Beiträge von milospeed

    Zitat

    Kann das nicht andauernde Schäden in Nase und Augen verursachen?
    Wenn nein, wäre das ja wirklich ein Notfallmittel, welches man immer gut dabeihaben kann.

    Hier tragen ja auch einige Pfefferspray mit sich. Die meisten Deos sind ziemlich idiotensicher (ich hab mir selber schon mal aus Versehen eins in die Augen gesprüht - ohne Folgen, ausser dass ich mir ziemlich blöd vorkam), da passiert so schnell nichts. Ausserdem, wenn ein Hund es wagt, sich in meinen zu verbeissen (der übrigens weder Pöbler noch Opfer ist), dann wär mir das egal, mit welchen Schäden der in Zukunft zu leben hat. Ich würd alles tun, um meinem Hund zu helfen.

    Bisher hatten wir zum Glück nie das "Vergnügen", nen (gestörten?) Beisser zu treffen und sind beide bei Hundebegegnungen immer sehr entspannt. Ich kann aber auch die HH verstehen, die sich nach einigen Beissereien nicht mehr so sicher und cool verhalten können.

    Heisst das dann, die Halter wussten nicht, welcher Hund das Kind gebissen hatte? :???:

    Irgendwie find ich es prinzipiell auch nicht rechtens, den anderen Hund mit einzuschläfern, obwohl der gar nichts getan hat (wovon ich jetzt mal naiverweise ausgehe, vielleicht waren ja auch beide vorher schon auffällig gewesen - man weiss es nicht). Dass die Familie des Kindes nach dem Schock keinen der Hunde mehr will, kann ich nachvollziehen - aber hätte man dann im besten Fall nicht den anderen Hund zur Vermittlung freigeben können?

    Aber eigentlich ist es müssig, darüber nachzudenken, denn die Hunde haben's hinter sich. Ich hoffe nur, dass das Kind keine allzu grossen Schäden davongetragen hat und freu mich, dass es überlebt hat.

    In Zürich ist es generell nicht so einfach, eine bezahlbare Wohnung zu finden. Und das Vermieter-Argument, dass Hunde deswegen nicht (mehr) erlaubt seien, weil uneinsichtige Vormieter den Garten als Hundeklo missbraucht hätten, habe ich auch schon gehört.

    Bei unserem jetzigen Vermieter hatten wir einfach Glück, dass es ihm egal war, solange der Hund nicht wiederholt Grund zur Beschwerde durch die Nachbarn liefert, artgerecht und sauber gehalten wird und nicht den ganzen Tag allein zu Hause sitzt (und dann bellt, jault etc.). Wir bekamen einen Vertrag, in dem dies detailliert festgehalten ist und in dem steht, dass man selbst im wiederholten Beschwerdefall noch 2 Monate Zeit hat, den Missstand zu beseitigen, bevor der Hund weg muss oder die Kündigung erfolgt. Finde ich durchaus fair.

    Ich hab am Telefon auch gleich vom Hund erzählt (Totschlagargumente: klein, ganztägig betreut, haftpflichtversichert), aber ihn nicht zum Besichtigungstermin mitgenommen. Da bin ich, eher untypisch, erst mal allein und im schicken Büro-Outfit aufgekreuzt :roll: Allerdings hab ich mit der Bewerbung noch einen netten Brief mit Bildchen vom Milo beim Leinentraining beigefügt, sowie mit Namen und Telefonnummer von Milos Hundesitterin und der Sekretärin von der Uni, wo ich arbeite (sie liebt Milo abgöttisch). Anscheinend hat die Hausverwaltung dort tatsächlich nachgefragt.

    Klar mussten wir hier auch Abstriche machen (siehe der Ehestreit-thread). Perfekt ist anders ;) . Aber dafür haben wir ein ansonsten sehr angenehmes Dach überm Kopf.

    Bei der Suche nach einem Nachmieter für meine alte 1-Zi.-Wohnung fragte auch eine Bewerberin, ob sie zur Besichtigung ihren Hund mitbringen könne. Ich hab ihr gleich erzählt, dass ich auch mit Hund wohne und leider viel zu enthusiastisch ja gesagt. Denn bei dem Termin musste ich dann entsetzt festzustellen, dass der Hund (ein Westi) total erkältet war und mir die ganze Bude vollgerotzt und -gehustet hat. Zum Glück war Milo bei meiner Freundin, und ich hab danach erst mal alles mit Essig und Sagrotan geputzt. Das Frechste war, dass die Frau (die übrigens sehr ungepflegt war und noch strenger roch als ihr kranker Hund) auch noch lang und breit lamentierte, wie krank der arme Fiffi sei, als ob sie dafür noch Mitleid heischen wollte. Sowas Rücksichtsloses! Hätte die ihren Westi nicht zu Hause oder kurz im Auto lassen können (sie hatte eins dabei), wenn sie doch wusste, dass in der Wohnung auch ein Hund lebt? Also nen guten Eindruck machte das nicht, und ich hab ihr für meinen Vermieter auch keine Empfehlung gegeben.

    Was denken sich solche Leute?

    Wir haben unsere erste Nacht gut rumgebracht. Der Herr M hat geschlafen wie ein Baby :D

    Es ist allerdings letzte Nacht auch nichts passiert, bis auf ein bisschen Gestampfe und Gepoltere (ich schaetze mal, als jemand spaet heimkam) war es ruhig. Einmal hat Milo kurz gewufft, aber als ich nachschauen ging (er schlief im Koerbchen im Wohnzimmer), hatte er den Kopf schon wieder unten und doeste weiter.

