Beiträge von ruelpserle

    Ich würde dir den Tip geben, jetzt schon nach einer/m geeigneten Hundetrainer/in zu schauen, die sich mit dem Thema "Hund als therapieunterstützende Begleitung" auskennt. Denn ich sehe schon eine große Gefahr, das der Hund schnell als "Therapieersatz" herhalten muss - und damit die Bedürfnisse des Hundes total untergehen.

    Des weiteren solltest du auch danach schauen, das der Hund regelmäßig seine "Auszeiten" bekommt - von dir. Denn was du von einem Hund verlangst, kann ihn sehr belasten. Er muss dir viel geben, wenn er dir helfen soll. Er soll deine Stimmungen auffangen, deine Pankiattacken "kompensieren".... dann braucht er aber auch mal "Urlaub"!

    Generell finde ich es aber super, das man sich einen tierischen Begleiter als "therapieunterstützung" holt. Gerade im psychosomatischen Bereich. Denn es kann einer Vereinsamung vorbeugen, Tagesabläufe werden strukturierter, sie bringen viel Freude.
    Aber halt nie zum Nachteil des Tieres!

    Viel Erfolg!

    Jaja, die DF-Gutmenschen...

    "lieber unter der Brücke schlafen als den Hund abgeben" - schon mal im Winter oder wenn es pisst draußen geschlafen? Wie hältst du dich warm? Und den Hund? Ist das dann noch hundegerecht?? Wo stellst du deine Möbel hin? Auch unter die Brücke? Was meinst du, wie lange die da stehen? Hast du Kinder? Sollen die in der Schule als neue Adresse dann angeben: "Reichenbachbrücke München" oder "3. Brücke übern Rhein"?? - und zu guter letzt: was machst du wenn alle Brücken schon belegt sind (gerade im Sommer ein großes Problem)??? :hust: :roll:

    "ich würde sofort umziehen" - wohin? von was bezahlen? was wenn ich auf die schnelle keine Wohnung finde?? aber ich hab natürlich vergessen, das "wahre" Hundehalter/innen lieber unter der Brücke schlafen..... :lachtot:


    Also, ich würde auch als erstes einen Anwalt einschalten und diesen befragen. Eine Erstberatung so schnell wie möglich. Und dann weiterentscheiden.
    Entweder es findet sich eine gute Lösung oder du musst neu nachdenken. Wenn ein Umzug in Frage kommt, würde ich mich aber auch auf die Suche machen, denn in einem solchen Haus wird es vermutlich immer wieder Ärger geben.

    "Die müssen das untereinander klären" höre ich immer

    a) von HH, deren Hunde eh nicht hören
    und/oder
    b) von HH, die mobbende Arschl***** besitzen
    und/oder
    c) von HH, die "Riesen-Hunde" haben, die alles platt walzen
    und/oder
    d) von hirnlosen Idioten


    Meine Hoov wurde mal von 2 Hunden in perfekter Manier gejagt! Einer hat sie verfolgt, der andere ihr den Weg abgeschnitten und in den Nacken "gebissen"!
    Die HHs fanden das total witzig. Aber nur bis sich meine Rübe hinter mir versteckt hat und ich dem ersten Hund meinen Rucksack vor die Füße gedonnert und den 2. Hund angeschrieen habe.
    Daraufhin beide total entrüstet mich beleidigt und beschimpft, ich habe Hoover absitzen lassen und bin auf die beiden samt ihren (inzwischen angeleinten) Hunden zu. Ziemlich schnell und sehr "posig - imposant" - da haben sie sich vom Acker gemacht. Ich hinterher: "He, warten sie doch.... lassen sie uns doch ein wenig spielen!" :lachtot: :lachtot:

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    Mein Rat, lasst es lieber sein mit dem TS-Welpen. Holt euch als ersten Hund was einfaches: nen gut sozialisierten Welpen einer Begleithunde-Rasse vom Zuechter, oder nen aelteren, anfaengertauglichen Hund aus dem Tierschutz, den ihr vorher kennenlernen koennt. Eine Kollegin hat letzteres getan und einen richtigen Volltreffer gelandet. Ihr Hund ist gelassen, freundlich und kriegt im Zweifelsfall nicht die Krise (wie meiner), wenn die Putzfrau mal ne andere Putz-Routine faehrt als sonst :roll:

    Meine Rübe war geschätzte 3 als sie zu mir kam. Und ein ebensolcher Volltreffer! :D

    Von daher unterstütze ich diesen Tip immer wieder gerne!

