Beiträge von milospeed

    Ich kenne einige Cocker und Cocker-Mischlinge, habe selber einen Irgendwas-Spaniel-Mix und finde ihn klasse :D

    Die Cocker Spaniels, die ich kenne, sind fröhliche, soziale Hunde, durchaus auch mit will to please, wenn man sie zu nehmen weiss und richtig motiviert. Hübsch und handlich sind sie auch. Wenn dir ein Cocker gefällt, hol dir doch einen und achte vor allem auf nen guten Züchter mit gesunden Hunden.

    Mit Retrievern kenn ich mich nicht so aus, obwohl ich viele sehe, die meisten Labis sind leider eher aufdringlich und nicht erzogen, und die meisten Goldis etwas tranig und langweilig (wildsurfs Caron ist natürlich ne Ausnahme, aber der ist auch aus ner Arbeitslinie, glaube ich).

    Wobei ich natürlich auch Mischlinge ganz toll finde, ganz klar :gut:

    ....vielleicht aber dann nicht als überteuerten Cockerpoo, sondern lieber so ne arme Socke aus dem Tierschutz.

    Danke schon mal für eure Antworten, dann bin ich ja nicht die Einzige mit Drama King und Queen im selben Haus :D

    Ja, vielleicht mach ich mir da zuviele Gedanken. Vermutlich, weil ich beim ersten Mal total geschockt aufgewacht bin und mich gefragt hab, ob ich die Polizei rufen soll. Aber dann war es doch mehr Geschrei als irgendwas, und ich konnte einigermassen beruhigt schlafen.

    Wir haben vorher auch im Mietshaus gewohnt, da gab's aber eher nächtliches Ghettoblasten und angetrunkenes Spät-Heimkommen im Treppenhaus :roll: . Hat Milo nur am Anfang gestört, zumindest solange, bis wir ihm klar gemacht haben, dass es nicht seine Aufgabe ist, sowas zu melden, weil es uns nicht interessiert.

    Ist wohl schon so, dass für den Hund Lärm auch nur Lärm ist, weil er ja den Kontext nicht kennt - und nicht wie bei mir, wo ich mir da gleich furchtbare Szenen ausmale.

    Ich kenne das ja zum Glück jetzt schon und werde, falls es wieder passiert, auch bewusst cool reagieren. Dann wird das schon okay sein für den Herrn M.

    und ich hoffe trotzdem, die lassen sich entweder scheiden oder ziehen aus, wenn sie ihre Aggressionen nicht in den Griff kriegen

    Wir sind diese Woche in eine neue Wohnung gezogen. Milo war wegen des Umzugs bis heute bei der Hundesitterin untergebracht und wird heute Abend erstmals mit mir in der neuen Wohnung uebernachten. Mein Freund zieht erst in einigen Wochen dazu, weil er noch bis Ende des Jahres in seinem alten Job in einer anderen Stadt arbeitet. Milo und ich sind also erst mal allein.

    Folgendes Problem: Ich musste nach einigen Naechten leider feststellen, dass direkt ueber uns ein Ehepaar mit "suedlaendischem Temperament" und offensichtlichen Eheproblemen wohnt. Sprich, diese Woche wurde bereits zweimal des Nachts ab ca. 0:30 mit boesen, lauten Worten (ich vermute italienisch, weiss aber nicht genau) und Gegenstaenden (ich vermute harte Gegenstaende auf Parkettboden) geworfen. Das Ganze dauerte etwa eine halbe bis dreiviertel Stunde, und weder ich noch einer der anderen Nachbarn (es wohnen noch 6 weitere Parteien im Haus) sind eingeschritten. Ich deshalb nicht, weil ich mich allein nicht hochtraute und hoffte, dass es jemand von den anderen Mietern tut. Warum von den anderen niemand hochgegangen ist, weiss ich nicht, moechte es aber herausfinden. Gehoert haben muessen sie es, denn das Haus ist recht hellhoerig. Anscheinend kommt es jedoch oefter vor, und womoeglich ist das Ganze eine komplizierte Geschichte. Weder mein Freund noch ich sind aber der Typ, die es sich gleich in der ersten Woche mit diesem Ehepaar (die ansonsten ganz nett sind und auch noch Hausmeister-Funktion haben) verscherzen wollen. Zumal wir die erste und einzige Mitpartei mit Hund sind und schon allein deswegen nicht mit Steinen im Glashaus herumwerfen moechten, bevor wir uns nicht voll in die Hausgemeinschaft eingefuegt haben und akzeptiert werden. Ein Mietvertrag fuer den Hund existiert uebrigens, er besagt, dass bei wiederholten Beschwerden durch die Nachbarn die Erlaubnis zur Hundehaltung entzogen werden kann. Zwar erwarte ich keine Probleme mit Milo, aber ich moechte aus diesem offensichtlichem Grund nicht durch eine vorschnelle Beschwerde wegen Ruhestoerung ausgerechnet das Hausmeister-Ehepaar gegen uns haben.

