschmäcker verschieden sind und für die meisten hier das Aussehen sowieso nicht alles ist!

    Es gibt da ganz gute Buecher zu dem Thema. Ich hatte "Die Kosmos Welpenschule", in der das Thema Umweltsozialisation gut erklaert wird. Ich habs damals gelesen, aber den Aufwand unterschaetzt und es daher bei meinem Hund vernachlaessigt. Dafuer bin ich fleissig in die Welpenstunde gerannt, wo er bis zum Umfallen toben und andere Welpen mobben konnte :roll:

    Wenn ich die Zeit zurueckdrehen koennte, wuerde ich mich stattdessen jeden Tag stundenlang mit Milo auf ne Bank in der Stadt setzen und nur ganz ruhig gucken, gucken, gucken.

    Ich sehe grade, dass deine Kleine erst 4 Monate alt ist. Von daher ist es nicht ungewoehnlich, wenn sie als kleiner Welpe noch nicht so Angst hatte. Junge Hunde gehen durch verschiedene (Angst-)Phasen, in denen sie ganz unterschiedlich reagieren. Wichtig ist jetzt, dass du ihr durch dein eigenes Verhalten Ruhe und Sicherheit vermittelst. Bei einem jungen Hund in dem Alter arbeitest du noch nicht ueber Kommandos, sondern verbringst am besten viel Zeit mit ihr damit, dass ihr von einer ruhigen Stelle aus den Verkehr beobachtet, ab und zu mal ein Leckerchen sucht, dann wieder gucken, und das alles ganz entspannt und ohne Hektik.

    Diese Zeit ist ganz wichtig, denn bis zur ca. 20. Woche laeuft bei Welpen die Umweltsozialisation (korrigier mich einer, falls ich es mir falsch gemerkt habe), und wenn sie jetzt mit dir zusammen lernt, dass die ganzen gruseligen, angstmachenden Dinge gar nicht sooo schlimm sind, sondern ganz normal, dann werdet ihr spaeter auch weniger Probleme haben. Nutze diese Zeit unbedingt.

    Einen Welpen- bzw Junghundekurs besuchen ist auch super, auch wenn ich der Meinung bin, dass dort manchmal viel zu wenig gemacht wird bzw einmal in der Woche hingehen bei weitem nicht reicht.

    Na ja, du kannst dir ihre ganze taegliche Futterration ja in einen Beutel tun und siehst dann, wieviel sie ueber den Tag davon frisst, wenn du sie aus der Hand fuetterst. Was dann abends noch uebrig ist, kannst du ihr ja im Napf geben oder bei kleinen leichten Uebungen.

    Mich hat es genervt, als meiner klein war (und es hat mich auch genervt, dass mir Halter von grossen Hunden immer erzaehlten, sie haetten das Problem nicht, und was ich nur immer will - duh!). Bei netten Leuten, lieben Kindern, Freunden und Kollegen war es auch nie ein Problem - aber offensichtlich Geisteskranke, stark Alkoholisierte, brutale Grobmotoriker und respektlose Kinder (alles schon erlebt) sollten gefaelligst die Finger von meinem 20cm-Hundi lassen :aufsmaul:

    Jetzt isser 28cm hoch, und ein ganzer Kerl. Ich mag es inzwischen, wenn mir Leute auf der Strasse zurufen, wie schoen er ist, und ich mag auch, wenn er sich lieb und ruhig von Fremden streicheln laesst. Irgendwie wird man mit der Zeit gelassener :ohm:

    Andererseits stoert es mich auch nicht mehr, wenn ich ihn mit einem "na los" zu den ganz hartnaeckigen Dutzidutzi-Leuten ("och, lassen sie den Kleinen doch zu mir her") hinschicke und er ihnen erst mal mit Karacho gegen die Kniescheibe springt und ein schmerzverkniffenes "ach, so ein Lieber" dafuer erntet. Da hat er dann auch meinen Segen :D

    Hallo!

    Kenne mich nicht aus mit Angsthunden, aber Aufmerksamkeit und Orientierung am anderen Leinenende sind bei uns auch grosse Themen ;)

    Das hier sind nur Tips, die ich von diversen Hundetrainern gehoert habe. Aber wie gesagt, ich weiss nicht, ob man das bei Angsthunden auch so macht. Bei meinem Hund hat es geholfen, denn er ist auch schlecht umweltsozialisiert und hat Stress in der Stadt, aber das auessert sich bei ihm durch Aggression und Leinenziehen. Am besten ist es natuerlich immer, selber nen Experten zu konsultieren.

    Gibt es denn etwas, das deine Maus besonders mag, z.B. Leckerlis (Leberwurst moegen fast alle Hunde), und was sie auch unter mildem Stress nehmen wuerde? Dann koenntest du erst mal an einer ruhigen Strasse mit ihr ueben, dich auf Kommando anzuschauen, belohnt zu werden, sich bei dir wohl zu fuehlen. Im Moment wirst du das an der Hauptstrasse deshalb noch nicht erreichen koennen, weil es einfach noch zu viel Stress fuer deine Maus ist. Das muss in kleinen Schritten aufgebaut werden, und wenn es mal an der ruhigen Strasse klappt, kann man die Schwierigkeit langsam steigern. Viel Geduld haben, sowas braucht Zeit!

    Hast du denn die Moeglichkeit, die Hauptstrasse mit ihr erst mal zu meiden und sie an ruhigere Strassen zu gewoehnen?

    Falls nicht, dann hilft es vielleicht, wenn du dich mal mit anderen Hundehaltern verabreden und mit deren Hunden an der Strasse entlang gehen kannst (natuerlich nur, wenn die anderen Hunde keine Angst vor dem Verkehr haben). Manche unsicheren Hunde orientieren sich eher an anderen Hunden, vor allem, wenn die Bindung zum Besitzer noch nicht so stark ist. Wie lange ist sie denn schon bei dir?

    Ansonsten, wenn es sich mal gar nicht vermeiden laesst, versuche ganz ruhig und souveraen zu sein. Gehe nicht auf ihre Angst ein, aber zwinge ihr auch nicht Unmoegliches ab (z.B. direkt hinter der Strassenkehrmaschine vorbei zu gehen). Fuehre sie auf der dem Verkehr abgewandten Seite, mach dir dabei heitere Gedanken, und wenn du das Gefuehl hast, es geht gar nichts mehr bei ihr, klemm sie dir ohne Kommentar unter den Arm und geh so schnell wie moeglich mit ihr aus der Situation raus.

    Hast du es schon mal mit einem Hundetrainer versucht, bzw hast du vor, mit ihr zu einem zu gehen?

    Viel Glueck und Erfolg, dir und deiner Maus :smile:

    Das klingt wirklich eher so, als sei sie etwas unsicher und wisse noch nicht richtig, was man eigentlich von ihr will. Aber wenn sie, so wie du schreibst, schnell lernt und motivierbar ist, dann bekommt ihr das sicher ganz schnell in den Griff :gut:

    Mal nen Trainer auf eure Kommunikationsweise schauen zu lassen, ist sicher auch ne gute Idee. Manchmal sind es ganz kleine Dinge, die einem im Weg stehen, dessen man sich aber gar nicht bewusst ist. Bin gespannt, wie es bei euch weitergeht, halt uns auf dem Laufenden!

    Ich wuensch euch weiterhin viel Erfolg und ganz viel Spass miteinander.

    Kommt darauf an, was ich mache.

    Am Computer arbeiten, Film gucken, lesen, Besuch unterhalten: da schläft er oder kaut was.

    Auf der Terrasse rumwurschteln, aufräumen, kochen, wäsche waschen: da ist er dabei und schaut zu, oder hilft wo er kann :D

    Spielen, Leckerli suchen etc. auch immer gerne, aber das geht meistens von mir aus, wenn ich mal ne Pause vom PC brauche. Machen wir aber oft :roll:

    Hallo!

    Ich kann dir leider nicht mit eigenen Erfahrungen helfen, weil mein eigener Hund keinen Kot frisst (ausser mal nen frischen Pferdeapfel, aber da reicht ein NEIN und er überlegt es sich schon anders).

