Beiträge von Terrorfussel

    Zitat

    Ach, Sabine, mach Dich nicht verrückt.

    Sooo fürchterlich kann ja Discounterfutter nicht sein, denn wenn die Hunde alle krank würden oder mit 8 wegen Mangelerscheinungen tot umfallen würden, würde es ja kein Mensch mehr kaufen.

    Füttere das, was deine Hunde am besten vertragen, dann geht es den Hunden, deinem Mann und Dir auch gut.


    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

    Ja, Gaby so denke ich jetzt auch! ;)
    Sie sehen ja gut aus, sind schlank, fitt, das Fell glänzt, keine Allergien oder Hautprobleme und organisch ist alles O.K.
    Sie bekommen somit wieder verschiede Öle im Wechsel, Quark - Honig - Ei etc und die beiden Futterzusätze für die Gelenke und Knochen.
    Werde nun mein schlechtes Gewissen ablegen und mich wieder über kleine, feste Würstchen freuen und die Felle über einen gesunden Magen / Darm. ;)

    LG Sabine

    Hi,

    nach der Xten Futterumstellungsversuch gebe ich auf und es gibt nur noch Discounterfutter. :fear:

    Seid ich hier im Forum bin habe ich mir viel Gedanken um ein richtiges und gutes Futter gemacht. Also startete ich voller Elan mit Barf. Erst mit Rinderhack und langsam aufbauend, doch unsere Hunde quittierten es mit ständigem Durchfall. Wir waren am Tage und Nachts unterwegs. Es kamen nur noch stinkende, quaddlige Massen heraus. Wir waren bald nur noch hoffnungslos übermüdet.
    Nach 4 Monaten gab ich entnervt auf. Es gab ein paar Tage Schonkost
    und dann wieder Discounterfutter und alles war schick, mit wenig und festem Kot.

    Dann nagte wieder mein schlechtes Gewissen und obwohl ich das Billigfutter mit allerhand gesunden Dingen aufpeppte. So entschied ich eine Umstellung auf hochwertiges Futter und wir probierten Real Nature ( Nass- und Trockenfutter). Die Zutaten sagten mir sehr zu, es roch gut und unsere Hunde verschlangen es, nach langsamer Umstellung, wie die Irren......doch setzten sie anfänglich riesige Berge an Kot ab und dann ging es wieder in Durchfall über (bei allen Dreien). 6 Wochen versuchte ich durchzuhalten, doch trotz Schonfutter zwischendurch und langsames Zufüttern, setzte wieder Durchfall ein.
    Männe war nun schon genervt und ich gab wieder das gewohnte Discounterfutter. Alles war wieder normal...bis sich wieder mein schlechtes Gewissen meldete. :roll:

    Buffy und Rowdy werden bald 10 Jahre und Fussel mit seiner HD, da muss doch gutes Futter was bewirken, damit sie bestens versorgt sind. Männe rollte schon die Augen, als ich mit 20 Büchsen Select Gold Sensitiv, die Wohnung betrat. Nun hatte ich auch noch Grünlippmuschelpulver und Bio Spirulina von Lunderland bestellt. Nun begann wieder die langsame Umstellung und es sah anfänglich auch gut aus....doch nach drei - vier Tagen...platsch, blubber, knall, platsch...Tag & Nacht.

    Nun bekommen sie seit drei Tagen Schonkost....und nein, ich werde keine Experimente mehr machen. Hier stehen nun 8 Büchsen Select Gold herum und die kommen nicht mehr in die Hunde. Sie werden wieder ihr jahrelang gewohntes und aufgepepptes Billigfutter, mit den neuen Zusätzen, bekommen. Ich habe es versucht doch es hat einfach nicht geklappt und ich glaube wenn ich noch mal mit anderem Futter ankomme.......killt mich Männe. Er hat alles tapfer mitgemacht, ist auch bei den nächtlichen Durchfällen tapfer mit den Hunden um den Block geschlichen und ich kann ihn auch ein wenig verstehen.

    Mein Wille war stark aber es sollte nicht sein, leider. :sad2:

    LG Sabine

    Ich danke euch für die lieben Grüße.

    Da mich hier viele User nicht verstehen, warum ich Fussel nicht unter Medikamente stelle möchte ich versuchen es mal zu erklären.
    Wie ich / wir wissen gibt es sehr unterschiedliche Epilepsieformen und ich führe ein Tagebuch über seine Anfälle: Wann, wie , wo, wie lange und eventueller Auslöser.
    Bei Fussel ist zwar die Krampfbereitschaft eindeutig vorhanden, doch haben sie eindeutige, erkennbare Auslöser.

    Seine Anfälle sind für meine Neurologin, in der bis jetzt bestehenden Anzahl, nur grenzwertig
    und noch nicht behandelbar. Oft werden die Medikamente wahllos bei alle Formen angewendet, somit zwar die Symptomatik behandelt aber nicht die Ursache behoben.
    Deswegen ist es oftmals falsch und die HH achten oder bemerken manche Auslöser gar nicht.

    Mir ist klar das es Formen gibt die eine sofortige Medikamentengabe erfordern und auch zwingend notwendig sind, ohne die der Hund wahrscheinlich in Serien- oder Grand Mal Anfällen versterben würde oder sie auch trotz der Medikamente versterben. Nur bei einem Drittel der Hunde wirkt das / die Medikamente zuverlässig, bei einem weiteren Drittel können die Anfälle reduziert werden und beim letzten Drittel helfen sie nicht. Oft müssen noch Zweit- und Drittmedikamente verabreicht werden, doch auch das ist nicht immer zuverlässig oder trotzdem aussichtslos.

    Ich versuche bei Fussel das Pferd von vorne aufzuzäumen, sprich an der Ursache / Auslöser zu arbeiten. Er hat einen hohen Erregungslevel, also von 0 auf 100 in Sekunden – immer der Erste – immer der Schnellste und seine Frusttoleranz lässt häufig noch zu wünschen übrig.
    Seine Anfälle resultierten immer aus Stress- Angstsituationen heraus, entweder sofort nach Auseinandersetzungen mit unserem Zweitrüden oder eben wie der Letzte, versetzt einen Tag später nach einem Gewitter. Stress kann noch Tage später einen Anfall auslösen.

    Bei Fussel erkenne ich jetzt schon Tage vorher wann ein Anfall droht. Er wird extrem unsicher, ängstlich und versteckt sich viel. Da wir jetzt fast 14 Tage wechselndes Wetter mit viel Gewitter hatten, könnte ich die Veränderung gut erkennen. Seid dem Anfall ist er wieder ruhig und ausgeglichen.
    Nun müssen wir diesen Kreislauf unterbrechen und versuchen sein Nervenkostüm zu stabilisieren, den Stresslevel zu reduzieren und an seiner Frusttoleranz zu arbeiten.
    Ich werde jetzt unterstützend Zylkene 75mg einsetzen und einen Verhaltenstherapeuten kontaktieren (eventuelle hat hier jemand einen Tipp oder eine Empfehlung), der uns unterstützend in der Stress / Angstproblematik zur Seite steht.

    So macht der Eingangstitel: „Fussels Kampf gegen die Epilepsie“ Sinn. :ja:

    Bei Rowdy haben wir herausgefunden, das seine Anfälle durch eine Unterzuckerung verursacht worden sind, doch das weiß ich erst jetzt und die Blutwerte vor seiner Zahnsanierung haben es wieder bestätigt und auch die Symptomatik stimmten mit seinen Anfällen überein. Da können wir mit morgendlichen Futtergaben und Jubin Zuckerlösung in der Tasche vorsorgen. Bei ihm wäre wohl eine Gabe von Antiepileptiker fatal gewesen. :hust:

    Ich denke wir und unsere Neurologin gehen an die Anfallsproblematiken sehr gewissenhaft und nicht unüberlegt heran.