    Meine Strategie waere darum erst mal Folgende: Ich versuche in den naechsten Tagen und Wochen eine freundlichen Beziehung zu dem Paar und den anderen Nachbarn aufzubauen und vorsichtig herauszufinden, was Sache ist, und wie und ob mit ihnen zu reden ist. Eventuell kann dann auch die Hausverwaltung vermitteln. Aber wie gesagt, da moechte ich erst Genaueres wissen und nichts uebers Knie brechen. Schlafen kann ich zur Not derweil auch mit Ohropax.

    Der eigentlich Knackpunkt ist: wie erleichtere ich meinem Hund die Situation, dass manchmal nachts Laerm und Unruhe im Haus ist? Er wird die ersten Male sicher bellen und unruhig werden. Aber ein Hund, der seelenruhig neben dem lauten Fernseher, in dem ein Actionfilm laeuft, schlafen kann, wird sich doch auch an das naechtliche Getoese gewoehnen koennen, oder nicht? Ich habe daran gedacht, ihn in dem Moment, wo es oben losgeht, mit Clickern und Kopfarbeit abzulenken. Das liebt er, und dann vergisst er auch alles andere. Vielleicht setze ich mich auch mit ihm in die Kueche auf nen gemuetlichen Mitternachts-Imbiss, waehrend die sich da oben die Koeppe einschlagen. Das klingt jetzt vielleicht albern, aber ich habe im Moment eher dazu den Nerv, als nen vor Grusel tobenden Hund in der Wohnung zu lassen und mich allein mit einem streitenden Paar auseinander zu setzen.

    Daher moechte ich bitte vorzugsweise Tips und Vorschlaege, wie ich meinem Hund in den naechsten Tagen die unangenehme Situation "normal" erscheinen lassen kann.

    Danke schonmal :smile:

    Also wenn du glaubst, dass ihr Verhalten weniger auf Ungehorsam als auf Unsicherheit zurueckzufuehren ist, wuerde ich mal versuchen, das "sich wieder einkriegen" zu konditionieren und positiv zu bestaerken. Ich hab selber nen nervoesen, unsicheren Hund, und bei ihm hat sich ein "Ruhe-Signal" sehr bewaehrt.

    Zum Beispiel werde ich, wenn Milo sich aufregt, ganz ruhig und reglos, und mache ein langgezogenes Schhhhhhhh..... Kein strafendes "KSCH" a la Hundefluesterer, sondern eher so, wie man ein weinendes Kind beruhigt. Inzwischen reicht schon das Geraeusch allein aus, und Milo faehrt runter.

    Geuebt hab ich das, indem ich es erst in anderen Situationen angewendet habe, wo er emotional hochfaehrt (z.B. beim wilden Spielen, beim Provoziert werden durch andere Hunde, etc.), und immer positiv bestaetigt, sobald er sich beruhigte und mir zuwandte (z.B. mit dicken Leckerchen, an denen er kauen muss, oder durch langsames Kratzen an ner Stelle, wo er das total liebt und sich wohlig entspannt dabei). Wie bei allem macht es hier die staendige, generalisierende Wiederholung in verschiedenen Situationen mit langsamer Steigerung des Schwierigkeitsgrades, unter dem sich der Hund entspannen lernt. Den Unterschied zum Kommando sehe ich darin, dass das Geraeusch laenger anhalten kann und ich z.B. nicht 10mal "Ruhe" sagen muss, bis der Hund ruhiger werden kann. Ich rege ihn ja in dem Moment zu einer Gemuetsverfassung an, die einzunehmen fuer ihn ja laenger dauert als eine koerperliche Position wie z.B. "Sitz".

    Nen Versuch waere es wert, wenn deine Huendin generell unsicher ist (ob nun pubertaets- oder rassebedingt ist ja erst mal egal). Denn wenn du ihr helfen kannst, sich in solchen kritischen Situationen zu entspannen (nach einigem Training dann auf ein Wort oder eine Geste von dir), wird ihr das sehr viel Unsicherheit nehmen, weil sie lernen wird "okay, wenn Herrchen sagt "calm down", wird es schon nicht so schlimm sein".

    Viel Erfolg!

    @Mäusezahn und -Mann:

    Kopf hoch, ihr macht das schon super. Und nobody is perfect, und jeder hat mal nen schlechten Tag, und jeder ist mal hoffnungsvoll tollkühn, weil es grade so gut läuft. Es ist selbst in diesem superblöden Fall nichts allzu Dramatisches passiert, und das kann euch doch nur Mut machen, dass ihr in Zukunft mit Sam auch andere kritische Situationen erfolgreich durchstehen werdet.

    Weiterhin viel Glück und Spucke :smile:

    Alexandra

    Super :gut:

    Davon mal angesehen ging das Ganze für die Kleine wahrscheinlich so schnell, dass sie den Fall gar nicht mit dir in Verbindung gebracht hat. Sie ist halt die Treppe runtergefallen, hat sich erschrocken und wehgetan, und statt dass Frauchen versichert "alles okay", ist sie auf einmal so betroffen und traurig... grusel grusel grusel...

