Beiträge von Terrorfussel

    Es geht nun endlich los...ich freue mich so sehr! :smile:

    Die Therapeutin hat mich vorhin angerufen und wir haben fast eine Stunde lang telefoniert.
    Sie hat im Laufe des Gespräches gemerkt, das uns sehr viel an Fussel und die Ursachenforschung liegt und war auch erstaunt, wie gut ich ihn beobachte und Zusammenhänge erfassen kann.

    Ich werde jetzt vorab einen Fragebogen ausfüllen und am Samstag um 15,30 beginnen die ersten 3 Anamesestunden. Sie hat schon vorab gesagt, das man an einer Gewitter- und Knallangst nur bedingt arbeiten kann, doch sie will sehen ob Fussel eine Reizleistungsstörung hat und wir seinen Erregungslevel reduzieren können. Sie ist schon sehr gespannt auf unser Rudel. :smile:

    Puh, ich bin schon ganz aufgeregt und könnte heulen vor Freude. XD
    Die Kosten werden nicht unerheblich sein, doch ich würde auch mein letztes Hemd geben, wenn Fussel / uns geholfen werden kann!

    Ich grüße euch ganz lieb, die mit uns fiebern und berichte dann von der ersten Begegnung! ;)

    LG Sabine

    Hi,

    ich habe nie bei Spaziergängen Tauschgeschäfte veranstaltet, da war Schnelligkeit gefragt alles aus der Schnute zu pulen, ehe es im Rachen verschwunden war und das ging bei meinen Hunden blitzschnell! :roll:

    Innerhalb der Wohnung wurde ein vernünftiges aufgebautes "Nein" beigebracht, was später auch auf der Straße funktionierte. Bei Kauknochen, abgefallene Pflanzenblätter etc. wurde ein "Zeig", konditoniert, also abgeben daran riechen / schauen und wiedergeben.

    Tauschgeschäfte macht Sinn bei, ich sage mal, knurrige Welpen / Junghunde die z.B. Kauknochen verteidigen. ;)

    Sonst ist Geduld und schnelles Eingreifen gefragt bis es klappt und das kann je nach Hund auch mal läääänger dauern!

    LG Sabine

    Zitat

    sind 2 Senioren dabei...also keine Sportskanonen wie deine Hunde :smile:

    =) =) Pah, sie sind zwar fast 10 aber topfit und rennen 1,5 - 2 Stunden im Wald rum und in Dänemark sind sie kaum noch zu halten, wie man auf unseren Videos sehen kann! :D

    OK ich werde es beobachten und eventuell etwas draufpacken. ;)

    Wo bekommst du die Gemüse / Kartoffelflocken her?

    LG Sabine

    Heute ist der 3 Kochtag und ich habe das Gefühl meine Hunde untersuchen mit bohrenden Blick, ob "ich" essbar bin. :lol:

    Die Näpfe sind in 5-10 SEKUNDEN leer und Jeder schaut, ob der Andere noch was im Napf hat. Danach stehen sie noch in der Küche nach dem Motto: War ja lecker die Vorspeise und wat gibbet nun? :roll:

    Irgendwie ist die Menge zu wenig und Fussel versucht wieder jeden Mist von der Straße zu fressen. :???: :hilfe:

    LG Sabine

    Zitat

    Aber sag mal, ich muss jetzt mal ne ganz blöde Frage stellen. Wenn das Medikament Zylkene dem Fussel so gut geholfen hat die Anfälle zu mindern, warum gibst Du es ihm nicht einfach weiter? Hat das so gravierende Nebenwirkungen?

    Ute, es gibt keine blöden Fragen und ich beantworte sie dir gerne. :D

    Zylkene ist kein Medikament, sondern ein Futterzusatzmittel. Schau mal in diesen Link, da wird es gut beschrieben:

    http://www.frauhund.de/hund/verhalten/291-zylkene-infos

    Es kann die Symptome ein wenig abmildern, doch die Ursache nicht beseitigen. So bleiben seine Angst vor Gewitter, Knallgeräuschen, doch hilft es bei seinem Hochpuschen ganz gut.
    Sinn bei der Therapie wäre dieses oder ein ähnliches Mittel in der Anfangsphase zu verabreichen, damit eine Abmilderung erziehlt wird und man dann an der richtigen, auslösenden Problematik arbeiten kann.

