In Zürich ist es generell nicht so einfach, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Und das Vermieter-Argument, dass Hunde deswegen nicht (mehr) erlaubt seien, weil uneinsichtige Vormieter den Garten als Hundeklo missbraucht hätten, habe ich auch schon gehört.
Bei unserem jetzigen Vermieter hatten wir einfach Glück, dass es ihm egal war, solange der Hund nicht wiederholt Grund zur Beschwerde durch die Nachbarn liefert, artgerecht und sauber gehalten wird und nicht den ganzen Tag allein zu Hause sitzt (und dann bellt, jault etc.). Wir bekamen einen Vertrag, in dem dies detailliert festgehalten ist und in dem steht, dass man selbst im wiederholten Beschwerdefall noch 2 Monate Zeit hat, den Missstand zu beseitigen, bevor der Hund weg muss oder die Kündigung erfolgt. Finde ich durchaus fair.
Ich hab am Telefon auch gleich vom Hund erzählt (Totschlagargumente: klein, ganztägig betreut, haftpflichtversichert), aber ihn nicht zum Besichtigungstermin mitgenommen. Da bin ich, eher untypisch, erst mal allein und im schicken Büro-Outfit aufgekreuzt
Allerdings hab ich mit der Bewerbung noch einen netten Brief mit Bildchen vom Milo beim Leinentraining beigefügt, sowie mit Namen und Telefonnummer von Milos Hundesitterin und der Sekretärin von der Uni, wo ich arbeite (sie liebt Milo abgöttisch). Anscheinend hat die Hausverwaltung dort tatsächlich nachgefragt.
Klar mussten wir hier auch Abstriche machen (siehe der Ehestreit-thread). Perfekt ist anders
. Aber dafür haben wir ein ansonsten sehr angenehmes Dach überm Kopf.
Bei der Suche nach einem Nachmieter für meine alte 1-Zi.-Wohnung fragte auch eine Bewerberin, ob sie zur Besichtigung ihren Hund mitbringen könne. Ich hab ihr gleich erzählt, dass ich auch mit Hund wohne und leider viel zu enthusiastisch ja gesagt. Denn bei dem Termin musste ich dann entsetzt festzustellen, dass der Hund (ein Westi) total erkältet war und mir die ganze Bude vollgerotzt und -gehustet hat. Zum Glück war Milo bei meiner Freundin, und ich hab danach erst mal alles mit Essig und Sagrotan geputzt. Das Frechste war, dass die Frau (die übrigens sehr ungepflegt war und noch strenger roch als ihr kranker Hund) auch noch lang und breit lamentierte, wie krank der arme Fiffi sei, als ob sie dafür noch Mitleid heischen wollte. Sowas Rücksichtsloses! Hätte die ihren Westi nicht zu Hause oder kurz im Auto lassen können (sie hatte eins dabei), wenn sie doch wusste, dass in der Wohnung auch ein Hund lebt? Also nen guten Eindruck machte das nicht, und ich hab ihr für meinen Vermieter auch keine Empfehlung gegeben.
Was denken sich solche Leute?