Beiträge von collie-mama

    Wir haben auch 2 unkastrierte Rüden zusammen. Früher lebten in unserem Haushalt sogar 3 unkastrierte Rüden zusammen. Das funktionierte eigentlich immer sehr gut. Allerdings kamen die neuen Hunde auch immer als Welpen zu uns und wuchsen im Rudel mit auf.


    Einen älteren Rüden neu im Rudel aufzunehmen, sehe ich persönlich etwas problematisch. Es kann gut gehen, muss aber nicht. Das kommt - denke ich - auf die jweiligen Hunde an. Schwimmen sie auf einer Wellenlänge, sind sie sich vom Wesen her ähnlich oder grundverschieden? Wie reagiert Dein jetziger Hund auf Hundebesuch in seinem Revier? Es muss bei einer solchen "Adoption" auf vieles geachtet werden und ich denke, eine pauschale Antwort darauf gibt es nicht.


    Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, zu meinen beiden einen "Second Hand"-Collie hinzuzunehmen. Ich würde aber keinen Rüden nehmen, der älter als meine beiden sind, das möchte ich ihnen nicht antun, da meine beiden älteren Rüden gegenüber sehr respektvoll sind. Sollte sich der ältere Rüde dann zum Macho aufspielen, würden meine beiden, die ja die älteren Rechte haben, zurückstecken. Das fände ich unfair. Ist zwar menschlich gedacht und hündisch evtl. kein Problem, aber ich für mich würde das nicht wollen. So käme für mich nur ein jüngerer Rüde in Betracht.

    Zitat


    Ne Du, das schafft auch ein Weißer Schäferhund. Unser bereits verstorbener Rüde hatte in jungen Jahren in einer Nacht geschafft, ca. 5 - 6 Kilo Trofu zu stibitzen. Am nächsten Morgen war ich erstaunt, dass die Wasserschüssel staubtrocken war und mein Hund fast am Verdursten. Beim näheren Hinsehen fiel mir dann auf, dass sein Bauch seltsam aufgedunsen war. Als ich die Ursache dafür fand, wäre ich fast tot umgefallen.


    Wir haben ihn dann die nächsten beiden Tage fast gar nicht bewegt (er wollte auch freilich nicht) und ihn 3 - 4 Tage auf Nulldiät gesetzt, dann ging es wieder.


    Zu seinen weiteren Schandtaten gehören u.a. 2 Kohlrouladen samt Soße, die er vom Teller klaute (man konnte den Teller direkt zurück in den Schrank stellen, so sauber war der!!) und eine halbe Pizza. Die restlichen Sachen fallen mir grad nicht mehr ein, ist ja schon länger her.


    Unsere jetzigen Collies hingegen sind da seeeehr brav. Als es letztens während des Abendessens an der Haustür klingelte und mein Mann und ich beide gefragt waren, blieben unsere Teller mit den leckeren Tortellini unbeaufsichtigt auf dem niedrigen Couchtisch im Wohnzimmer stehen. Nachdem der Besuch sich verabschiedet hatte, fiel uns beiden gleichzeitig siedend heiß das Essen auf dem Tisch ein. Wo sind die Jungs? Der eine lag in seinem Zimmer auf dem Hundesofa und der andere im Wohnzimmer vor der Couch. Das Essen stand unberührt auf dem Tisch und Tahoma sah uns an als wollte er sagen: "Wenn ihr beiden wegrennt, hab ich mal auf das Essen aufgepasst, damit es keiner klaut!"


    Ich war sehr stolz auf ihn, zumal die Couch für beide normal kein Tabu ist und er die Teller auf dem niedrigen Tisch ohnehin sozusagen in Schnauzenhöhe hätte erreichen können.

    Zitat

    @Collimama:


    Wie sehen denn Deine "Strafen" aus bei Deinem Hund? Oder rainiert Du ausschliesslich durch pos bestärkung?