    Generell schlaegt er an, wenn ihm etwas nicht geheuer ist, aber er beruhigt sich auch schnell wieder, wenn es sich als harmlos herausstellt. Da er von der letzten Wohnung her die normalen Treppenhaus- und Partygeraeusche kennt, lassen die ihn kalt. Nach letzter Nacht denke ich mal, dass er beim naechsten Streit lediglich ein wenig wuffen wird, wenn ueberhaupt. Ich find's ja schon klasse, dass er sich ueber Nacht nicht im Eingangsbereich breit gemacht hat (dort hat das poehse Frauchen so viel sperriges Zeugs hingestellt und auch noch Wasser verspritzt, dass es dem Herrn wohl zu ungemuetlich war ;) ), sondern bereitwillig ins ruhigere Wohn/Arbeitszimmer eingezogen ist (so ein schoenes neues Luxus-Koerbchen mit dicker Kuscheldecke ist halt doch nicht zu verachten).

    Wenn's so bleibt, koennen die da oben von mir aus munter weiter keifen.

    Hae, was sag ich denn da?? Natuerlich sollen sie das nicht!!

    Und wenn du sie vorerst in fremden Haushalten erst mal an der Leine (kann ja auch ne lange sein) behaeltst, damit du sie besser unter Kontrolle hast? Will sie sich dann trotzdem hinsetzen, kannst du sie gleich raus fuehren.

    Momentan klingt es so, als wuerde sie regelmaessig Erfolg haben. Dann ist es vielleicht eher Gewohnheit als irgend etwas anderes. Meiner hat fuers grosse Geschaeft auch so seine Lieblingsplaetze (praktischerweise aber draussen, und genau neben dem Robidog-Eimer :D )

    Weiss sie denn ueberhaupt, dass sie dort nicht reinmachen darf, wenn ihr sie nur selten dabei erwischt?

    Hundetrainer ist sicher ne gute Idee, denn oft sind es vor allem die eigene Koerpersprache und das Timing, die das Verhalten des Hundes (meist negativ) beeinflussen. Ich kann da wirklich ein Lied von singen. Ich hab's sehr lange falsch gemacht und mich gewundert, wieso mein Hund gerade dann richtig Terz macht, wenn ich ihm doch eigentlich klarmachen will, dass er das nicht zu tun hat....

    Zur Ansprechbarkeit, wenn der Hund im "Rausch" ist: Nee, das wird erst mal nicht klappen. Du musst das "Ruhig-Werden" erst unter geringer Ablenkung/Erregung ueben (z.B. im Spiel, wenn sie freudig erregt ist, aber noch nicht ueberdreht), und erst, wenn das sicher funktioniert und sie es kapiert hat, allmaechlich in stressigeren Situationen. Das dauert ein Weilchen, aber wenn du dranbleibst, faellt es dem Hund immer leichter.

    Fuer die Stress-Situationen hat mir mein Trainer damals geraten, dass ich lieber den tobenden Hund kommentarlos wegfuehren soll, als auf ihn einzureden. Denn er kann einfach noch nicht leisten, was ich von ihm verlange. Und wenn ich gar nichts mache bzw neutral bleibe, mache ich das Verhalten des Hundes nicht schlimmer, sondern sogar eher besser, weil ich selber ruhiger bleibe und den Hund nicht noch zusaetzlich mit meinem Geschimpfe stresse. Fuer mich klang das damals logisch. Und es war tatsaechlich so, dass mein Hund mit der Zeit (d.h. je laenger ich mit ihm in "harmlosen" Situationen Alternativ-Verhalten geuebt habe), ganz von allein auch in Stress-Situationen immer ansprechbarer wurde. Inzwischen kann er, selbst wenn er schon auf 180 ist, so einfache Befehle wie Sitz und Platz zuverlaessig ausfuehren. Das ging frueher gar nicht :roll:

    Wie gesagt, es braucht Zeit und viel Training. Deshalb ist es sicher ne gute Idee, die Nachbarn einzuweihen, damit sie wissen, dass du mit deinem Hund uebst und sie das Gebelle nicht persoenlich nehmen sollen.

    Ich drueck die Daumen und bin gespannt, was der Hundetrainer sagt. Bitte berichte weiter :smile:

    Zitat

    Abessinierin hat Folgendes geschrieben:
    Allerdings, wie kannst Du mit Deinem Freund dabei schlafen?


    Vielleicht ist das auch laut !

    Also wirklich Leute, ich bin entsetzt :D

    Schlafen... wer will schon schlafen, wenn er dann da ist...

    Momentan wohnen nur Milo und ich in der Wohnung, mein Freund zügelt erst Ende Dezember nach.

    Ich glaube, ich werde es mit dem Zusammenrollen und Weiterschlafen probieren. Zur Not mit Ohropax. Meine Sorge war nur, dass wenn ich schallgedämmt vor mich hinschlummere, der Kleene sich die Seele aus dem Leib kläfft. Aber inzwischen ist er seit ein paar Stunden da und interessiert sich nicht gross dafür, wenn jemand lärmend durchs Treppenhaus stapft (wie gesagt, ist sehr hellhörig hier). Mit bisschen toitoitoi stört ihn das andere dann auch nicht.

    Wenn Herr Partner-von-Milospeed dann erst mal permanent hier wohnt, wird man weiter sehen (und zur Not zu zweit oben antanzen und Eheberater spielen). Vielleicht ist bis dahin auch nur noch einer da oben übrig :hust:

    Nee, ist auch nicht jede Nacht so. Nur jede zweite :roll: