Das ist natürlich besonders tragisch. Zumal die Hündin vorher noch dafür als Heldin gefeiert wurde, dass sie einen Fremden vom Grundstück verjagt hat. Bei manchen Hunden ist genau das ironischerweise das Todesurteil.
Mach's gut, hübsche Target.
Das ist natürlich besonders tragisch. Zumal die Hündin vorher noch dafür als Heldin gefeiert wurde, dass sie einen Fremden vom Grundstück verjagt hat. Bei manchen Hunden ist genau das ironischerweise das Todesurteil.
Mach's gut, hübsche Target.
Also um nochmal auf die "Luxushunde" zurück zu kommen, die es früher vereinzelt auch schon gab: meine Oma arbeitete kurz nach WK2 als Haushälterin bei einer Anwaltsfamilie, und die hatten wohl nen Langhaardackel als Familien-Maskottchen. Ob der während des Kriegs schon da war, weiss ich allerdings nicht. Nur, dass der wohl von den Kindern und Hausangestellten bespasst, aber nicht erzogen oder sonstwie gezielt beschäftigt wurde. Er war halt da, weil der Opa Dackel gerne mochte. Laut meiner Oma war es ein liebes, nettes Tierchen, auch wenn er schon auch mal schnappte, wenn ihm was nicht passte. Aber das sah man nicht so eng damals
.
ZitatIch hoffe sei beruhigt sich schnell, sie ist sonst schon so ein Sensibelchen
Deshalb ist es besonders wichtig, dass DU dich so schnell wie möglich beruhigst und zur Normalität zurückkehrst.
Kopf hoch!
Ich würd auch so tun, als sein nichts passiert und ihre Beschwichtigungsversuche auf fröhliche Art ignorieren. Also von wegen sie zittert und legt sich hin, du gehst beiläufig ein paar Schritte weg von ihr und untersuchst was Spannendes am Boden, lässt sie kommen, fängst ein lustiges Spiel an etc.
Auf jeden Fall versuche sie deswegen nicht zu bemitleiden, sonst steigert sie sich noch mehr in ihre Unsicherheit rein. Ich weiss, das ist schwer, hab meinem Kleinen auch schon mal unrecht getan und hatte ein schlechtes Gewissen deswegen. Ist halt dumm gelaufen, du hast es nicht mit Absicht gemacht, und morgen ist ein neuer Tag.
Das wird wieder. ![]()
Gab's denn nicht auch früher reine Luxusrassen, die nur zum Verhätscheln und Vergnügen gezüchtet wurden?
Doch wohl schon, oder? Klar waren die Arbeitshunde sicher in der Überzahl.
Aber zum Beispiel der Adel hatte doch bestimmt seine Doggen, Windspiele und Bichons hauptsächlich fürs Image und zum Liebhaben um sich herum, was ja zur Mehrheit der HH heute kein so grosser Unterschied wäre.
Ich kenn das auch nicht in dem Ausmass. Aber hast du ihn schon mal gefragt, weshalb er es mit dem Putzen in deinen Augen so übertreibt?
Vielleicht ist es ja einfach etwas, das er gerne macht, bei dem er nach der Arbeit abschalten kann. Stressabbau, sozusagen.
Vielleicht findet er es für ihn einfach ungemein befriedigend, irgendwo Dreck "zu finden". Genauso, wie es für manche Frauen befriedigend ist, bei Männern Textilflusen aus dem (ansonsten sauberen) Bauchnabel zu puhlen... sowas soll's ja geben...
Vielleicht steht er unter Zwang, weil er von klein auf zur Sauberkeit getrimmt wurde und kann nicht ruhen, bevor auch Mutti Habseselig zufrieden wäre.
Vielleicht ekelt er sich schlicht vor nichtmenschlichem Dreck.
Vielleicht sieht er das Putzen als sein Metier an und ist stolz auf seine Gründlichkeit, aber erwartet nicht, dass du deswegen mehr machst.
Vielleicht möchte er dir auch nur zeigen, was für ein toller Hausmann er ist.
Vielleicht möchte er, dass du mehr tust, aber traut es sich nicht zu sagen.
oder oder oder
Ich würd ihn mal ganz konkret fragen, und dann dort ansetzen.
Hmm, zwei Jahre sind schon eine lange Zeit. Vor allem in Ausland, da wächst der Abstand zu allem doch nochmal beträchtlich.
Glaubst du denn, dass du nach 2 Jahren die Hunde überhaupt wiederhaben willst? Bis dahin kann sich allerhand ergeben haben, vielleicht willst du im Ausland bleiben, oder danach noch herumreisen, verschiedene Jobs ausprobieren. Ich sage das nur, weil es bei mir vor 10 Jahren ähnlich lief, nur hatte ich damals zum Glück nicht die Verantwortung für einen bzw mehrere Hunde.
Hast du evtl. bei Freunden und Bekannten die Möglichkeit, die Hunde unterzubringen, mit der Option, dass sie sie danach vielleicht auch ganz behalten?
Falls nicht, würde ich darüber nachdenken, ob es für die Hunde nicht am fairsten wäre, ihnen gleich einen guten Platz zu suchen (ich hoffe, dass du das gemeint hattest, denn "verkaufen" klingt ein wenig hart).
Ich wünsch euch, dass du ne zufriedenstellende und verantwortungsvolle Lösung für deine Hunde findest.
Ach so, ja. Auf die Rasse bzw den Mix sollte man bei der Planung natürlich schon auch achten.
ZitatIch arbeite 30 std, + ca 4-5 Std. Fahrtweg pro Woche. Wir haben einen Schäferhund-Bordercolie mix, der kein Problemhund ist, sozial mit allen Menschen und Hunden verträglich, bleibt alleine, fährt gerne Auto (auch nicht ganz unwichtig bei der Planung), bellt wenig.
Aber er braucht als Border Mixviel Beschäftigung und Bewegung.
So einen würd ich allein vermutlich nicht ausgelastet bekommen. Ich hab trotz LiebemachtBlind-Wahl zu meinem Glück eine Mischung erwischt, die zwar lebhaft ist und beim Joggen mithalten kann, aber auch mal mit kürzeren Gängen zufrieden ist und kein riesiges Arbeitspensum braucht. Mit einer Arbeits- oder Hütehundrasse wär ich in meiner momentanen Situation eher nicht glücklich geworden. Aber so wie es mit Milo geworden ist, passt es sehr gut.
Verbieten würde ich das Knurren nicht. Aber wenn ich weiss, dass die Hündin (evtl. auch läufigkeitsbedingt) ne niedrige Toleranzschwelle hat, würde ICH kurzerhand die Situation beenden. Heisst, Hündin zu mir holen, Junghund wegschicken. Leutz, spielen ist okay, aber gemobbt und rumgezickt wird nicht.
Da lernen dann alle was dabei.
Der Junghund lernt, dass sein Generve irgendwann an Grenzen stösst und dass fremde Menschen nicht nur lebende Deko sind, die man ruhig ignorieren darf, und die Hündin lernt, dass sie nicht nach Gewohnheitsrecht die Domina zu spielen hat. Und du lernst (vielleicht braucht's ein paar Anläufe bis du deine message optimiert hast, aber wenn's dann mal klappt ist es ein echt tolles Gefühl), wie du das beiden am deutlichsten klar machst.
Win-win für alle ![]()
Also ich fänd's jetzt auch nicht so schlimm, sich mit Ganztagesjob einen Hund zu holen, wenn der Wunsch dauerhaft und der Wille bzw die Faehigkeit, dem Tier gerecht zu werden, da ist. Denn den "richtigen Zeitpunkt" gibts doch eigentlich nie. Erst ist man allein mit Job, dann hat man vielleicht irgendwann nen Partner, der möglicherweise nicht hinter dem Hundewunsch steht, dann hat man irgendwann doch Kinder, dann hat man möglicherweise irgendwann Kinder, aber weder Mann noch Job, was dann auch wieder nicht recht ist...
Das meiste kriegt man hin, und ich denke, der Hund kommt auch zu seinem Recht, wenn alle Betreuungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden.
Aber: Generell krieg ich Bauchweh von Hals-über-Kopf-Entscheidungen, die auf "Liebe auf den ersten Blick" (oft lediglich aufgrund eines Fotos aus dem Internet) beruhen. Vor allem, da diese ja zunächst mal einseitig ist und der Hund darauf angewiesen ist, dass der Alltag bei seiner neuen Besitzerin so funktioniert, dass er dauerhaft bleiben kann. Klar darf jeder sich einen Problemhund anschaffen, aber wird man als beruflich stark eingespannte Hundeanfängerin glücklich damit? Wär da nicht der nette, verlässliche (evtl. schon etwas betagtere) Hundepartner aus dem näher gelegenen Tierheim die bessere Wahl, auch wenn der vielleicht nicht so dem Traumtyp-Image entspricht, aber man ihn dafür vorher gründlich kennen- und liebenlernen konnte?
Mir ist bewusst, wie altjüngferlich das klingt. Erst recht von jemandem, die sich ihren Rüpel (ich spreche vom Hund, gell) auch übers Internet vorrangig nach dem Süss-Faktor ausgesucht hat. Allerdings bin ich gegen das Süss mittlerweile ziemlich immun geworden und schätze dafür gute Manieren und Verlässlichkeit umso mehr bei dem jungen Herrn. Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich mir meinen Hund inzwischen auch nach anderen Kriterien aussuchen, obwohl ich mit dem Ergebnis bei uns schon sehr zufrieden bin. Von einem ausgesprochenen Problemhund, der auch ungeschönt so beizeichnet wird, hätt ich in jedem Fall die Finger gelassen.
Will eigentlich sagen: Erfüll dir deinen Hundewunsch, aber entscheide dich mit Verstand für das, was für dich realistisch und machbar ist. Es gibt auch hübsche, unkomplizierte Hunde!*
*und weil der Vergleich so verlockend ist, behaupte ich mal, dass dasselbe auch für menschliche Partner zutrifft ![]()