    Nein, ich erziehe meine Hunde nicht "ausschließlich" durch positive Bestärkung. Sie kennen durchaus "Pfui" und "Nein".


    Aber wenn ich solche Sachen wie "ich werfe ihm die Zeitung ins Kreuz, dann ist Ruhe", geht mir echt die Hutschnur hoch.


    Bevor ich laut oder handgreiflich werde, überlege ich doch erst einmal, warum zeigt mein Hund dieses Verhalten? Ich für meinen Teil kann absolut keinen Fehler beim Hund finden, wenn er beim Klingeln anschlägt. Er ist wachsam und "meldet" dem Rudelführer "Hey, da ist jemand. Pass auf". Was ist daran bitte falsch????


    Schlecht ist natürlich, wenn der Hund sich nicht mehr einkriegt und immer mehr aufdreht. Das ist aber meistens dann der Fall, wenn er von mir als Rudelführer keine Antwort auf sein Verhalten bekommt. Da bin ich als Chef gefragt, die Situation wieder unter Kontrolle zu bringen. Fange ich jedoch genauso an zu brüllen oder mit Sachen um mich zu werfen, was erwarte ich dann von meinem Hund? Höchstens, dass er ins Meideverhalten geht, weil wir aus seiner Sicht uns wie Bekloppte aufführen. Oder weil wir ihm mit unserem Verhalten signalisieren, dass das, was da draußen vor der Tür steht, ja wirklich unheimlich gefährlich sein muss.


    Was ist so schwer daran, in solch einer Situation cool zu bleiben, dem Hund zu signalisieren, dass ich ihn verstanden habe, und die Sache nun selbst in die Hand nehme. Statt brüllen kann man doch ein Abbruchsignal wie z.B. "Danke, ich habs gehört" einführen und dem Hund dadurch die Verantwortung abnehmen.


    Es gibt gewiss Kandidaten, bei denen dieses Training länger dauert als bei anderen. Das kommt aber auch oftmals auf die Rasse an und ob der Hund territorial veranlagt ist. Ich kenne auch Hunde, die noch nie im Leben einen Pieps von sich gegeben haben, wenn es klingelt. Denen ist das völlig egal und es wurde ihnen nichts abtrainiert. Diese Hunde sind aber auch nicht territorial veranlagt.


    Ob das ganze was mit Dominanz und Rudelherrschaft zu tun hat, möchte ich hier nicht diskutieren. Da gehen die Meinungen zu weit auseinander. Aber wenn mein Hund einigermaßen auf mich hört und auch in anderen Situationen auf Abbruchsignale reagiert, warum sollte er dies beim Klingeln nicht auch tun?

    Nach Terrier und Weißem Schäferhund bin ich beim Collie hängengeblieben. Ich würde mir keine andere Rasse mehr zulegen.


    Am Collie gefällt mir das sensible liebe Wesen, die Gelehrigkeit und den Willen, sich mit jedem und allem zu vertragen. Einfach super Hunde! :roll:

    Ich hab mir das Buch auch vor einiger Zeit gekauft und bin sehr enttäuscht darüber. Für den doch enormen Preis von 24,90 € steht eigentlich nichts drin, was man mit einem "bißchen Hundewissen" nicht selbst weiß.


    Meine Meinung: Völlig überflüssig! :|

    Also bevor ich meinen Jungs einen Würger ohne Stop um den Hals lege, ziehe ich ihnen 1000 mal lieber ein Geschirr an. Man kann einen Hund (nicht nur einen Collie) viel besser handeln als am HB. Könnte bislang auch nicht behaupten, dass das Fell darunter gelitten hätte. Allerdings sind meine beiden auch keine extremen Fellmonster mit massenhaft Unterwolle. Außerdem benutze ich eines das mit Fleece gepolstert ist. Und zuhause kommt das Geschirr natürlich ab.

    Hey Vennie,


    super, dass Du auch einen Collie hast. Ich habe ich 2 Rüden.