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    Okay, dann vertraue ich euch und auf eure Erfahrungen.
    :gut:

    Wenn du das tust, dann nimm dir doch als erstes den Rat zu Herzen, mal in die Tierheime zu gehen und dort Hunde Gassi zu führen. Da kannst du "live" Hunde erleben - allemal besser als in 20 Hundezeitschriften zu lesen.
    Du lernst unterschiedliche Charaktere kenne, unterschiedlichen Eigenschaften, unterschiedliches Aussehn... und kannst dein Bild "wie soll mein Hund sein" verfeinern.
    Ob du dann einer dieser Fellnasen ein Zuhause geben willst, sei dahin gestellt. Sieh es doch als Übungsfeld für dich. Warum jetzt plötzlich alles über´s Knie brechen? Du sagst: du wolltest dein Leben lang schon Hunde - dann macht ein 1/2 Jahr doch keinen Unterschied mehr in dem du möglichst viel über Hunde lernst. Und das eben am besten am lebenden Objekt! :smile:

    Und nochmals der Hinweis:
    Viele deutsche Tierheime sind auch im Auslandstierschutz tätig. München z.B. hat ein Kooperationsprojekt mit einem rumänischen Tierheim, in Landsberger TH sitzen auch einige aus dem Auslandstierschutz.
    Sicherlich gibt es auch in deiner Nähe THe, in denen es ähnlich aussieht. Und wie auf einer Pflegestelle hättest du den Vorteil, den Hund kennenzulernen.

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    Wir lassen uns das nochmal durch den Kopf gehen.

    Super!

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    Mittlerweile denke ich auch ein bisschen anders: Die Vorstellung, dass der Hund so gar nicht vom Charakter und meinen Forderungen passen könnte ist nicht so schön.

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    Ich bin mir eben noch nicht so sicher.

    Da hilft nur eines: überlegen, was du willst. Dich mit Hundetrainer/innen unterhalten, wie sich JAgdtrieb etc auswirken kann und vielleicht hast du ja auch die Gelegenheit Jagdnasen oder auch einen Hund mit hohem Schutztrieb "Live" zu erleben, mit den Besis zu plaudern etc.

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    Ich wünsche mir eigentlich einen Hund, der keinen Wach und Schutztrieb aufweist, der freundlich und aufgeschlossen ist jedermann gegenüber und der einem gefallen will und nicht stur oder eigenständig ist.

    Ich behaupte, euren Traumhund wird es irgendwo geben. Aber eben nicht, wenn du wild und unüberlegt einen Hauptsache süßen kleinen Mischlingswelpen "rettest"!
    Nach wie vor, würde ich dir einen erwachsenen Hund (min. ab 1 Jahr) empfehlen. Da sind einfach Charakterzüge schin deutlich zu erkennen und trotzdem gibt es noch genung zum "dran rum erziehen"! :D

    Einen Teil der Verdienstquellen meiner Hundetrainerin letzte Woche:

    5 x 2 h Stunden: Training mit einer Hündin aus dem Auslands TS - absolute Angsthündin

    Hund wird jeden Tag mit ihr zum "auspowern" gegeben, da die Besis mit dem Jagdtrieb nicht zurechtkommen

    5 x 1 Stunde: Paar mit Hund, der von der Orga als nett, kinderlieb, stadttauglich und "pflegeleicht" beschrieben worden. Herauskam ein Hund mit Angstaggressionen, der keine Kinder mag, Kontrollzwang hat und nicht alleine bleiben kann.
    Aber das Paar war soooo froh, einen Hund aus dem Ausland gerettet zu haben.

    Und das waren nur die "Highlights" die ich mitbekommen habe. Ich schätze, das gut die Hälfte ihrer Kunden mit Hunden aus dem Auslandstierschutz kommen.
    Dabei sind die doch angeblich immer sooooo dankbar das sie endlich in Sicherheit sind! Natürlich alle immer total suuuuuper sozialisiert. :reib: :ironie:

    Wenn du dir jetzt schon einen Zweithund vorstellst, dann nimm doch am Anfang eher was leichteres und kein komplettes Überraschungspaket.
    Deshalb nochmal meine Bitte: denkt über einen Junghund/erwachsenen Hund nach. Da kann man vieles einfach viel besser abschätzen.
    Und sie sind in der Regel auch schwieriger zu vermitteln. Auf euer "ich hab was für mein gutes Karma getan"-Konto wird viiiiel mehr einbezahlt! :pfeif: