Zitat
Es gibt einen unterschied dabei, ob man verurteilt oder beurteilt. und viele verurteilen nunmal die situation im moment und danach habe ich garnicht gefragt. ich frage danach, wie eure erfahrungen oder ratschläge sind, was das stundenlange alleinsein angeht
Ich habe jetzt "nur" 15 Seiten gelesen
und werde nun auf deine Frage eingehen.
Was bis jetzt abgegangen ist, von anderer oder deiner Seite aus, hat etwas vom Kindergartencharakter, leider.
Klar werden diegenigen, die Vollzeit arbeiten, in deinem Sinne agumentieren, da nun mal Geld verdient werden muss und klar müssen viele Hunde damit klarkommen, ob sie wollen oder nicht.
Auslaufsbedarf ist von Hund zu Hund unterschiedlich und auch da ist klar, das sich viele Hunde dem Halter anpassen. Doch 5 Stunden täglich finde ich doch schon übertrieben, doch das muss jeder selber wissen. 
Du fragst nach Erfahrungen:
Mein erster Hund kam zu mir als ich 20 Jahre alt war, da steckte ich schon voll im Berufsleben. Klar, ich liebte diesen Hund sehr und er musste auch 8 Stunden alleine bleiben, blieb nun mal nicht aus. Ich war weder ein Partymensch noch mangelte es meinem Hund am Auslauf und doch war es eine Qual für den Hund. Nein, ich konnte nicht einfach zu Hause bleiben wenn es ihm schlecht ging, Durchfall hatte oder sich erbrach. Bald merkte ich das ich zu egoistisch an die Sache herangegangen bin und vermittelte ihn an ein Ehepaar mit Garten. Die Frau arbeitet nur ein paar Stunden die Woche und der Hund fühlte sich dort pudelwohl.
Damals stellte ich mir selber die Frage warum ich ihn zu mir genommen hatte. Ich wollte schon immer einen eigenen Hund, liebte Hunde über alles und habe ihn aus dem Tierheim geholt und nicht groß weiter nachgedacht. Kein Gedanke an hundegerecht oder welche Bedürfnisse ein Hund mit sich bringt, oder ob er gar glücklich in dieser Situation war. :|
Als ich 25 Jahre alt war nahm ich den nächsten Hund auf. Ich war nun verheiratet, hatte einen zweijährigen Sohn und war Hausfrau. Die Hündin war zauberhaft und pflegeleicht. Es gab überhaupt keine Probleme. Nach weiteren vier Jahren kam mein zweiter Sohn auf die Welt und unsere Hündin fristete ein Dasein nebenher. Zwei Jahre später nahm ich einen Halbtagsjob an und ich wurde ihr, unter den Belastungen mit Kind, Haushalt und Beruf, nicht mehr gerecht. Sie tat mir unendlich leid und beschloss sie zu meiner Schwägerin zu geben, die Hausfrau war und ein großes Grundstück besaßen und nur dahin, weil ich ab und zu Kontakt zu ihr haben konnte.
Dann mit Anfang 40 wurde ich, durch schwere Erkrankungen, erwebsunfähig und traf meinen neuen Mann. Nun haben wir mittlerweile drei Hunde und wir können jeden Tag mit ihnen genießen. Kein Zeitdruck mehr und viel Geduld bei der Erziehung prägen nun unseren Alltag, Krankheit - Unwohlsein, wir sind vor Ort und Reisen nur mit unseren Fellnasen. Wir genießen diese Zeit, mit den Hunden, in "vollen Zügen". Natürlich können sie auch alleine bleiben, doch nach spätestens 6 Stunden schauen wir unruhig auf die Uhr und wir wollen zurück zu unseren Rudel! :yes:
Rat:
Nein, ich werde hier bestimmt nicht über dich urteilen, steht mir auch nicht zu.
Doch als Rat: Nehme in deiner Situation keinen Zweithund, da sich erstens, die Ausgaben verdoppeln ( Futter, Versicherung, Steuer etc.), zweitens, die Hunde sich nicht verstehen müssen und zwei Hunde alleine keine bessere Lösung ist.
Versuche ein Plan "B" zu ermöglichen ( Pippiläufer etc.) und immer an das Wohlergehen des Hundes zu denken, ohne egoistisches Hintergründe.
Ich wünsche euch gutes Gelingen und ein wohlwollendes Denken "für" den Hund. 
LG Sabine[/quote]