Beiträge von milospeed

    Ich hab nen Spaniel(mix) mit mittellangem Fell und relativ wenig Unterwolle. Bis auf ca. vier Wochen im Jahr haart er wirklich kaum, mit ordentlich furmieren noch weniger (bin ich aber meist zu faul zu). Die Haare, die er verliert, bilden gut wegfegbare Fussel, die sich nicht in die Kleidung bohren. Und trotzdem finde ich ständig überall Hundehaare, meist diese ganz kleinen, feinen, und meistens auf irgendwas, das ich gerade essen wollte :roll: .

    Alternativ wäre vielleicht eine Rasse geeignet, die getrimmt wird und dadurch weniger Haare verliert. Aber Terrier wollt ihr nicht (auch keinen grösseren?), bleiben noch die Schnauzer (wieder kritisch, wegen Aggressionspotential), und einige Jagdhundrassen. Das sind aber oft Spezialisten, die auch nicht mal so nebenher mitlaufen.

    Hmm... ich denk mal weiter nach.

    Wenn's kein Lockiger sein darf, wuerde ich nen Nackthund empfehlen.

    Im Ernst, was macht ihr, wenn euer Groenendael genetisch, krankheits- oder stoffwechselbedingt mal etwas laenger haart als die paar Wochen im Jahr? Woher kommt ueberhaupt diese Empfindlichkeit den Haaren und dem Geruch gegenueber? Hunde haaren nunmal, die einen mehr, die anderen weniger, und so gut wie jeder, den ich kenne, stinkt ab und an mal. Je nach Wetter, Gesundheit, Umgang und Vorlieben fuer Stinkiges. Und selbst wenn der eigene Hund nicht riecht und haart, dann tun es andere Hunde, mit denen euer Hund Kontakt hat. Waere das so schlimm fuer euch? :???:

    Wenn Ihr einfach nur sehr auf Hygiene achtet, aber euch vorstellen koennt, da mit der Zeit toleranter zu werden, dann wuerd ich auch nen langhaarigen Hund mit relativ wenig Unterwolle empfehlen (oder doch mal bei den Lockigen schauen, denn ausser Pudel gibt es ja noch andere: Lagotto, Perro di Agua etc.). Aber wenn Euch Haare und Geruch wirklich, wirklich stoeren und das der wichtigste Punkt auf eurer Wunschliste ist, wuerd ich mir das mit dem Hund nochmal ueberlegen. Ernsthaft.

    Hm, mir ist es eigentlich egal, ob die Hunde der TS zu dick sind oder nicht. Muss sie selber wissen. Auf dem Video sah ich jetzt auch nichts, was mich spontan aufschreien liesse. Da sehe ich so viele dicke Kinder auf der Strasse, die mir mehr leid tun. Aber das nur am Rande.

    Ich glaube jedoch auch nicht, dass ein Hund unter schmerzhaftem Hunger leidet, wenn er gesund, normalgewichtig und es gewohnt ist, dass es eben ab und zu mal gar nichts gibt. Oft ist es doch auch nur Gewohnheit und Langeweile, wenn Hundi dasteht und bettelt. Auch ein gesunder, normal ernaehrter Mensch leidet nicht, wenn er regelmaessig fastet, oder mal zu beschaeftigt ist, um ans Essen zu denken, und dann mal ne Mahlzeit auslaesst.

    Mein Hund steht nicht unbedingt sooo auf Trockenfutter. Frisst er seine ganze Portion, hatte er schon richtig Hunger gehabt. Meistens bleibt aber was im Napf, und er ist satt. Was ihn aber nicht davon abhaelt, nach ner Stunde beim Ueben wieder nach Leckerli zu gieren wie der Teufel nach der armen Seele. Oder mich zu nerven, weil er meint, es waer jetzt Zeit fuer nen Kauknochen (den gibt's ab und zu Abends noch, damit er zur Ruhe kommt, nicht, weil er sonst nicht satt wuerde). Der Herr M mag ja verwoehnt sein, und ziemlich schleckig. Aber er leidet weder Hunger, noch tut er mir leid, wenn er bettelt (eher im Gegenteil :motz: ). Ich glaube, da muss man als HH einfach etwas haerter werden. Genauso wie ich hoffentlich hart bliebe bei einem Kind, das weint und quengelt, weil es nach dem Essen keine ganze Tafel Schoki mehr bekommt.

    Ich hab auch schon gehoert, mein Hund sei doch etwas duenn... von einer befreundeten HH, deren Huendin ich etwas speckig finde. Da lass ich mich dann gar nicht auf ne Diskussion ein. Ihre Huendin ist nicht uebermaessig fett, und meiner nicht uebermaessig duenn. Und da weder das eine noch das andere tierschutzrelevant ist, sag ich nur jaja und halt mich ansonsten zurueck auch wenn die Suesse, wenn's meine waer, um einiges duenner waere.

    Meine Mutter erzaehlte mal ne Geschichte, die ganz gut zum Thema Vorurteile passt.