    Aber der leider vor kurzem verstorbene Hund meiner Eltern frass mit einer ans Fanatische grenzenden Leidenschaft Hundekot (nicht seinen eigenen, aber jeden anderen). Meine Mutter war auch kurz vorm Verzweifeln, liess ihn von Kopf bis Fuss durchchecken, aber es bestand keine Mangelerscheinung, Blut- und Kotwerte waren in Ordnung. Der TA meinte dann auch, dass es wahrscheinlich eine Angewohnheit ist. Meine Mutter arbeitete dann viel mit der Schleppleine, allerdings nur auf den bekannten Gassistrecken, wo Hinz und Kunz sein Häufchen hinterlegte. Dort übte sie dann mit ihm, auf NEIN die Haufen in Ruhe zu lassen. Im freien Feld durfte er aber frei laufen. Ein Hundetrainer riet ihr dann noch, viel Suchspiele unterwegs zu machen und mit ihm "Futtersuche" (mit nem Dummybeutel) zu simulieren. Das half tatsächlich, nach ein paar Monaten (so lange dauert's dann schon, mit alten Angewohnheiten zu brechen), liess er die Dinger links liegen. Anscheinend war es so, dass für Pedro die Kotsuche einfach eine tolle Beschäftigung war, für die er einen Ersatz gebraucht hat. Pedro war übrigens aus Spanien (evtl. ehemaliger Strassenhund?) und das komplette Gegenteil von einer frechen, dominanten Persönlichkeit.

    Dazu auch noch eine Anmerkung, bitte nicht falsch verstehen. Aber du gebrauchst im Zusammenhang mit eurer relativ neu bei euch angekommenen Sheltie-Hündin auffällig oft das Wort Dominanz. Ich kenne das Buch von Jan Fennel, und hier im Forum gibt es einige Leute, die ihren Ansatz nicht so gut finden, ist wohl Ansichtssache. Aber wenn es darum geht, einen Hund einzuschätzen, der gern sein eigenes Ding macht, viel hinterfragt, Grenzen nicht respektiert, dann ist nicht sofort Dominanz im Spiel, sondern manchmal etwas ganz anderes. Vielleicht eher Unsicherheit, Kommunikationsprobleme, mangelndes Vertrauen, unzureichende Führung von deiner Seite? War zumindest bei uns so. Wie es sich von deinem Posting her anhört, ist die Hündin noch nicht lange da, der erste Hund eher einer, der leicht zu beeindrucken ist, vielleicht sucht sie noch ihren Platz und verhält sich einfach nur opportunistisch?

    Ich hab hier auch so nen Kandidaten, der mich ständig hinterfragt, gern mal selber entscheidet, und auch schon mal zart besaitete Hunde mobbt, weil er sich dadurch versucht aufzuwerten. Aber das ist keine Dominanz, denn er ist absolut keine Führerpersönlichkeit, sondern ein unsicherer kleiner Schnösel, der einfach macht, womit er seiner Erfahrung nach am besten fährt. Ein wirklich dominanter Hund haette so ein Getue gar nicht nötig.

    Der Hundetrainer, den ich ihn damals als "dominanten Kontrolletti" vorgestellt hatte, hat sich erst mal schlapp gelacht und gemeint, der Bengel sei alles andere als ein dominanter Hund. Ich musste also erst mal lernen, meinen Hund richtig einzuschätzen. Ich bin auch lange dem Ratschlag gefolgt, den Hund links liegen zu lassen und ihn möglichst oft spüren zu lassen, dass er unter mir steht. Aber darum ging es bei uns gar nicht und hat die Beziehung eher gestört. Momentan kriegt er sogar mehr Aufmerksamkeit denn je und so manche eiserne Regel (nicht überschwänglich begrüssen! keine erhöhten Plätze auf dem Sofa!) haben wir stillschweigend in die Tonne gekloppt, aber trotzdem entwickelt sich der Lümmel langsam tatsächlich zu einem viel gelasseneren und gehorsameren Hund, der einem nicht ständig auf der Nase rumtanzen muss.

    Sorry für die Länge. Ich wollte damit nur sagen, dass man sich mit solchen Eigendiagnosen schnell ins Bein schiessen kann, wenn man falsch liegt, und dir vorschlagen, dass du deine Hündin mal nem kompetenten Fachmann/-frau vorstellst, um sie besser einzuschätzen und gezielter an eurem Problem zu arbeiten.

    Viel Erfolg!