Hallo,
ich denke hier eine Ferndiagnose abzugeben ist nicht der richtige Weg.
Keiner sieht euch und die Hunde und die ganzen gutgemeinten Ratschläge können auch ordentlich nach Hinten losgehen.
Wenn es schon 2 Jahre anhällt, hat es also schon mit ca. einem Jahr angefangen?
Es konnen sehr viele Auslöser sein, von Verhaltenstörungen durch Impfungen, subklinische Schilddrüsenunterfunktion, Reizleitungsstörungen, geringe Frusttolleranz, chronischer Stress, erzieherische Defezite, eine Mischung aus vielen Faktoren etc. Rütteldosen und Co könnten alles nur verschlimmern.
Ich schreibe dir das, da ich hier auch einen Hund habe, der mit einem Jahr sein Verhalten änderte. Fussel wurde extrem hyperaktiv, hibbelig, mit sehr geringer Frusttolleranz und mit allen drei Hunden um den Block zu gehen schier unmöglich, da er dann kreischend in der Leine hängt und immer vorne sein will. Er wurde sehr unsicher, teils ängstlich und leidet seit seinem 11 Monat an epileptischen Anfällen.
Es ist anstrengend und es entwickelt sich eine Spirale aus der man kaum noch herauskommt.
Ich würde dir raten eine / einen versierten Verhaltenstherapeuten (keinen normalen Hundetrainer) kommen zu lassen, der auch das Restrudel in Augenschein nimmt.
Wir haben unseren Weg gefunden, doch der erfordert viel Geduld und wird wahrscheinlich eine Lebensaufgabe werden, denn Fussel braucht, ähnlich einem Autisten, immer seine Rituale um den Stress sehr niedrig zu halten.
Ich hoffe ihr findet einen guten, gewaltfreien Weg für euch und den Hund!
LG Sabine