    LG Sabine

    Für mich gibt es zwei Erklärungen warum unsere Hunde Gras fressen.

    Erstens weil es ihnen schmeckt und es für sie bekömmlich ist und zweitens aus instinktiver Selbstbehandlung, dann wenn Magenprobleme auftauchen. Dann wird die ganze Rasenfläche abgeschnuppert und nur ganz spezielle, einzelne Grashalme genommen und die bleiben dann im Magen oder wahllos gefressende Büschel, die dann wieder erbrochen werden. ;)

    LG Sabine

    Zitat

    Mit Wurst klappts noch viel besser aber glaub ohne leine nicht =(

    Habe Geduld, ohne Leine ist es noch zu früh! ;)
    Sie ist ja immerhin 11 Jahre alt und es hat sich ja schon manifestiert, so brauchst es schon eine ganze Zeit (Wochen, teils Monate) um sie umzukonditionieren.
    Übe auch zu Hause verstärt das Neintraining mit Dummy und Stein, so das sie hochsensibel für ein "Nein" wird und es zuverlässig sitzt.
    Bleibe hart und du wirst sehen das das Training, auch wenn es länger dauert, Früchte tragen wird.

    Ich rede das nicht nur so dahin, ich habe es auch austrainiert. ;)

    Toi, toi!
    Lg Sabine

    Zitat

    Schade Sabine, dass du wieder von einem Anfall berichten mußt....! Gut, dass du bei deinem Fussel warst....! Merktst du eigentlich, wenn Fussel in deiner Abwesenheit einen Anfall hatte?!? Alles Gute!

    Wir müssen ja nicht mehr arbeiten und unser Leben dreht sich mit und um die Hunde. Wir haben einen festen Zeitplan mit Frühstück, Wald- /Feldspaziergang, Nachmittags mache ich die Wohnung oder bin in Foren und Männe ist begeisteter Modellbauer und arbeitet derweil im Hobbykeller . Abends sind wir immer zu Hause. Einkäufe erledigen wir nach dem Auslauf, Besuche sind überwiegend bei uns oder wir nehmen Fussel dann mit. Urlaub gibt es sowieso nur mit den Hunden. Wir gehen nicht essen, nicht ins Kino etc....wir brauchen das auch nicht.
    Trotzdem war es uns wichtig, das jeder Hund für sich alleine bleiben "kann", was auch nie ein Problem war.

    Seid sich die Anfälle gemehrt haben, steht Fussel natürlich noch mehr im Fokus, doch kann ich naturlich auch zum Müll, zum Kaufmann an die Ecke. Seine Anfälle haben ein bestimmtes Zeitfenster zwischen 13 und 17 Uhr, außer einmal um Mitternacht als er zuvor die heftigen Nießanfälle hatte. Andere Besorgungen macht Männe oder ich im Wechsel.
    Ich ahne jetzt schon 1-2 Tage vorher wenn ein Anfall naht. Er ist dann schreckhafter, unsicherer und ängstlicher.
    Bei dem Gewitter im Wald habe ich sofort geahnt das er spätestens nächten Tag einen Anfall haben wird, hoffte natürlich das es nicht so ist, doch mein Gefühl hat sich nicht getäuscht.
    Auf jeden Fall haben seine Anfälle etwas mit Stress zu tun, da bin ich mir jetzt ganz sicher. Doch bei einem Gewitter haben wir nur soweit Einfluss, nicht raus zu fahren wenn es vorher bekannt war und die Fenster zu schließen.

    Wir haben für unsere Hunde viel geändert und wir machen es gerne, denn wir sind uns der Verantwortung für unsere Hunde sehr bewusst. Wir könnten nie einen Hund mit Epilepsie über Stunden alleine lassen, ist nur meine Meinung.

    LG Sabine