    Der Milo ist mal vor Ungestüm kopfüber in einen tiefen Trog mit kaltem Wasser gestürzt. Ich stand genau daneben und konnte ihn gleich wieder rausziehen, aber er war zu Tode erschrocken. Zum Glück musste ich nach dem ersten Schock so lachen, dass er auch gleich wieder gut drauf war und sogar nochmal zu dem schrecklichen Ding hingegangen ist. Aber okay, bei nem Treppensturz hätte ich vermutlich auch nicht gelacht ;)

    Puh, wird das heiss gekocht hier :schockiert:

    Ich sehe weder im Verhalten des Labbis noch in der des Mädchens einen schweren Verstoss gegen die HH-Etikette. Der Hund legt sich hin, ist womöglich etwas unsicher bzw unterwürfig gegenüber anderen Hunden. Ist doch fast der Idealfall, besser als hätte er noch zusätzlich provoziert. Das Mädel wusste vermutlich einfach nicht, was sie tun soll, bzw hat die Problematik falsch eingeschätzt. Wieso auch nicht, wenn ihr niemand sagt, was Sache ist.

    Was hat dich, Mäusezahn, denn nun eigentlich so wütend gemacht?

    Überleg dir mal, wie es gewesen wäre, wärst du mit zwei friedlichen Hunden da vorbeigegangen. Hätte dich der Labbi, hätte dich das Mädel gestört? Doch wohl nicht. Du hättest vielleicht sogar gelächelt und Hallo gesagt.

    Was die Situation aber so schlimm für dich machte, war doch, dass deine Hunde so getobt haben, oder nicht? Und sich das ganze über 10 min! hingezogen hat. Das ist viel Zeit für einen Pöbler, sich so richtig schön reinzusteigern. Und Hunde haben feine Antennen. Warst du als Frauchen gelassen und entspannt in dem Moment, fühltest du dich sicher und souverän trotz Rasselkette und anderer Massnahmen, die anzuwenden dir in der Öffentlichkeit sonst unangenehm ist?

    Ich will dir hier nichts unterstellen, war ja nicht dabei und kann nicht in dich reingucken. Ich weiss nur, dass ich mich auch schon oft über andere Menschen geärgert hab, die mich auf den Umgang mit meinem Hund angsprochen haben. Am meisten weh taten die Kommentare, die mich an der empfindlichsten Stelle getroffen haben. Nämlich an der Stelle, wo ich selber nicht felsenfest überzeugt von meiner Methode war.

    Beispiel? Ich war mal fuchsteufelswild über eine Dame, die mich auf offener Strasse dafür anmachte, dass ich meinen Hund anschrie und massiv abblockte, weil er einen anderen Rüden anpöbelte. Das hatte ich in der Hundeschule so gelernt, dass ich dem Hund lautstark klarmachen müsste, dass das ein NoGo ist. Aber es war mir immer mega unangenehm, ich hasse es, aufzufallen, und ausserdem ahnte ich, dass Schreien nicht das Richtige sein kann. Der Anschiss der Frau nahm mich furchtbar mit. Mit dem Resultat, dass ich die Strategie (samt Hundeschule) wechselte und es sich für uns sehr, sehr gelohnt hat.

    Das ist nun ganz und gar nicht überheblich gemeint, aber hättest du nicht a) Sam für mehr Entspanntheit bei dir mit einem Maulkorb sichern, b) mit beiden Hunden trotz Gehampel zügig auf den Krisenherd zumarschieren und c) bei Rufweite der 15jährigen durch Worte und Gesten freundlich klarmachen können, dass sie bitte zur Seite gehen soll?

    Wäre die Situation dann vielleicht gar nicht so weit eskaliert und für alle viel eher gegessen gewesen?

    Ich glaub dir, dass du es nicht leicht hast und hart an deinen Hunden arbeitest. Aber wenn du es zu verbissen siehst und dich über solche Situationen aufregst, machst du ein Erlernen von ruhigem, gelassenen Verhalten für deine Hunde nahezu unmöglich.

    Na ja, bei uns lief es eher umgekehrt. Erst Fernbeziehung, dann Zusammenzug. Am Anfang der Fernbeziehung wusch Mann sich nach Hundekontakt noch die Hände, wollte/konnte keine Hundehäufchen aufheben, gesaugt wurde oft und Haare wurden pingeligst von der Kleidung gezupft, oh, und was wurde immer dieser unerhörte Fellwechsel beklagt!

    Jetzt: wird aus Sentimentalität ein Foto gemacht, wenn Hund nachts nach ner Party so süss auf Herrchens zusammengeknüllten Jeans statt im Körbchen schläft, der Hund darf auf die Couch und dürfte auch ins Bett, wenn mir das nicht zu anstrengend wäre, Hundekotze wird heldenhaft und mit nur minimalem Würgereiz weggeputzt, statt Sagrotan tut's inzwischen Essig, die Kleiderbürste kommt nur noch auf Anzughosen zum Einsatz, und Mann hat zur Sicherheit immer ein Kottütchen einstecken.

    Bei ihm haben letztendlich Gewöhnung und Faulheit gesiegt. Aber bei euch klingt das schon so, als würd sich das nicht von heut auf morgen lösen können. Ich wünsch dir einen guten Umzug und viel Spass im neuen Haus :gut: