Ich danke euch für die lieben Grüße.
Da mich hier viele User nicht verstehen, warum ich Fussel nicht unter Medikamente stelle möchte ich versuchen es mal zu erklären.
Wie ich / wir wissen gibt es sehr unterschiedliche Epilepsieformen und ich führe ein Tagebuch über seine Anfälle: Wann, wie , wo, wie lange und eventueller Auslöser.
Bei Fussel ist zwar die Krampfbereitschaft eindeutig vorhanden, doch haben sie eindeutige, erkennbare Auslöser.
Seine Anfälle sind für meine Neurologin, in der bis jetzt bestehenden Anzahl, nur grenzwertig
und noch nicht behandelbar. Oft werden die Medikamente wahllos bei alle Formen angewendet, somit zwar die Symptomatik behandelt aber nicht die Ursache behoben.
Deswegen ist es oftmals falsch und die HH achten oder bemerken manche Auslöser gar nicht.
Mir ist klar das es Formen gibt die eine sofortige Medikamentengabe erfordern und auch zwingend notwendig sind, ohne die der Hund wahrscheinlich in Serien- oder Grand Mal Anfällen versterben würde oder sie auch trotz der Medikamente versterben. Nur bei einem Drittel der Hunde wirkt das / die Medikamente zuverlässig, bei einem weiteren Drittel können die Anfälle reduziert werden und beim letzten Drittel helfen sie nicht. Oft müssen noch Zweit- und Drittmedikamente verabreicht werden, doch auch das ist nicht immer zuverlässig oder trotzdem aussichtslos.
Ich versuche bei Fussel das Pferd von vorne aufzuzäumen, sprich an der Ursache / Auslöser zu arbeiten. Er hat einen hohen Erregungslevel, also von 0 auf 100 in Sekunden – immer der Erste – immer der Schnellste und seine Frusttoleranz lässt häufig noch zu wünschen übrig.
Seine Anfälle resultierten immer aus Stress- Angstsituationen heraus, entweder sofort nach Auseinandersetzungen mit unserem Zweitrüden oder eben wie der Letzte, versetzt einen Tag später nach einem Gewitter. Stress kann noch Tage später einen Anfall auslösen.
Bei Fussel erkenne ich jetzt schon Tage vorher wann ein Anfall droht. Er wird extrem unsicher, ängstlich und versteckt sich viel. Da wir jetzt fast 14 Tage wechselndes Wetter mit viel Gewitter hatten, könnte ich die Veränderung gut erkennen. Seid dem Anfall ist er wieder ruhig und ausgeglichen.
Nun müssen wir diesen Kreislauf unterbrechen und versuchen sein Nervenkostüm zu stabilisieren, den Stresslevel zu reduzieren und an seiner Frusttoleranz zu arbeiten.
Ich werde jetzt unterstützend Zylkene 75mg einsetzen und einen Verhaltenstherapeuten kontaktieren (eventuelle hat hier jemand einen Tipp oder eine Empfehlung), der uns unterstützend in der Stress / Angstproblematik zur Seite steht.
So macht der Eingangstitel: „Fussels Kampf gegen die Epilepsie“ Sinn. :ja:
Bei Rowdy haben wir herausgefunden, das seine Anfälle durch eine Unterzuckerung verursacht worden sind, doch das weiß ich erst jetzt und die Blutwerte vor seiner Zahnsanierung haben es wieder bestätigt und auch die Symptomatik stimmten mit seinen Anfällen überein. Da können wir mit morgendlichen Futtergaben und Jubin Zuckerlösung in der Tasche vorsorgen. Bei ihm wäre wohl eine Gabe von Antiepileptiker fatal gewesen. 
Ich denke wir und unsere Neurologin gehen an die Anfallsproblematiken sehr gewissenhaft und nicht unüberlegt heran.
LG Sabine