Zitat
Wenn wir jetzt also essen, führe ich ihn in sein Korb.
Demnach muss ich vorher ihm das Kommando bleib beibringen.
Wenn er trotz der Essenzeit in EZ kommt, sollte ich dann "nein" sagen und ihn wieder ihn sein Körbchen bringen?
Wieviel Zeit sollte man deiner Meinung nach fürs Gassi (für Aros alter) benötigen ?
Ich würde erst mal mit Trockenübungen anfangen, außerhalb der Esszeiten.
Ihn zum Korb führen / schicken (dabei Kommando "Korb"), ablegen lassen und ein Bleib mit Sichtzeichen (ausgestreckter Arm und Handfläche zeigen) und davor stehen bleiben und sofort belohnen. In langsamen Trainingsschritten nach hinten gehen und wenn er liegen bleibt, fliegt das Leckerchen ins Körbchen. Du brauchst da ein gutes Timing, wenn er schon aufsteht bevor du ihn belohnst, war die Millisekunde zu lange und du musst dann eventuell wieder einen Trainingsschritt zurück.
Viel Arbeit und viel Geduld, doch das positiv aufgebaute Verbleiben im Korb bringt auf längerer Sicht mehr Erfolg.
Erst wenn er die Übungen beherrscht und er sich dann doch zum Essen ranschleicht, sagst du "Korb" und zeigst mit den Finger in die Richtung. Sollte er weiter reinschleichen oder verharren, ruhig aufstehen und wieder zum Platz bringen / schicken.
Die Gassizeiten sollten in dem Alter 1 Stunde nicht übersteigen, die Regelung heißt: 5 Minuten pro Lebensmonat. Bis zum ersten Lebensjahr sollten sie wirklich Ruhe lernen, das heißt auch einen Rückzugsort wo er vollkommen ungestört ist und auch die Kinder nichts zu suchen haben. Wenn er durch die Kinder, wenn er sie oft aufsucht, nicht zur Ruhe kommt dann würde ich eine gewisse Ruhezeit / Ausszeit aufzwingen.
Zum Kühlschrank und zur Ordnung wurde schon gute Tipps gegeben!
Ob man nun einen Hund an Bäume, Zäune etc. anbinden muss, um Ruhe zu lernen kann "ich" nicht bestätigen, doch jeder Hund ist auch anders.
Wovon ich dir dringend abrate, ist der Tipp mit der Wasserpistole und ich glaube das so manche User zu viel Rütter geschaut haben und denken das funktioniert bei alle Problemen, denn das kann auch gehörig nach hinten losgehen, gerade bei unsicheren oder gar ängstlichen Hunden.
Auch kommt der Kerle jetzt in die Pupertät und da hinterfragen oder vergessen die Jungspunte auch mal schon erlerntes.
Eventuell könnt ihr wirklich mal eine Kamera aufstellen, einfach um zu sehen ob er Stress hat.
Ich bin da ganz bei euch, denn zwei unserer Hunde haben auch im Junghundalter Teile der Wohnung umgestaltet, da fehlte auch mal einen Rigibsecke, waren Verschlüsse von der Wäsche säuberlich abgetrennt worden, robuste Schuhe zu Badelatschen verarbeitet und die anfänglichen Liegedecken genüßlich angeknappert.

Handhabt es mit der Erziehung wie bei Kindern üblich, mit liebevoller, geduldiger Konsequenz und einer guten Portion Humor! 
LG Sabine