Ich hab hier ja so nen böööösen Designer-Dog sitzen! Und dann auch noch einen F2-Doodle.... Allerdings einen "Goldendoodle"! 
Generell stimme ich einigen Aussagen zu:
- es gibt keine Züchter/innen von "xy-doodles" und es gibt auch keine ernsthaften Bemühungen, dies zu ändern (leider, wie ich persönlich finde)
- viele "Züchter/innen" versprechen das Blaue vom Himmer herunter! Einen sich selbst erziehenden, nicht haarende, kinderliebenden Familienhund gibt es NICHT! NIRGENDS! Auch bei "Doodlen" jeder Art kommt es auf die Elterntiere an, auf die Sozialisation und die Erziehung, die man selber einbringt!
Dann noch einiges, was ich kritisiere:
- es gibt "Mischungen" die total bescheuert sind - Toypudel mit Goldie??? Was soll denn der Bullshit???
- sie werden momentan extrem gehyped... und dementsprechend viele schwarze Schafe gibt es auch. Schnelles Geld mit vielen Versprechungen machen wollen.
Ich habe mich für mein "Schaf" entschieden, weil...
- ich die Mutterhündin kannte und super fand
- er mich ausgesucht hat
und
- es den Eindruck gemacht hat, das er für meine (und damit auch seine) Arbeit hervorragend geeignet ist.
Die "Züchterin" dieses Wurfes:
- hat auf gesunde und wesensfeste Elterntiere geachtet (beide HD/ED untersucht, andere Untersuchen leider nicht)
- 3 von 4 "Großeltern" waren VDH zuchttauglich anerkannt
- es gibt nur den einen Wurf
- hat extrem viel Wert auf die Sozialisation gelegt (Lolek ist z.B. mit Kindern, Rollstuhl, einem Spastiker... aufgewachsen - für den ist alles was Menschen betrifft "normal")
Zu diesem Wurf (9 Welpen, zu 6 habe ich noch intensiven Kontakt) kann ich sagen:
- 2 haaren wie Sau, der Rest nicht
- sind alle sehr menschenfreundlich, ohne zu aufdringlich zu sein
- sind alle echt nervenstark
- die Bandbreite des Aussehens reicht von "richtiger Pudel" bis "richtiger Goldie" und dazwischen alles.... (anfang Juli ist Familientreffen - mal gucken, ob ich ein Gruppenbild hinbekomme
)
Zusammenfassend: dieser Wurf ist super... aber sicherlich auch eine Ausnahme!
Ansonsten "kenn" ich:
- einen Labradoodle der hinten total überbaut ist und sehr schlecht läuft (Toypudel mit Labrador)
- einen kläffenden, umwelt-ängstlichen und unsicheren Goldendoodle
- mehrere Golden-/Labradoodles die gesundheitlich sehr angeschlagen sind: HD oä
Also: ich würde mir generell überlegen, ob du so ein "Überraschungspaket" haben willst bzw warum ausgerechnet ein "doodle".
Zur Züchtersuche nur einen Tip:
sobald was von "Rassestandard" geschwafelt wird: höflich verabschieden und auflegen.... einen solchen gibt es nämlich nicht! Und damit soll nur etwas verkauft werden, was es so nicht gibt!
Zu der generellen Frage, warum "diese beiden Rassen mischen":
- warum nicht?
- weil´s möglich ist
- weil einem Pudel und Labradore gefallen, man sich aber nur 1 Hund leisten kann
- weil der Mensch experimentierfreudig ist
- weil der Mensch seit Jahrhunderten (eher noch länger), wild irgendwelche Rassen "mischt" um ein besseres Endprodukt zu bekommen.... oder wie sind all die Rassehunde entstanden? Vom Himmel sind sie vermutlich nicht gefallen.....
- weil F1-Züchtungen in vielen Bereichen gang und gäbe sind (Nutztierhaltung) und relativ "berechenbar" - warum also nicht bei Hunden?
- weil der Mensch immer noch mehr Auswahl braucht
- weil 300 (oder mehr) Rassen nicht ausreichend sind
Was mich an der momentanen Situation wahnsinnig stört bzw. was einer "planvollen Zucht" absolut widerspricht:
es gibt keine ernsthaften Bemühungen, z.B. einen Verein aufzubauen, ein Zuchtziel zu benennen, Rassestandards zu schaffen, Datenbanken zu schaffen....! Und das geht überhaupt nicht!