Beiträge von ruelpserle

    Mein Lolek ist ähnlich beim spielen. Er bellt andere Hunde gerne an - immer nur dann, wenn ihm was nicht passt (der andere Hund zu langsam, der andere Hund will nicht spielen, der andere Hund hat einen Stock....) oder wenn er den anderen zum spielen auffordert. Vermnschlicht würde ich sagen, dass dann so aussieht: "LOS SPIEL MIT MIR! SPIEL MIT MIR!!! JEEEEEETZT! *anrempel* SOOOOFFFFOOOOOOOOOOOOORT!!!!!!!!!!!!....."
    Ich persönlich finde das nicht normal und will das auch nicht. Mich nervt das Gekläffe.

    Er bekommt eine Verwarnung ("Ende - lass das") und sollte er es dann nochmal machen, kommt er an die Leine, bis er wieder etwas ruhiger ist. Und dann gibt´s einen neuen Versuch.
    Laaaaaangsam aber sicher wird das besser mit der Bellerei. Ich merke es aber sofort, wenn ich etwas inkonsequent werde oder wir lange keinen anderen Hund getroffen haben.

    Anbrüllen finde ich von daher nicht gut, da du das Spiel ja dann quasi mitmachst. Hab ich anfangs ein paar mal gemacht, wenn ich zB abgelenkt war und plötzlich genervt von der Bellerei. Das hat gar nichts gebracht. Das hat nur noch mehr hochgepushed.
    Aber konsequentes rausnehmen und anleinen bringt bei uns Erfolg.

    Ich habe ja auch einen Goldendoodle (übrigens ein Sohn von Zorro :D ) und ich finde ihn super. Nun kommen meine "Vorurteile" (bzw. Rasseerfahrungen) zum tragen: Ich finde ihn nicht so "döselig" wie GR und nicht so reserviert wie Pudel. Lo ist nicht so "Juuuhuuuuu... ich hab alle lieb" aber auch nicht so "arrogant" wie Pudel. Einfach eine gelungene Mischung. Auch wenn ich den Rest des Wurfes anschaue (zur Hälfte hab ich noch ganz guten Kontakt), sind sich alle wirklich gut geworden. Und das obwohl es eine F2 Verpaarung ist. Die Bandbreite des Aussehens ist ziemlich breit (von sehr pudelig bis hin zu "reinrassig" GR), aber verhaltensmässig sind sie alle -je nach Förderung- wirklich super.

    Dennoch rate ich immer von den Doodles ab. Es gibt keine wirklich seriösen Zuchtbemühungen. Jeder mit nem hübschen Goldie Dame kann nen hübschen Pudel drüber lassen... und hat die tollsten Familienhunde! Nein, mir regiert da zu viel Abzocke und zu wenig Seriosität!

    Gegen die Doodles spricht in diesem Fall auch die Größe. Denn es wird ja was kleineres als LR gesucht.
    Aber ich kann auch nicht verstehen, warum das Aussehen immer so eine große Rolle spielt. Der richtige Hund hat keine richtige Farbe! Meiner Meinung nach.
    Überlegt einfach nochmal genauer, zB ob er "nur" in die Praxis mitgehen oder ob er net doch auch mal "mitarbeiten" soll. Aber selbst wenn er nur mitgehen soll, sollte er Fremden gegenüber nicht unbedingt reserviert sein. Ist vielleicht blöd, wenn er in der Praxis immer erst mal meldet, wenn jemand kommt.

    Mir ist die Verträglichkeit auch sehr wichtig. Und ich gehe gerne in ner Gruppe spazieren. Auch ich als Rudeltier habe gerne Sozialkontakte. :lol:
    Ich gestehe meinen beiden natürlich auch zu, dass es Hunde gibt, die sie nicht mögen. Aber dann können sie ausweichen oder bei mir bleiben oder was auch immer.... aber sie aben Ruhe zu geben und sich ordentlich zu benehmen.

    Ich habe ja Rüde & Hündin, die nicht immer nebeneinander laufen. Witzig finde ich dann, wenn Leute auf einen der beiden zeigen und sagen: "Ist das a Manderl oder a Weiberl?" - "Sowohl als auch!" - :???: und der andere Hund wird schnell an der Leine weitergezogen. :lol:

    Jeder, der sich von meinen Hunden belästigt fühlt, darf diese korrigieren/massregeln! Dann wär nämlich ich zu langsam!
    Des weiteren, jeder, dessen Hund durch meine belästigt wird. Denn dann war ich auch zu langsam/abgelenkt/blind...

    Genauso nehme ich mir das Recht heraus, fremde Hunde zu maßregeln, die mich oder meine Hunde belästigen. Denn dann war der andere HH zu langsam/abgelenkt/blind/ignorant....

    Ansonsten:
    alle meine Hundesitter. Wenn ich denen nicht vertrauen würde, wären sie nicht meine Hundesitter.

    Außerdem:
    alle "Hunde"freunde, wenn wir gemeinsam unterwegs sind. Auch hier gilt: sie wären nicht meine "Hundefreunde" wenn ich ihnen nicht vertrauen würde.

    Und zu guter letzt:
    Hunde mit denen wir öfter unterwegs sind oder die wir öfter treffen.

    Zitat


    Ich habe durch meine Tierschutzarbeit sooo viele Hunde kennengelernt und empfinde mittlerweile kastrierte Hunde als arme Invaliden. Irgendwie sind sie anders......

    Ich kenn halt hauptsächlich die Hunde hier in der Stadt. Da finde ich, dass die kastrierten meist das "einfachere" Leben haben. Aber ist mein subjektiver Eindruck.

    Zitat

    Ja so ist das, hat was mit Wiedererkennungswert zu tun. Apple hat eine Kleinunternehmerin abgemahnt, weil ihr Mutter-Kind-Café Apfelkind heißt & das Logo das Profil eines Kinderkopfes in einem Apfel ist...

    :verzweifelt:

    JW hat sogar die TAZ abgemahnt, obwohl, diese die Pfote vorher schon hatten... :muede:

    Wenn wir schon ein wenig weit weg vom "Essen" sind hätte ich mal eine Frage:
    Ich muss dieses Jahr meine Outdoor Garderobe aufrüsten. Würde das gerne möglichst öko/fairtrade machen. Finde aber irgendwie im Netz nix wirklich was dazu gefunden habe, außer das eigentlich alle Marken eher "un-öko/un-fair" sind.
    Hat da jemand Infos dazu? Links oder ähnliches?

    Danke vorab schon mal

    Zitat

    Wenn dir DAS wichtig ist, würde ich es nicht tun. Auf gar keinen Fall.
    Ich musste meinen Rüden mit 8 1/2 Jahren wegen Hodenkrebs kastrieren lassen und von dem Hund ist eigentlich nichts mehr übrig, was er mal war.
    Er liegt den ganzen Tag auf dem Sofa, schläft. Hat keine Lust zum spazieren gehen, wenn es regnet. Er steht ständig in der Küche in der Hoffnung, es könne was für ihn abfallen.
    Er war ein sehr souveräner Rüde und selbst davon hat er einiges eingebüßt. Silvester war dieses Jahr die Katastrophe.
    Die einst sehr gute Bemuskelung ist deutlich schwammiger geworden...... nur zugenommen hat er nicht, obwohl ich die gleiche Ration füttere wie vorher.

    Ich würde ihm nochmal den Chip setzen lassen.

    Lolek ist -incl. Chip- seit Juni 2012 gechippt. Ende November war dann die "richtige" Kastration. Und bei ihm trifft NICHTS davon zu! Er ist so agil wie davor, gleich selbstbewusst etc.

    Achja, zur Mehrfachsetzung des Chips hat meine THP mir folgendes gesagt:
    Durch den Chip wird zu Anfang eine sehr hohe Menge Hormon freigesetzt, bis sich das eingepegelt hat. Diese hohe Hormonausschüttung und das damit verbundene "Chaos im Hormonhaushalt" kann das Risiko einer Krebserkrankung erhöhen. Ähnlich wie bei dem Verhütungsstäbchen für Frauen, dem das auch nachgesagt wird.
    Deshalb würde ich meinen Hund max. 2 x chippen lassen, aber auch nur, wenn ich einer Kastration zu 100% abgeneigt wäre.

    Viel Erfolg bei der Entscheidung! Ich finde, bei diesem Thema kann man es nie "richtig" machen. Natürlich frage ich mich immer wieder, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, das Schaf kastrieren zu lassen. Momentan sage ich ganz klar "JA"! Und ich hoffe, das bleibt so. Aber ich denke, mir würde es genau so gehen, wenn ich ihn nicht kastrieren lassen hätte.

    [quote="jennja"
    Ich seh's ein bisschen wie Ruelpserle, wenn ich irgendwo lebe, wo die Hundedichte sehr sehr groß ist, dann nehme ich mir, dem Hund und dem Rest der Menschheit sehr viel Stress, wenn der Hund kastriert ist. Ich weiß, damit ecke ich an, aber es ist meine Meinung.

    Dieses auf Biegen und Brechen intakt lassen, obwohl es anders viel sinnvoller wäre, finde ich ehrlich gesagt ziemlich übertrieben.

    [/quote]

    DAS unterschreibe ich genau so.
    Meine Schwester wohnt auf nem Dorf mit 4000 Einwohnern, die kennt jeden Hund, weiß mit wem sich ihr Rüde verträgt und mit wem nicht, weiß wer wann welche Gassirunde dreht. Da hätte ich Lo evtl. auch nicht kastrieren lassen.
    Ich begegne hier in München vermutlich an einem Spaziergang mehr Hunden als meine Schwester in der Woche. Und dabei so gut wie nie den gleichen Hunden/Haltern.
    Und wenn sich dann ein erwachsener Rüde so verhält wie es "seiner Natur entspricht", dann wird daran rumgedoktert und erzogen. Und für mich ist es zB völlig natürliches Verhalten, wenn erwachsene intakte Rüden andere Rüden nicht in ihrer Nähe haben wollen, wenn sie andere Hunde "abchecken" etc. Aber das passt -meiner Meinung nach- einfach nicht in so dicht besiedelte Gebiet und in die heutige Zeit.

    Aber ich habe mir auch lange überlegt wegen Lo´s Kastration. Und habe immer mal wieder ein schlechtes Gewissen von wegen "unnötige OP", "war das wirklich nötig", "hoffentlich rächt sich das später nicht"... Aber nur so lange, bis ich einen seinen Brüder treffe, der fast immer an der Leine laufen muss, da er ständig läufigen Hündinnnen hinterher rennt oder den jungen Ridgebck-Rüden, den seine Besitzerin ständig zum TA scheppen kann, weil er ständig in Raufereien verwickelt ist oder einen Rottweler, der innerhalb kurzer Zeit 10 kg abgenommen hat, weil die Hündinnen der Nachbarn nacheinander läufig waren..... Ich glaube, da hat Lo echt mehr Lebensqualität... auch ohne "Bällchen". :lol:


    Hein, nein... bisher hat sich sein Wesen nur zum positiven verändert. Er ist immer noch sein selbstbewusster Rüde, muss aber nicht überall den Obermacho raushängen lassen. Er grummelt schon mal andere Hunde an, aber nur, wenn ich angespannt bin und dem anderen nicht "traue" - er reagiert also eher auf mich, als auf den anderen Hund.
    Allerdings habe ich ihn kastrieren lassen, als der Chip noch volle Wirkung hatte.

    Ich habe Lolek kastrieren lassen, nach dem das Chippen ihm und va mir gut getan hat. Er ist sehr entspannt im Umgang mit anderen Hunden, er muss nicht mehr überall markieren, er "checkt" nicht mehr jeden anderen Hund ab um ihn dann entweder zu "umgarnen" oder "in die Schranken" zu weisen, er ist sehr leichtführig und kann zB auch problemlos von meinen Kids geführt werden.

    Bei mir ist allerdings die Besonderheit, das er bei mir in der Arbeit mitarbeiten soll/muss. Ich arbeite als Streetworkerin mit Jugendlichen und ich hatte weder die Zeit noch die Lust, daran zu arbeiten, dass er die Hund meiner Klient/innen nicht ständig "anpöbelt". Genauso ist mir halt die "Aufmerksamkeit beim Menschen" am wichtigsten. Wenn meine Jugendlichen mit ihm was machen, will ich nicht, dass er ständig andere Hunde abcheckt.
    Außerdem habe ich gemerkt, dass er hier in der Stadt wesentlich entspannter ist. Die HH intakter Rüden müssen bei weitem mehr arbeiten/führen, als ich es beim Schaf machen muss. Ich genieße es einfach mal mit meinen beiden Hunden entspannt an der Isar entlang zu bummeln ohne ständig auf "Hab Acht" zu sein.

    Und ganz persönlich finde ich auch den ästhetischen Aspekt nicht ohne: ohne die bommelnden Orangen zwischen den Beinden finde ich ihn einfach hübscher. :lol:
    Aber das war natürlich kein Kastrationsgrund.... :D