    Meine Ma (ca. 1,50m gross) war mal ganz frueh morgens auf einen Termin bestellt und kannte sich in der Gegend nicht aus. Es war gegen 7:00 morgens, kaum ein Mensch auf der Strasse, sie war spaet dran und fand die Adresse nicht... leichte Panik kam auf. Diese verschaerfte sich, als zwei "Glatzen" (entschuldigt den Ausdruck, soll nicht abwertend gemeint sein, aber die Herren hatten halt sehr kurze Haare und trugen Springerstiefel) mit drei Sokas an der Leine des Wegs kamen und sie ansprachen.

    "Morgen, suchen Sie was?"
    "Aeh, ja, die XX-Strasse Soundso."
    "Ach, das ist gleich um die Ecke, wir bringen Sie schnell hin."

    Und so wurde meine Ma von zwei gefaehrlich aussehenden Kerlen mit ihren gefaehrlich aussehenden Hunden sicher und wohlbehalten zu ihrem Termin geleitet. Und sie erzaehlt die Story immer wieder gerne, besonders, weil sie das Hunde-Trio so nett fand, das so friedlich und eintraechtig neben den zwei Kleiderschraenken hergetippelt sei :D

    In Deutschland hab ich es nie so mitgekriegt (vermutlich, da ich die meiste Zeit dort keinen Hund hatte), aber seit ich in der Schweiz wohne, wurde ich des oefteren schon Zeuge einer generellen, diffusen Angst vor Hunden, die im Soka-Hass (geschuert durch einige Unfaelle mit Sokas bzw grossen, massigen Hunden) lediglich ihre Spitze findet.

    Schlucken musste ich neulich z.B. in der Diskussion, wie man Hund und Kind unter einen Hut bekommt (es ging konkret um einen Kollegen, dessen Kaninchenteckel und zweijaehriger Sohn bis jetzt in trauter Harmonie zusammenleben, und wo bald noch ein Schwesterchen dazukommt). Da kamen von den Nicht-HHs solche gruseligen, halbwissenschaftlichen Erguesse, dass z.B. Hunde fuer Kinder um die 3 besonders gefaehrlich seinen, weil sie bei denen am ehesten in die Halsschlagader beissen wuerden. Und dass jeder Hund ja total unberechenbar sei und jederzeit aus heiterem Himmel zubeissen koenne, sei ja ohnehin klar. Und dass man sich daher keinen Hund halten koenne, wenn Kleinkinder im Haus sind. Da wurde es mir als Halterin einer kinderlieben und -kompatiblen Fusshupe fast schon zu bunt - wie muss es da erst den Haltern von vertraeglichen Sokas gehen... Meinen tiefsten Respekt an alle, die bei solchen Spruechen sachlich bleiben und der Diskussion damit die Schaerfe nehmen.

    Ich hatte als Kind uebrigens auch ein angstvolles Erlebnis mit nem Soka. Wurde naemlich damals, in den fruehen 90ern, von einem Polizei-Staff (der mit Herrchen privat unterwegs war) fast begraben und zu Tode geknutscht. Seither hab ich schon Respekt vor der Kraft und Intensitaet dieser Hunde, obwohl ich ja weiss, dass der Hund damals ueber alle Massen kinderlieb war :ops:

    Der Dingo ist so ein verwilderter Haushund. Sicher wolfähnlich, aber dennoch kein Wolf.

    Aber wo der Dingo lebt, und auch in Portugal, ist es wärmer als in unseren Breiten. Hätte man hier im tiefsten Winter ein Rudel x-beliebige Strassenhunde losgelassen, wäre die effektive Populationsgrösse für das Experiment nach dem ersten Winter wohl nicht allzu gross gewesen... aber das ist ja auch nur Spekulation :hust:

    Ich wär mal gespannt, diese Studie zu lesen, wenn es sie denn gibt. Kann ich vielleicht auch noch was lernen.

    Ich find das Schreiben gut, und drücke fest die Daumen, dass sie darauf eingehen :gut:

    Wenn die Dame kooperationsbereit ist, aber noch Zweifel hat, könntest du ihr ja anbieten, ihr für den Hund, den ihr euch aussuchen werdet, einen Allergietest zu bezahlen. Ist vielleicht etwas weit hergeholt, aber wenn's helfen würde? Vor allem hättet Ihr dann schwarz auf weiss, dass euer Hund medizinisch kompatibel mit der Frau ist. Wär natürlich blöd, wenn der Test positiv ausfallen würde, aber er wäre schon im Vorfeld machbar, wenn ihr euch z.B. einen Züchter ausgesucht habt. Man könnte ja die Haare der Hundemama bzw der ganz kleinen Welpen schon mal an der Frau zu testen, bevor ihr euch konkret in einen der Kleinen verliebt habt.

    Allerdings kann es auch sein, dass die Allergie der Frau nur vorgeschoben ist und sie ganz andere Gründe für ihre Ablehnung hat... ich hoffe es nicht, für euch.

    Viel Glück, dass es trotzdem klappt!