    Doch das muss mit der Therapeutin besprochen werden und wenn ja, was sie dann gegenfalls einsetzt.
    Sie hat sich leider noch nicht gemeldet und so werde ich sie noch mal kontaktieren.

    Bianca, auch dir herzlichen Dank und ja, unsere Fusselbirnen sind schon was besonderes! ;)

    Ich werde natürlich weiterberichten und ich danke jedem gedrückten Daumen, das Fussel durch die Therapie eventuell ein leichters Leben bevorsteht. :smile:

    LG Sabine

    Zitat

    Liebe Sabine, habe gerade deinen Beitrag gelesen. Da du so schön flüssig schreibst und Fussel auch immer bei mir im Kopf ist....! Vielleicht auch deshalb, weil du mich zum "Kokosieren" gebracht hast! Also, ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass die neue Therapie euch hilft....! Ich denke an euch!

    Danke Leni, es ist gut zu wissen das so manche Gedanken bei uns sind und uns auf den wohl längeren und auch bestimmt nicht einfachen Weg begleiten! ;)

    Ja, das Kokosöl / Flocken hat wirklich Wunde bewirkt und wir bleiben überzeugt dabei. :D

    LG Sabine

    Hallo,

    ich möchte berichten wie es Fussel, in der Zwischenzeit, so ergangen ist.

    Wir hatten uns das Futterzusatzmittel Zylkene bestellt und täglich verabreicht.
    Nach einer Woche merkte man schon einen Unterschied und er wurde langsam gelassener, ruhiger und nicht mehr so nervös.
    So starteten wir in unseren Dänemarkurlaub und genossen die Natur und die Ruhe.
    Leider war das Wetter sehr instabil und es gab innerhalb einer Woche zwei sehr heftige Stürme mit Gewitter. Zu diesem Zeitpunkt verabreichten wir Zylkene seit drei Wochen.

    Beim ersten Sturm verkroch sich Fussel in der Dusche des Badezimmers und in der stürmischen Nacht zitternd unter unserem Bett. So war es nur eine Frage der Zeit wann ein Epianfall kommen würde und er kam am Morgen um 6 Uhr rum. Er hatte sich Nachts zu uns ins Bett gelegt und ich merkte dann gegen Morgen, das er anfing zu lecken und schmatzen.
    Ich hielt ihn sanft fest und schon begann der Anfall. Wir waren sehr ruhig und gefasst und nach 5 Minuten war der Anfall vorbei. Fussel lief noch unruhig und hechelnd umher und ich ging erst mal rauß, damit er sich lösen konnte.

    Fünf Tage und beim nächsten Sturm, lag er auf der Couch, sprang herunter und legte sich neben mich am Esstisch. Als er anfing den Boden abzulecken, wusste ich das wieder ein Anfall nahte. Ich setzte mich zu ihm und nahm ihn in meinen Schoß, als der Anfall einsetzte.

    Beide Anfälle waren nicht mehr so heftig und lange, wie vor der Zylkenegabe. Den Rest des Urlaubes konnten wir unbeschwert und anfallsfrei genießen.

    Wieder Zuhause und insgesamt 6 Wochen Zylkenegabe, setzte ich es ab da die Kapseln aufgebraucht waren. Ich kontaktierte meine Neurologin, da die SD Werte noch ausstanden und wegen der Anfälle. Die SD Werte waren in Ordnung und wenn Zylkene, die Anfälle abmildert, den Hund allgemein ausgeglichener macht, könnte das ein Weg sein.

    Schon zwei Wochen nach Absetzung war Fussel der Alte, zeitweise nervös, unsicher und schneller auf 180.

    Meine Gedanken kreisten darum, das ich Fussel nicht ewig dieses Zusatzmittel geben konnte / wollte, sondern eben an sein Verhalten / Nervenkostüm gearbeitet werden muss.

    Ausschlaggebend war dann nun der letzte Anfall am letzten Sonntag.
    Er hatte sich Tags davor wieder heftig aufgepuscht, als er Buffy hinterher düste und sie lange verbellte. Leider waren sie zu weit weg, um das zu unterbinden. Als er zu uns kam, setzte er sich spontan hin und legte sich dann noch ab, was natürlich sehr untypisch für ihn war. Ich dachte, das er seine Hüfte überanstrengt hatte und trug ihn ein kleines Stück. Danach war alles wieder O.K. Im Nachhinein aber ein deutlicher Vorbote.

