Hallo ihr Lieben
Drei Stunden Anamnese, Rudelbeobachtungen, Videoauswertung von den Anfällen, Blutbild, Schilddrüsenergebnisse durchschauen und Spaziergang haben wir Heute hinter uns.
Ich bin sehr froh diese Frau kennen lernen zu dürfen und sie merkte, das ich über ein hohes Wissen in der Hundeerziehung habe und eine gute Auffassung von Zusammenhänge / Auslöser der Epilepsieanfälle. Wir konnten uns auf gleichwertiger Ebene unterhalten und zwischendurch fragte sie, zu meiner Verwunderung, ob ich nicht einen Ausführservice aufbauen möchte, was ich dankend ablehnte. Sie fand unser Rudel klasse und schätzte Buffy und Rowdy viel jünger ein, tja gute Pflege und regelmäßiger Auslauf. 
Doch nun zu der Analyse, vorläufige Diagnose, Auswertung und weiteres Verfahren:
Oligoepilepsie ( Gelegenheitsanfälle) nach Akustischen Stimuli ( Gewitter / Knallgeräusche), Verdacht auf Reizleitungsstörung, Stressintoleranz /- labilität ( mutterlose Aufzucht ab der 3. Lebenswoche ) bei mangelnder Impulskontrolle / Affektsteuerung, chronischer Stresszustand, Geräuschphobie, Koprophagie (akuter Stresszustand).
Wie geht es weiter?
Fussel soll einem Kardiologen vorgestellt werden, einem Fachmann in unserer Nähe, da die Anfälle, laut Video und meinen Anfallserzählungen, auch daraus resultieren können. Bei der Neurologin wurde das Herz nur abgehorcht.
Die umfangreiche Untersuchung dauert zwei bis drei Stunden und sie wir kostenlos anwesend sein.
Die Schilddrüsenwerte sind im unteren Level, für einen „normalen“ Hund nicht besorgniserregend, doch für Fussel mit der Symptomatik behandlungsbedürftig und das hätte die Neurologin auch im Zusammenhang sehen müssen. Sie wird durchgeführt ( für erst mal 6 Monate) wenn die Herzdiagnostik negativ ausfällt.
Fussel ist sehr aufmerksam und wenn man seine Frühwelpenzeit mit allen Defiziten einbringt und wir ihn viel am Körper trugen – am Hals schlafen etc. hat er dadurch eine gute Bindung aufgebaut und auch Buffys souveräne und geduldige Erziehung war für Fussel hilfreich .
Sie ist der Meinung, genauso wie ich, das man diese Hunde nicht mit Anderen vergleichen kann und sie froh ist, das er bei uns gelandet ist.
Auf den Weg um den Block folgt Fussel zwar einstudierte Kommandos ohne Worte ( halt an der Straße und anschauen), doch geht er überwiegend seinen Weg – heißt er führt „mich“ um den Block, was mir auch durchaus bewusst war.
Die Übungseinheiten / Leinenführigkeit/ Abgabe des Führens werden nicht mit Richtungsänderungen, wie ich es tat, durchgeführt sondern mit Einführung eines Halti. Zusätzlich werden wir die Entspannung konditionieren und ein Signal einführen. Doch diese Einheiten beginnen erst Anfang nächsten Jahres, da wir über Weihnachten / Neujahr in Dänemark sind. In der Zwischenzeit sollen wir nichts verändern oder ausprobieren. Wir arbeiten jeden Schritt detailliert nur zusammen.
Antiepileptiker, laut ihrer Auswertung, findet sie auch für unangebracht, da die Symptomatik untypisch und anders verlagert ist. Somit hat mich mein Bauchgefühl nicht getäuscht.
Fussel bekommt ein DAP Halsband ( Pheromone ), die werden beim, nach dem Saugen der Welpen, von der Mutter ausgeströmt, damit die Welpen selig schlafen und entspannen. Dazu kommt, wie schon eingesetzt, das Zylkene (aus der Muttermilch gewonnen), mit ebenfalls entspannenden Effekt. Für vorhersehbare Gewitter / Sturm (per Wetterbericht) und Sylvester, verschreibt sie uns, über die Kardiologin, ein angstlösendes, nicht sedierendes, Medikament.
Angeraten wurde noch das Calm – Futter von Royal Canin ( das erste Trockenfutter was aus dieser Firma Sinn macht)., was uns aber überlassen wird.
Der Anfang der Therapie ist getan und es liegt noch ein gutes Stück vor uns, doch bin ich sicher, das wir Fussel helfen können und das macht mich, mit Hilfe der Fachleute, sehr zuversichtlich und stark. 
LG Sabine