Hoover, meine Hündin, hat auch Ehrlichiose.
In Griechenland schon positiv getestet. Dort wurde die Doxycyclin Behandlung angefangen und von mir noch ca. 16 Tage weitergeführt.
Hund sah super aus, entwickelte sich prächtig... alles super!
1/2 Jahr nach der Behandlung bin ich zu meiner TÄ um einen kompletten Check (nochmal alle MMK) machen zu lassen.
Ergebnis: Ehrlichiose Titer von 1:2560 (gesund: 1 < 40). MIt diesem Titer sind wir Spitzenreiter in ihrer Praxis - mittlerweile seit 1,5 Jahren.
In einem langen Gespräch mit meiner TÄ (deren Hund auch Ehrlichiose+ ist) und meiner Tierheilpraktikerin habe ich mich für folgendes vorgehen entschieden:
- KEINE weitere Antibiotika Behandlung (zumindest so lange ihr Zustand sooooo super ist)
- regelmäßige Blutkontrolle (3-4 x/Jahr), da sich die Ehrlichien ziemlich schnell am Blutbild zeigen
- Aufbau/"Renovierung" des Darmsystems, das durch die relativ langanhaltende AB-Behandlung einfach angegriffen war
- Steigerung des Immunsystems durch die ganzjährige Beigabe von Propolispulver
- gesunde Ernährung
- möglichst keine Behandlungen, die das Immunsystem belasten (sie ist z.B. nur gegen Tollwut geimpft)
Ihr Titer ist seit 1,5 Jahren gleich bleibend. Das Blutbild auch. Und Hoov ist fit wie eh und je.
Meine TÄ hat für dieses Phänomen 2 Erklärungsansätze:
- sie hat dauerhaft so viel Antikörper und es kann sein, dass sie diese weiterhin so hoch bleiben.Das würde auf eine ziemlich schwere Infektion hindeuten, die erfolgreich bekämpft wurde (Beste Möglichkeit)
- Die Ehrlichien haben sich schon im Körper eingenistet und es kann sein, das sie z.B. bei einer Immunschwäche "losschlagen" würden. (beschissenste Variante)
Wir leben beide ganz gut mit diesem Weg. Ich fühle ich von meiner TÄ sehr gut betreut. Meiner Hündin geht es super. Und mir auch. Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Menschen, die aus "Kleinigkeiten" einen "Riesengedöns" machen.
Sie hat die Ehrlichien! Daran kann ich nix mehr ändern.
Sie wird vermutlich keine 40 Jahre alt werden, das kann ich auch nicht ändern.
Mir ist ganz weit im Hinterkopf klar, das der Abschied von ihr schneller kommen kann, als mir lieb ist. Aber mir deshalb "das Heute" vermiesen lassen?? Nein! Dazu lebt mein Hund JETZT zu gerne!
Jetzt nach knapp 1,5 Jahren will ich mit meiner TÄ mal die Entwicklung aller Blutbilder hintereinander anschauen. Es ist z.B. so, das ihr Leukozyten in den letzten 1,5 JAhren um die Hälfte abgenommen haben - allerdings sind sie nich gut im Referenzwert. Aber hat das was für mich bzw. Hoov zu bedeuten?? Sozusagen eine "Langzeitstudie"!
Und dann müssen wir schauen, wie es weiter geht.
Im Leishmaniose Forum habe ich persönlich eher negative Erfahrungen gemacht. Nachdem ich nachgefragt habe, was alles sinnvoll sei zu tun, habe ich super Antworten bekommen. Das habe ich alles mit meiner TÄ besprochen, die wiederum hat sich in 1-2 Dingen mit Kollegen besprochen und ich habe mich dann gegen die Tipps aus dem LF entschieden. Als ich das geschrieben habe und um weitere Tips zur Ernährung und Immunsystem hochhalten gefragt habe, wurde ich blöd abgespeist! Naja, dann habe ich auch nimmer all zu freundlich reagiert und nen ziemlih blöden Text vom Stapel gelassen. Aber so ist das nun mal!
Genieße die Zeit, mach dir weniger Gedanken und erfreu dich an deiner Kröte!
Drücke dir die Daumen, das sie möglichst schnell wieder fit wird und das dann gaaaaanz lange bleibt!