Hallo Nicole,
Nicht verzweifeln. Ich hab auch nen Hund, der - weniger durch mich als durch sein Umfeld - ständig im Mittelpunkt steht bzw stand. Eben auch klein, süss, charmantes Kerlchen, mit Frauchen welches keinen ernstzunehmenden Widerstand leistet, bzw nicht ernst genommen wird. Das merkt dein Hund natürlich, und warum sollte er dich dann ernst nehmen?
Ich bin mittlerweile sowohl mit meinem Hund als auch mit seiner sozialen Umgebung (Hunde wie Menschen) um einiges "unfreundlicher" geworden, gleichzeitig aber auch um einiges entspannter. Das heisst, wenn ich nicht will, dass mein Hund an einem anderen schnuppert (weil er an der Leine ist, weil ich es eilig habe, weil mir der andere Hund nicht koscher ist), dann schick ich den anderen weg, oder gehe ein "NEIN" knurrend weiter und ziehe meinen Hund einfach mit. Bei Leuten, die ihn begrüssen und streicheln wollen mach ich es ähnlich, wenn ich grade nicht den Nerv dazu habe und mein höfliches Ablehnen frech ignoriert wird. Das finden viele Leute natürlich erst mal doof. Aber ich spar mir dadurch Diskussionen und Ärger, und mein Hund lernt, dass wenn ich was nicht möchte, dann wird das auch nicht gemacht.
Hatten wir neulich ganz konkret: distanzloser Labbi kommt freudig auf uns zugerannt, die HH findet's klasse (obwohl meiner an der kurzen Leine war) , Labbi wird von mir weggeschickt, HH mault sich eins. War mir egal. Denn den Blick von meinem Hund werde ich nicht vergessen, der nämlich den Labbi auf einmal keines Blickes mehr würdigte, sondern auf einmal grinsend neben mir hertippelte.
Ich find das so ne hammerschwere Lektion, als liebes Frauchen mit kleinem Süsshund ernst genommen zu werden, aber ich glaube, der kleine Süsshund bringt es einem mit der Zeit schon bei ![]()