Hmm, das wuerde mich ja auch interessieren, inwiefern dieses "Diskutieren" und Knurren/Aggressivwerden typisch fuer Cocker ist. Ich kenne ein paar wenige reinrassige Cocker, die ich als froehliche, umgaengliche Hunde einstufen wuerde. Allerdings hat die eine Huendin bei ihrem ersten Besitzer wohl mal geschnappt, was die zweite Besitzerin aber auf die schlechte Haltung dort zurueck gefuehrt hat.
Mein Mix hat auch viel Spaniel drin, und mittlerweile vermuten wir auch eher den Cocker als Zutat anstatt des Cavalier. Der Herr M (mittlerweile 2jaehrig) hatte als Jungspund eine Phase, in der er sehr viel murrte, massregelte und auch mal versuchte, gegen Menschen zu schnappen. Zur selben Zeit war er sexuell sehr aktiv und ein ziemlicher Macho... Wir haben dem mit Erziehung entgegen gewirkt, aber so richtig "gegessen" war das Thema erst, als er seinen Suprelorin-Chip bekam (er ist Kryptorchid, und es bot sich eine Kastra aus medizinischen Gruenden an, aber da wollten wir erst mal die Auswirkungen testen - die waren, muss selbst ich als Kastra-Kritikerin zugeben, bisher neutral bis positiv - nur dass das Fell ziemlich fusselig wurde
).
Inzwischen ist er aelter, wir haben viel mit ihm trainiert, sind selber souveraener geworden, und eigentlich ist nun alles easy peasy mit ihm. Allerdings ist er nach wie vor eher der Typ Hund, der in einer Stress-Situation (wenn z.B. keine Anleitung zu Alternativ-Verhalten erfolgt) diskutieren bzw nach vorn gehen wuerde. Auch wenn es seither nicht mehr vorkam, hat er meiner Meinung nach immer noch die Tendenz... ist schwer zu erklaeren. Ich meine, er ist viel entspannter, aber seine "Grundeinstellung" ist noch dieselbe und so gaaar nicht wie unsere alte (Schaefi-Mix)Huendin, die einfach eine liebe, duldsame Maus war. Es ist, als lauere hinter den treuherzigen braunen Augen irgendwo noch der kleine tasmanische Teufel von damals (der sich aber lieber huetet, nochmal zum Vorschein zu kommen).
Ist sowas evtl. auch typisch Cocker, oder ist das einfach nur der individuelle Charakter des Herrn M?