    Woher kommt der kleine Schatz denn und wie heißt er? Würde mich brennend interessieren. Und natürlich auch ein Bild von ihm.


    Viel Spaß noch mit dem Süßen


    Liebe Grüße
    Svenja mit Chinook und Tahoma

    Ich hätte jetzt mal eine Frage: Warum soll man einen Hund nicht hauptsächlich über positive Bestärkung erziehen können? Ein Hund ist ein Lebewesen mit Gefühlen, Ängsten und Empfindungen. Warum sollte er nicht positiv auf ruhige Ansprache und netten Umgang reagieren? Klar ist ein Hund auch ein sehr großer Egoist, da wollen wir uns doch mal nichts vormachen. Aber meist ist es der Hundehalter, der sich mit seiner menschlich inkonsequenten Art vom Hund ausnutzen lässt, um sich dann hinterher über dessen "Unarten" aufzuregen.


    Hunde sind eigentlich nicht viel anders als Kinder. Werden diese nicht konsequent erzogen, werden sie zu unausstehlichen Plagen (genügend Beispiele gibt es ja wohl überall). Aber letztendlich sind da doch Hundehalter sowie Eltern gleichermaßen selbst daran schuld.


    Ich erlebe bei uns im Hundeverein viele Leute, die mit ihren neu angeschafften Hundis freudestrahlend zum Training erscheinen mit der Meinung "nu ja, jetzt gehen wir einmal in der Woche zum Hundetraining und dann wird das schon". Wenn sie dann aber erst mal merken, wieviel harte Arbeit (vor allem Mitdenken und vorausschauendes Handeln) von ihnen abverlangt wird, damit Hundi erst gar nicht auf blöde Gedanken kommt, sind sie ebenso schnell wieder verschwunden. Man hört dann irgendwann mal wieder, dass der eine Hundi nicht von der Leine kann, da er allem und jedem hinterherjagt, ein anderer macht alle fremden Hunde nieder, die er trifft, ein dritter macht sich selbständig, so oft er kann (und das ist dann seeehr oft). So, und da kann selbst der beste Hundetrainer nicht gegen an. Es kommt immer auf den Hundehalter an, ob er bereit dazu ist, mitzumachen, um seinen Hund gut zu erziehen.


    Bei anderen Hundehaltern kann man sich den Mund fusselig reden und zeigen und erklären, die sind einfach zu blöd, um es zu kapieren (ja, auch diese Variante gibt es. Und es lag nicht am Trainer, da diese Damen schon einige Trainer durch hatten.). Diese Variante sagt immer nur "ja ja" und kapiert nix. Wieder andere versuchen, ihre mangelnden Führungsqualitäten als Rudelchef durch Schreien und Hektik zu übertünchen.


    Meiner Meinung nach hat es auch ein guter bis sehr guter Hundetrainer nicht leicht, gute Arbeit zu leisten. Macht das Gegenüber (der Hundehalter) nicht mit, beißt auch er auf Granit.


    Für mich persönlich sehe ich in AL eine gute bis sehr gute Ausbildungsmethode. Natürlich würde ich auch nicht alles 100 %ig übernehmen, aber einen großen Teil davon schon. Ich habe durch AL gelernt, dass man durch souveränes Verhalten zu einem guten Rudelchef werden kann, der sich nicht durch Geschrei oder sinnlose Strafmaßnahmen durchsetzen muss. Sicherlich gibt es auch bei meinen Hunden verbesserungswürdige Dinge. Wir arbeiten daran.


    Was mich allerdings beim Lesen dieses Freds etwas schockiert hat, ist die vereinzelte Meinung, dass ein Hund zu 100 % funktionieren muss. Hallo???? Funktionieren denn auch alle Schreiber hier immer zu 100%???? Ich dachte immer, es sei allen Lebewesen vorgegeben, auch mal Fehler machen zu dürfen. Oder ist dies nur der menschlichen Spezies vorbehalten?