Beiträge von milospeed

    Hallo Ralf!

    Ich werd hier keine Tips geben, denn es gab hier schon so viele gute und ich find es toll, dass du dir so viel Mühe mit deiner Hündin gibst und sie aus diesen fischigen Umständen heraus geholt hast.

    Aus deinen Posts liest man eine ruhige, souveräne Einstellung heraus, und selbst wenn du noch dabei bist, die richtige "Technik" für deinen Hund heraus zu finden, bringst du mit Ruhe und Gelassenheit schon das Wichtigste mit, um deinem Hund Sicherheit zu vermitteln. Und das Gefühl, dass sie sich in Situationen, die ihr nicht geheuer sind, auf dich verlassen kann und keinen Terz machen muss. Von wegen "Okay, Papa macht das schon" ;) .

    Damit hast du anderen HH (mich eingeschlossen), die sich zwar technisch und theoretisch viel angeeignet haben, aber wo es mit der Gelassenheit in kritischen Situationen noch a bissl hapert, schon einiges voraus.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und deiner Süssen endlich ein Herrchen (und Frauchen), die für sie alles im Griff haben. Gebt ihr viel Zeit zum Lernen, denn in der kurzen Zeit ist sie ja noch gar nicht richtig bei euch angekommen.

    Viel Glück und weiter so!

    Ach ist die süss :D

    Hm, da könnte vieles drin stecken. Ich würd auf den ersten Blick folgendes reininterpretieren: nen Belgischen Schäferhund, nen Collie oder Border (daher könnten auch die Flecken kommen), oder nen anderen Hütehund.

    Auf jeden Fall sehr gelungen!
    Woher kommt sie denn?

    Hm, wenn du sagst, dass er das Bahnfahren schon lange kennt, dann hat sein Verhalten vielleicht doch andere Gründe.

    Nix für ungut wegen der langen Predigt, es ist mir nur ein persönliches Anliegen, darauf hinzuweisen, wie wichtig ne gute Umweltsozialisierung im Welpenalter ist. Aus Unwissenheit habe ich damals bei meinem Hund leider auch einiges versäumt. Das müssen wir jetzt relativ mühsam nachholen. Zum Beispiel würde meiner am liebsten schon ausflippen, wenn um ihn herum Leute rennen (an vollen Bahnhöfen z.B., wenn jemand noch den Zug erwischen will). Wir trainieren da schon sehr lange gegen an, und er kann sich inzwischen schon ganz ordentlich beherrschen. Aber wenn er extrem viel Stress hat, gehen seine Nerven halt doch noch ab und zu mit ihm durch. Wir sind aber bei einem Trainer, der mir zeigt, wie ich in solchen Situationen mit ihm umgehen muss, und allmählich wird es echt besser.

    Ich kann deine Situation also gut nachvollziehen, denn wir müssen auch oft Zug fahren. Meiner fährt übrigens auch immer in einer Faltbox, in der er sich zusammenrollt und schläft. Die Box hat zwei Seiten, die ohne Gitter sind, ich stelle sie dann so hin, dass er nur mich sieht. Ohne Box ist er auch eher unruhig, in der Box stört ihn nichts. Von daher kann ich den Tip mit der Box nur empfehlen.

    Weiterhin alles Gute!

    Hier auch! Ständig wird nur rumgealbert, schlimm ist das...

    Wir quatschen ihn voll, wir spielen fangen, wir tanzen mit ihm, wir setzen uns auf sein Spielzeug, wir raufen mit ihm, wir spielen Superman mit ihm, wir schmeissen Pizzakartons wie Frisbees durch die Gegend, wir tragen ihn wie ein Baby durch die Gegend, wir jodeln mit ihm, wir spielen auf seinen Rippen Gitarre, wir nehmen seine Pfote und machen mit ihm ne Parodie auf den amerikanischen Fahneneid (okay, auf so nen Quatsch kommt nur mein Freund), wir werfen ihm ne Decke über den Kopf, wir setzen ihm ne Mütze auf...

    Nein, wir sind keine Kinder. Zumindest dem Alter nach nicht :ops:

    Aber der Hund amüsiert sich köstlich :D

    Zitat

    Trotzdem wäre es von vorteil wenn er irgendwie kapieren würde, dass er keinen aufstand machen muss wenn andere menschen und tiere da sind. ich weiß nicht was dann mit ihm los ist. Ob er zu aufgeregt ist oder zu begeistert von dem ganzen neuen.

    Ich glaube, für euch beide mehr von Vorteil wäre, wenn DU kapieren - sorry: lernen - würdest, was beim Hund Umweltsozialisierung und Sozialisierungsphasen bedeutet.

    Beziehungsweise, weshalb diese Phase so wichtig ist und wann diese kritische Zeit bei deinem Hund war. Die fand nämlich im Welpenalter statt, genauer gesagt von der 8. bis zur 16.-20. Lebenswoche. In dieser Zeit hat dein Hund es offensichtlich versäumt, zu lernen, dass es normal ist, wenn was Neues passiert, und dass es normal ist wenn andere Menschen und Tiere da sind.

    Überleg doch mal bitte, ob dein Hund in dieser Zeit ausreichend (!) Gelegenheit hatte, viele andere Menschen, Tiere und z.B. das Bahnfahren kennen zu lernen. Wahrscheinlich nicht, denn sonst hätte er jetzt keine Angst davor.

    Bei deinem Hund hat diese Umweltsozialisierung nicht ordentlich stattgefunden, darum KANN er gar nicht anders als nen "Aufstand zu machen". Er ist in dieser Hinsicht ein Kaspar Hauser, wenn dir der Begriff was sagt. Die Welt da draussen verunsichert ihn zutieftst, selbst wenn er wollte, könnte er sie bei einem noch so schönen Bummel durchs Dorf nicht stressfrei geniessen.

    Ja, dein Hund ist aufgeregt, denn er wird mit der Situation nicht fertig.
    Nein, er ist ganz sicher NICHT begeistert. Er hat Stress. Und den baut er durch Aktivität ab, weil es eine Art der Kompensation ist, die ihm sein Körper anbietet. Das hat mit Nervenverknüpfungen, Hirnentwicklung und Hormonausschüttung zu tun. Es ist reine Biologie und nichts, was der Hund von sich aus beeinflussen kann.

    Egal was du machst, er wird es nicht einfach so "kapieren". Den Zeitpunkt, wo er es einfach hätte lernen und ihn seinen Gehirn-Nervenbahnen hätte abspeichern können, habt ihr leider verpasst.

    Was du jetzt noch machen kannst, ist - wie hier schon etliche Leute vorgeschlagen haben - ihn mit Hilfe eines Trainers (denn du allein hast einfach nicht das Wissen und die Erfahrung) ganz langsam und schrittweise darauf konditionieren, dass er diese für ihn total beängstigenden Situationen, wie z.B. das Autofahren, akzeptieren lernt und stressfreier durchstehen kann. Es braucht zudem Zeit, Geduld und Verständnis dafür, wie dieser spezielle Hund lernt.

    Hier ist auch nichts böse gemeint, aber es wird auch gehofft, dass etwas von dem ankommt, was dir ein paar sehr freundliche Leute mit viel Geduld und Sympathie für den kleinen Hund hier vermitteln möchten.

    Zitat

    Oh, und warum soll ich meinen Hund ignorieren beim NAchhausekommen?

    Dadurch machst du dein Nachhausekommen fuer ihn zu einer weniger dramatischen Sache. Indem du ihn erst mal ignorierst, faehrt er nicht so hoch und lernt gleichzeitig, dass dein Heimkommen nicht automatisch Aufmerksamkeit bedeutet. Nach ein paar Minuten, bzw wenn er sich beruhigt hat, kannst du ihn dann zu dir rufen und begruessen. Der Unterschied ist wieder, dass du entscheidest, wann es Zuwendung gibt.

    Pschschschsch.....

    Ich finde, Bentley's Kommentare sind nicht inkompetent und dass sie schon weiss, wovon sie redet. Auch wenn es nicht immer "nett" verpackt ist. Aber dies ist ein Forum, in dem es um Hunde geht, darum sind hier viele Menschen vertreten, die schon vieles gesehen haben und denen das Wohl auch fremder Hunde sehr am Herzen liegt. Nur weil der Tip vom Hundetrainer kam, darfst du nicht damit rechnen, dass jeder hier das Runterdruecken gutheisst. Trainer gibt es viele, und nicht alle sind kompetent. Da muss man auch mal Kritik einstecken koennen und braucht im Gegenzug nicht ausfallend werden.

