Uuuih, das ist der heutige thread des Tages! 
Ich hab hier eine sture, dicke Prinzessin sitzen, die mehrere Jahre auf der Strasse gelebt hat. "Will-to-please" hat sie so lange, so lange sie ein Leckerli sieht. Sie ist sehr eigenständig und teilweise echt ignorant.
Sie ihre "Macken", die sich durch ihre Vergangenheit erklären lassen. Z.B. ist sie extrem futterneidisch. Wenn ich Leckerli in der Hand habe und ein fremder Hund kommt her, würde sie gerne "kurzen Prozess" machen.
In den letzten 3 Jahren haben wir geübt, dass sie nur die Leckerlis bekommt, bei denen ich ihren Namen sage. Hat Madämchen aber schlechte Laune, weil es z.B. regnet oder die Temperatur unter 20°C gefallen ist oder eines ihrer Barthaare krumm ist.... kann es sein, dass sie wieder in ihr "Alles-meins-Verhalten" verfällt.
Geübt habe ich ohne Strafe, mit positiver Verstärkung und Belohnung - ganz klassisch von leicht nach schwer...
Sollte sie aber jetzt wieder ein "ich töte dich wenn du näher als 40 m an MEINE Leckerlis rangehst" Verhalten an den Tag legt, reagiere ich schnell und körperlich. Da diskutiere ich nicht! Vor allem reagiert sie in solchen Situationen nicht auf eine verbale Korrektur. Entweder sie wird am Geschirr zurückgezogen oder ich stelle ein Bein dazwischen oder oder oder. Als sie mir dabei mal in die Hand gebissen hat, habe ich ihr reflexartig eine "gepfeffert"! Sorry, auch wenn ich weiß, dass sie nicht mich treffen wollte, fand ich es sehr unangenehm ihre Zähne in meiner Hand zu spüren. Aus diesem Grund hält sich mein "Mitleid" auch in Grenzen, das sie meine Hand unangenehm an ihrer Nase zu spüren bekommen hat.
Ganz anders mein Münchner Schaf. Er ist 16 Monate, bei mir aufgewachsen, arbeitswillig, sehr führungsleicht. Bei ihm genügt ein Blick, ein lauter Tonfall... und der Bub ist so klein wie ein Zwerg. Mit ihm muss ich mich auch immer versöhnen, wenn ich mal böse war.
Aber auch bei ihm wurde ich schon körperlich. Er hat z.B. sehr lange gebraucht zu lernen, dass Menschen keine "Hunde-Stop-Stangen" sind und hat "zu spät" gebremst"... bis ich ihn einmal in meine Schulter hab knallen lassen und ihm einmal mein Bein entgegen gehalten habe.... Nun freuen sich alle, dass er keine Menschen umrennt!
Die Aktion mit dem Bein hat lustigerweise jemand gesehen und mich sofort beleidigt, dass ich meine Hund doch nicht treten könnte... 
Körperlich Einwirken bedeutet doch nicht immer einen Hund zu misshandeln. Und ganz klar ist, dass situatives körperliches Einwirken nichts damit zu tun hat, wie ich meinen Hund sonst erziehe.
Ich unterscheide zwischen Alltags-Training/-Erziehung und situationsbedingtes Einwirken...