    Der Anfall begann gegen 14 Uhr. Er hatte geschlafen, als Männe mit Tanne im Arm die Tür aufschloss und Fussel aus dem Schlaf gerissen wurde. Er freute sich und tapperte noch über die Tanne, die Männe auf den Balkon ablegte. Ich gab den Hunden in der Küche ein Leckerchen und hatte Fussel da mit den Kopf gewackelt, ich war mir nicht sicher.

    Fussel lief ins Badezimmer wo Männe sich die Hände wusch. Ich schaute nach ihm, als mir Fussel schon entgegenkam, sich hinsetzte und der Anfall begann.

    Nein, so kann und soll es nicht weitergehen!
    Wir schauten und recherchierten im Internet, befragten gut bekannte Ausführdienste und haben jetzt eine Verhaltenstherapeutin ausgesucht und ich denke, bei ihr sind wir richtig.
    http://www.tierverhaltenspraxis-berlin.de/

    Ich habe sie kontaktiert und um einen Rückruf gebeten.
    Fussels Kampf geht weiter und ich weiß, das er am Verhalten therapiert werden muss und wenn wir es schaffen, das er nicht mehr so irre schnell hochfährt, anderseits die extreme Angst vor Gewitter und Knallgeräusche lernt zu verarbeiten, sehe ich eine gute Chance für ihn, das die Anfälle sich verringern oder gar gänzlich ausbleiben. Ob ein Zusatzmittel gegeben werden sollte in Form von Zylkene, Bachblüten etc. überlasse ich der Fachfrau.

    Wir haben somit zwei Fachleute an unserer Seite und wir werden zusammen alles tun um Fussel zu helfen! Wir wählen keinen leichten Weg und ich weiß das noch viel Arbeit vor uns liegt, doch sagt mir mein Bauchgefühl das es der richtige Weg ist, den hier auch nicht jeder verstehen muss.


    LG Sabine

    Zitat

    Wie "neigt"?? Er hatte also schon mal bei Stress einen epileptischen Anfall?

    Wenn du lesen magst, hier ist der Thread zu Fussels Epilepsie:
    https://www.dogforum.de/fussels-kampf-…ml?hilit=Fussel`s Kampf gegen die Epilepsie

    Es fehlen die letzten Anfälle, im Septemberurlaub - bei Gewitter hatte er zwei Anfälle und Vorgestern seinen bisher Letzten. :verzweifelt:

    Er bekommt die Anfälle bei Angstsituationen ( Gewitter, Knallen etc.) oder unter Stresssituationen, wenn er sich hochpuscht. Wir gehen das jetzt mit einer Verhaltenstherapeutin an.

    Es gab heute Vormittag einen harten Kanten Brot und ein wenig Bananen / Apfelbrei.

    LG Sabine

    Zitat


    Leptoimpfung hällt gerade mal 6 Monate und ist unnötig, da nur gegen 2 Erreger, die hier kaum vorkommen, vom über 200 Stämmen geimpft. Also die Gefahr daran zu erkranken, geht dann wohl von den anderen Stämmen aus! ;)

    Es bestehen noch so viele Fragen und ich verweise noch mal auf meine eingegebenen Links!!

    http://drei-hunde-nacht.de/impfungen_hunde.html

    Auszug:
    Die Leptospirose, die von verschiedenen Leptospiren-Typen hervorgerufen wird und auch den Menschen gefährden kann, ist in Deutschland nur noch sehr selten. Die verfügbaren Impfstoffe schützen nur gegen zwei der in der Natur vorkommenden Leptospiren-Arten. Der Schutz hält außerdem oft deutlich weniger als ein Jahr und verhindert nicht den Trägerstatus, dh geimpfte infizierte Tiere können Leptospiren im Urin ausscheiden und auf den Menschen übertragen, bei dem sie eine schwere Krankheit verursachen können. Das Zoonose-Risiko sollte aber nicht übertrieben werden. So schreiben Gaskell und Bennett: „Heutzutage sind ... Hunde ... eine relativ seltene Infektionsquelle für den Menschen“, am ehesten fange man sich den Erreger in rattenverseuchten Umgebungen ein. Schultz betrachtet die Leptospirose-Impfung noch aus anderen Gründen nicht als core vaccination: Die Wirksamkeit der Impfstoffe sei schlecht, ein hoher Prozentsatz der geimpften Hunde entwickle keine protektive Immunität oder sei nur kurze Zeit geschützt. Außerdem könne die Impfung das Immunsystem des Hundes akut oder chronisch schädigen.


    LG Sabine