    Hier wurde dir schon viel Hilfe und nuetzliche Tips angeboten, das ist doch schon mal toll, oder?

    Nichtverurteilende Gruesse und viel Glueck bei der Umsetzung,
    Alex

    Hey Bolle, das klingt doch schon optimistischer :gut:

    Ich drueck dir die Daumen, dass du das klaeren und dich vor allem durchsetzen kannst (bei ALL deinen Maennern, auch dem Hund).

    In Ausnahmesituationen (!) bin ich sogar sehr dafuer, emotional zu werden und - huch - auch mal ne Szene hinzulegen, damit alle Anwesenden wieder klar sehen, dass es so nicht weitergeht. Solange man danach wieder lachen und vernuenftig miteinander reden kann, wie man weiter vorgeht, um das Problem zu loesen, darf das schon mal sein.

    Trennungsratschlaege etc. find ich da eher too much, die Kommentare von lotuselise dagegen: zucker!

    Viel Glueck und :sm:

    Zum Thema stories, ich hab auch eine:
    Mein Freund ist seeeehr eigen mit seinen Kleidungsstuecken. Als wir uns kennenlernten, war der Hundspund mitten in der Knabberphase (die geht vorbei, wirklich!!), und das ein oder andere Paar Socken bzw Unterhosen wurde geshreddert. Anfangs war er stocksauer, aber nachdem sich stundenlang Spott und Haeme ueber ihn ergossen hatte, musste er auch lachen und sah ein, dass man seine Socken besser nicht auf dem Boden rumliegen laesst.
    "Duuuu, die Firma Falke hat angerufen und gefragt, wie es ihren Socken geht. Was soll ich denen denn jetzt sagen?"
    "Duuuu, die Firma Falke hat nochmal angerufen, sie schicken nen Service-Techniker."
    "Duuuu, deine Mutter hat angerufen und fragt, was du dir zum Geburtstag wuenschst. Ich hab gesagt, mit Socken kann sie nix falsch machen."
    "Duuuu, die von den Chippendales haben angerufen und wollen wissen, ob du fuer sie strippen kannst. Ich hab gesagt, dass das momentan nicht geht, weil deine sexy Unterhose kaputt ist."
    "Duuuu,..."
    usw usw

    Hm, tut mir leid, dass ihr beide jetzt in dieser Situation seid.

    Aber du siehst hoffentlich ein, dass dein Problem, also seine "lebhafte" Art, hausgemacht ist? Wenn du den Hund von klein auf hattst und es versäumt hast, ihn rechtzeitig so zu formen und zu erziehen, dass er Ruhe geben kann und ohne Panik auf seine Umwelt reagiert, tja... dann hast du ihn so gemacht.

    Dann wirst du jetzt in den sauren Apfel beissen und ihm helfen müssen, dass er sich noch - so weit es ihm in seinem Rahmen eben noch möglich ist - umgewöhnen kann. Hundetrainer bzw - schule stünden da zur Debatte. Vielleicht kann man mit einem sehr einfühlsamen Training, evtl. unterstützt durch Bachblüten, noch einiges erreichen. Aber da konsultierst du am besten Profis, die sich mit ängstlichen Hunden auskennen.

    Für die Zwischenzeit würde ich an deiner Stelle mal schauen, ob du eine fähige Fremdbetreuung (Hundesitter etc.) in deiner Nähe findest, die ihn gegen einen Obulus trotzdem nimmt, und wo er idealerweise zusätzlich lernen kann, wo sein (Ruhe-)Platz ist. Vielleicht sprichst du auch mal andere HH beim Gassigehen an, ob sie dir helfen können.

    Ihn so, wie er momentan ist, einfach abzugeben, fände ich ihm gegenüber sehr unfair. Denn - du siehst es ja - so einen Hund möchte eigentlich niemand haben. Und er selber möchte sicher auch nicht so sein, aber er kann nicht anders, weil er es nicht anders kennt.

    Kastra bringt in dem Fall absolut nichts. Hier im Forum wird bei hibbeligen Hunden allerdings oft geraten, beim Tierarzt die Schilddrüse untersuchen zu lassen, da Hyperaktivität auch körperliche Ursachen haben kann. Wäre sicher ne gute Sache, dies mal beim TA abzuklären.

    Viel Glück und alles Gute für den Hund!